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Entengrütze und kein Teich in Sicht?

Inhaltsverzeichnis

 

Klitzekleine grüne Blättchen zieren die Wasseroberfläche und wo eine ist, da sind tausend weitere nicht weit. Wasserlinsen gelten oft als Geißel des Hobbys und halten sich meist hartnäckig mit Erfolg, allen Bekämpfungsmaßnahmen zum Trotz. Trotzdem haben sie ihre Daseinsberechtigung und lassen sich durchaus mit ein paar Kniffen unter Kontrolle halten.

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Woher kommt die Entengrütze?

Wasserlinsen sind aller Voraussicht nach die einzigen Wasserpflanzen, die regelrecht Gefühle auslösen können, wenn sie auftauchen. Denn wo eine ist, sind weitere nicht fern. Ihre Daseinsberechtigung haben sie aber durchaus im Teich- obwohl sie klein und unscheinbar wirken, sind sie doch in der Lage, überschüssige Nährstoffe im Teich rasch und effektiv zu entfernen und einer Algenplage entgegen zu wirken. Hält man die Population etwas unter Kontrolle stellen sie eigentlich auch kein echtes Problem dar.

Meist sind es Wasservögel, die Wasserlinsen einschleppen. Gelegentlich sind aber auch neue Wasserpflanzen dran schuld, wenn deine Teichoberfläche zu einem grünen Teppich mutiert. Daher ist es durchaus sinnvoll, neue Wasserpflanzen vor dem Einsetzen abzuspülen oder vorzuwässern. Letztlich stellen Wasserlinsen aber auch einen Teil des Ökosystems dar, weswegen im Prinzip nur wenig gegen sie spricht, denn sie sind unter anderem Nahrungsquelle für andere Lebewesen.

 

Massive Vermehrung verhindern

Als Algenkiller sind Wasserlinsen durchaus tolerabel, nur allzu riesig sollte ihre Population nicht werden, denn durch eine völlig abgeschattete Wasseroberfläche wird anderen Teichpflanzen durchaus die Lichtquelle geraubt, wodurch sie im Wuchs stagnieren können. Möglich ist auch eine Verschlammung des Teiches durch absterbende Wasserlinsen. Mit wenigen Tricks ist es aber möglich, das ökologische Gleichgewicht im Teich aufrecht zu erhalten, ohne, dass die zu den Aaronstabgewächsen zählende Wasserpflanze zum Plagegeist wird, die du kontinuierlich abkeschern musst.

Die Vermehrung bemisst sich vor allem am Nährstoffangebot. Wird der Teich nicht gedüngt und das Wasser regelmäßig gewartet und gepflegt und Nährstoffüberschüsse durch Wasserwechsel ausgetragen, lässt sich der rasante Wuchs der Entengrütze durchaus kontrollieren.

Auch mit Springbrunnen oder Wasserspeiern kannst du der Lage wieder Herr werden, denn die Oberflächenbewegung mögen Wasserlinsen nicht. Wenn du außerdem Seerosen pflegst, achte darauf, dass diese keine Wassertropfen abbekommen, denn darauf könnten sie empfindlich reagieren.

Verschieden Fische haben ebenfalls Appetit auf Wasserlinsen. Wenn du Karpfenartige pflegst, kannst du sie durchaus zum Wasserlinsenfressen motivieren, indem du die übliche Futtermenge etwas einschränkst. Übrigens: Nicht nur heruntergefallenes Futter, auch die Ausscheidungen deiner Fische stellen quasi Dünger her, die die Vermehrung deiner Wasserlinsen befeuern können. Zu den Karpfenartigen zählen übrigens auch Koi und Goldfische, sowie Schleien und Karauschen. Auch Rotfedern futtern das Grünzeug von der Oberfläche. Bedenke bei der Fischwahl aber auch die benötige Teichgröße und den möglichen Beibesatz, damit sich deine Tiere wohlfühlen.

Warum heißt die Entengrütze Entengrütze?

Wasserlinsen kommen quasi rund um den Globus vor, überall dort, wo sich Gewässer befinden. Vor allem stehende und eher langsam fließende Wasservorkommen beherbergen sie, teilweise in Massen, da sie sich recht zügig vermehrt. Weil vor allem Wassergeflügel wie Schwäne und Enten hierin eine Nahrungsquelle finden, hat sich der Begriff „Entengrütze“ eingeprägt. Auch wilde Karpfen und andere Weißfische futtern Wasserlinsen.

 

Last but not least

Wasserlinsen sollten dich nicht aus der Fassung bringen. Wenn du deinen Fischbesatz entsprechend wählst und für Oberflächenbewegung sorgst, kannst du dem Grünzeug gelassen entgegenblicken. Wenn du denkst, es werden zu viele, keschere einfach einen Schwung ab und überprüfe eventuell auch mal dein Futterangebot. Beim Abkeschern achte darauf, dass sich nicht Jungfische oder Schnecken darunter befinden, denn diese verstecken sich gerne in den feinen Wurzeln.

 

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