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Farbenfroher Hibiskus am Gartenteich

Ein Spätblüher am Teichufer

Weil spätestens im Juli die Blühphase der meisten klassischen Teichpflanzen beendet ist, erfreuen sich unter den Hobbyteichgärtnern die relativ wenigen spät blühenden Arten oft einer besonders großen Beliebtheit. Denn während der restliche Garten noch in Blüte steht, ist er am Gartenteich bei falscher Pflanzenauswahl bereits damit vorbei.

Diese auch spät im Jahr noch blühenden Pflanzen, zu denen beispielsweise zahlreiche Seerosensorten sowie der auch als Miesmäulchen bezeichnete Schlagenkopf, Chelone obliqua, gehören, tragen erheblich dazu bei, dass der Teich noch bis Ende August/Anfang September als attraktiver, farbenprächtiger Blickfang in der Gartenlandschaft fungiert. Dazu müssen sie natürlich im Frühjahr gepflanzt werden. Eine weitere, spät blühende Art ist der Sumpfeibisch oder Sumpfhibiskus, Hibiscus moscheutos, der trotz seiner faszinierenden Erscheinung kaum an Gartenteichen anzutreffen ist und aus diesem Grund etwas ausführlich vorgestellt werden soll.

Ein typisches Malvengewächs

Beim Sumpfeibisch handelt es sich um eine langlebige Staude aus der Familie der Malvengewächse, Malvaceae. Landläufig wird diese Pflanze auch als Riesen- oder Roseneibisch (abgeleitet von seinen angloamerikanischen Namen, swamp-rose mallow, rose mallow beziehungsweise common rose mallow) bezeichnet. Allerdings kann die letztgenannte Bezeichnung schnell zu Irritationen beziehungsweise Verwechslungen mit dem Chinesischen Roseneibisch, Hibiscus rosa-sinensis, führen, denn umgangssprachlich nennt man dieses Gehölz fast überall nur Roseneibisch.
Die ursprünglichen Heimatbiotope des Sumpfeibischs befinden sich in den südöstlichen Bundesstaaten der USA, wo diese Art neben Salzmarschen vor allem Sümpfe, Feuchtwiesen und die Uferregionen von größeren stehenden sowie sehr langsam fließenden Gewässern besiedelte.
Inzwischen wurde der Sumpfeibisch durch den Menschen sowohl bis in die zentral gelegenen US-Bundesstaaten als auch nach Hawaii, Frankreich, Spanien und Italien verbreitet, wo er stellenweise zu sehr individuenreichen Populationen heranwuchs.

Beschreibung

Die grünen Sprossteile des bis 150 cm (in Ausnahmefällen auch bis 200 cm) hoch werdenden Sumpfeibischs erscheinen unter den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas oft erst zwischen Ende April und Mitte Mai. Die dann aus dem Wurzelstock sprießenden, mehr oder weniger senkrecht stehenden Stängel sind zumeist etwas verzweigt und dicht mit lindgrünen, gestielten Laubblättern besetzt, welche eine breitlanzettliche bis annähernd herzförmige Gestalt haben. Sie erreichen oftmals eine Länge von 20 cm sowie eine Breite von 10 cm. Während die Blattoberseiten stets kahl sind, weisen die Unterseiten einen dichten, flaumähnlichen Besatz aus feinen Härchen auf.
Zwischen Ende Juni und Anfang Juli werden an den Stängelenden allmählich die in kleinen Gruppen zusammenstehenden Blütenknospen sichtbar, welche in den folgenden Wochen noch deutlich an Volumen zunehmen. Die Blütenphase des Sumpfeibischs kann sich von Ende Juli bis Anfang September erstrecken. Dabei öffnen sich die an einem Stängelende befindlichen Knospen nicht alle gleichzeitig, sondern in Abständen von ein paar Tagen. Im Unterschied zu vielen Kultursorten, deren Blüten einen Durchmesser von knapp 30 cm erreichen, sind letztere bei den Wildformen “nur” halb so groß. Wie es für die Gattung Hibiscus typisch ist, besteht jede Blüte aus fünf weißen, rosafarbenen oder weinroten Kelchblättern, die einen Blütentrichter bilden, aus dessen Zentrum die miteinander verwachsenen Staubblättern, die auch oft als Säule bezeichnet werden, sitzen winzige Staubbeutel und Stempel.
Die Stärke und Länge der Säule stellt ein wichtiges Kriterium zur Unterscheidung der Blüten verschiedener Hibiskus-Arten dar. So sind die Säulen beim Chinesischen Roseneibisch sehr lang und schmal, während diese beim Sumpf- sowie beim Garteneibisch, Hibiscus syriacus, eine mehr kompakte, breitere Form haben.

Kultur am Gartenteich

Am Gartenteich pflanzt man den Sumpfeibisch vorzugsweise in ein humus- und nährstoffreiches Bodensubstrat, welches einen schwach sauren pH-Werte aufweist und niemals gänzlich austrocknen darf. Bei der Wahl des Standorts sollte man berücksichtigen, dass sich Sumpfeibisch nur an vollsonnigen sowie halbschattigen Standorten optimal entwickelt und dann auch eine wesentlich größere Blühbereitschaft zeigt. Aufgrund der Tatsache, dass es in Mitteleuropa keine Insekten gibt, welche die Sumpfeibischblüten bestäuben, erfolgt die Vermehrung dieses Malvengewächses zumeist auf vegetativem Weg, indem man im Herbst den Wurzelstock teilt. Außerdem ist die vegetative Vermehrung durch Stecklinge möglich. Diese Methode wird zwar öfters in Großgärtnereien, jedoch kaum von Hobbyteichgärtnern praktiziert. Ein Nachteil der vegetativen Vermehrung durch Stecklinge besteht nämlich darin, dass die Jungpflanzen mindestens zwei bis drei Jahre benötigen, bevor sie erstmalig blühen.
Sumpfeibisch ist nur bedingt winterhart (auch wenn die neueren Sorten inzwischen ausdauernder sind), sodass es bei strengen Frösten und einem fehlenden Winterschutz schnell zu einer teilweisen oder vollständigen Erfrierung des Wurzelstocks kommen kann. Um derartige unliebsame Überraschungen auszuschließen, hat es sich bewährt, nach dem Abmelken aller grünen Sprossteile den Standort des Sumpfeibischs im Herbst mit einer Abdeckung aus Falllaub und Nadelreisig zu versehen. Nach dem Entfernen dieser Abdeckung im folgenden Frühjahr kann eine Düngung mit Naturdünger erfolgen. Dabei muss man allerdings dafür sorgen, dass auch bei starken Regenfällen keine Düngerbestandteile in den Gartenteich gespült werden.
Leider gehört der Sumpfeibisch zu jenen Pflanzen, an denen sich gern Blattläuse, Schildläuse und Weiße Fliegen ansiedeln. Aus diesem Grund sollte man mindestens einmal pro Woche die gesamte Pflanze genauer anschauen, um bei einem beginnenden Schädlingsbefall sofort geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Manchmal wird man sogar nicht umhinkommen, handelsübliche Insektizide einzusetzen.


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