Nächster Versand in
:
:
¹
Blog
Facebook
Über Garnelio
Garnelio Team
Beitrag teilen:

Fische im Gartenteich

 

Was ist zu beachten?

Für viele Gartenteichbesitzer ist der Teichbau nur dann komplett, wenn auch Fische im Teich sind. Aber welche Fische in welchem Teich? Und was muss beachtet werden, damit die Fische erfolgreich gepflegt werden können? Schließlich handelt es sich um Wirbeltiere, die auch vom Tierschutz besonders berücksichtigt werden. Und danach darf man sie keinen unnötigen Leiden aussetzen. Deswegen muss sich jeder, der sich Fische zulegt, auch mit den Grundvoraussetzungen ihrer Haltung beschäftigen.

Teichgröße

Ein Teich für die Fischhaltung kann eigentlich nie groß genug sein. Natürlich stößt dies im Gartenteichbereich an natürliche Grenzen. Deswegen gibt es einige Faustregeln, wie groß ein Teich sein soll, damit die Fische sich auch wohl fühlen können. So gilt ein Mindestmaß von etwa 1000 Litern. Teiche, die kleiner sind, zeigen sich bezüglich der Wasserwerte recht instabil und belasten den Fischorganismus. Es gibt sehr schöne Teiche, die kleiner sind, und mit viel Aufmerksamkeit gelingt in einigen von ihnen die Fischhaltung. Besonders für die Freilandhaltung von Fischen, die sonst im Aquarium gehalten werden, sind diese kleinen Teiche in wärmeren Monaten geeignet. Aber im Winter frieren sie zu leicht durch und können auch einheimischen Arten nicht als Heimstatt dienen. Je nach den Temperaturansprüchen der gehaltenen Arten müssen die Fische spätestens zu Beginn der ersten Nachtfröste eingefangen und im Aquarium überwintert werden. Damit Fische im Teich überwintern können,muss dieser eine Mindesttiefe haben. Wasser von 4 °C hat die größte Dichte nd sinkt deswegen auf den Teichboden. Eis ist etwa 10 % leichter als Wasser und schwimmt folglich oben. Aber selbst in mittleren Teichen findet sich keine deutliche Schichtung, d.h. auch in tieferen Schichten wird das Wasser kälter und Eis bildet sich am Gewässergrund. Damit nun der Teich nicht vollständig zufriert, muss er eine Mindesttiefe haben, denn der Erdboden speichert eine gewisse Wärme und friert nicht beliebig tief durch. In älteren Büchern findet man hier meist die Angabe 80 cm Tiefe, allerdings gilt dies nur für klimatisch begünstigte Regionen Deutschlands. In anderen Gegenden, in denen längere Frostperioden zu erwarten sind, sollten es doch 1,20 m sein. Die meisten Koiteichbesitzer bauen ihren Teich 2 m tief. Dass für den Sauerstoffaustausch trotzdem gesorgt werden muss, ist selbstverständlich, aber ein anderes Thema, genauso wie die von vielen Koiteichbesitzern inzwischen eingesetzte Teichheizung. Dem Koi müsste aber ein eigener Artikel gewidmet werden, das Thema ist umfangreicher.

 


Wie viele Fische?

Aufgrund der Teichgröße lässt sich der Wasserinhalt eines Teichs berechnen. In etwa ist es die Oberfläche, mit der Tiefe multipliziert, durch zwei geteilt. Ein Beispiel: Ein Teich hat eine Oberfläche von etwa 10 m2 bei einer Tiefe von 1 m. Dann ist der ungefähre Inhalt 5 m3 also 5000 I. Bei der Berechnung der maximalen Fischzahl geht man immer von der maximal erreichbaren Größe der Fische aus. Dass sich Fische immer der Teichgröße anpassen, ist ein altes, falsches und schwer auszurottendes Gerücht. Wenn sie die maximale Größe nicht erreichen, dann haben wir ihnen schlechte Bedingungen eingeräumt! Pro cm maximale Länge sollten es schon mindestens 10 Liter sein, besser 20-30. In einem Naturteich, in dem nicht zugefüttert werden soll, sind sogar 50 l/cm Fischlänge anzustreben. Das hieße, dass in einem Naturteich von 10000 I Größe 20 Stichlinge eine hervorragende Heimat hätten. Ein ebensolcher Schwarm von Gründlingen, Elritzen oder Moderlieschen wird sich auch vom im Teich befindlichen Futter ernähren können. Bei Zufütterung können es etwa doppelt so viele Fische sein. Im Handel werden die Fische fast nur als Jungfische angeboten. Dabei wird die maximale Größe oft unterschätzt. Goldfische werden etwa 33 cm groß, Koi - je nach Rasse - von 75 bis etwa 110 cm! Das bedeutet, dass in einem 1000-l-Teich gerade einmal drei Goldfische gepflegt werden können. Da es sich bei allen Karpfenfischen wie Goldfischen, Koi und Goldorfen, aber auch Gründlingen etc. um Schwarmfische handelt, sollten mindestens zehn davon gepflegt werden. Das macht eine Mindestgröße für einen Goldfischteich von etwa 3.500 l.

Fische einsetzen

Fische dürfen nicht in einen frisch eingerichteten Teich eingesetzt werden. Zuerst müssen sich die Bakterien ansiedeln, die den Stickstoffkreislauf gewährleisten. Dies dauert mindestens drei Wochen nach Teicheinrichtung und kann durch die Zugabe entsprechender Bakterienkulturen aus dem Fachhandel gefördert werden. Besser ist es jedoch, so lange zu warten, bis die Pflanzen angewachsen sind und sich etwas vermehrt haben. Denn sie müssen die Nährstoffe abbauen, die gerade in einem frisch eingerichteten Teich reichlich anfallen. Dazu werden einige schnell wachsende Pflanzen wie Wasserpest auch von einigen Fischen gefressen, sie sollten also erst einmal einen größeren Bestand gebildet haben. Keinesfalls dürfen in einen Teich, in dem schon Fische vorhanden sind, weitere Fische ohne Quarantäne eingesetzt werden. Deswegen ist es besser, den Fischbesatz auf einmal einzubringen. Sollte es zu einem Krankheitsausbruch kommen, braucht die Behandlung nur einmal stattzufinden. Jeder neu zugesetzte Fisch birgt die Gefahr einer weiteren Infektion; selbst wenn die bereits vorhandenen Fische nicht angesteckt werden, so würde ein Medikamenteneinsatz den Organismus belasten. Eine direkte Behandlung ist nur bei großen Fischen und bestimmten Krankheiten möglich, ansonsten behandeln wir ja das Wasser. Für die Quarantäne muss ein ausreichend großer Teichvorhanden sein (da es nur vorübergehend ist, braucht er nur 10 l Wasser pro cm eingesetzter Fisch zu haben, weniger als 500 l sollten es trotzdem nicht sein). Zu den neuen Fischen sollte ein Fisch aus dem Teich gesetzt werden, denn Fische können selbst imun sein, aber Krankheitskeime ausscheiden. Die Quarantänedauer sollte 4-6 Wochen betragen, das Wasser im Quarantäneteich sollte das gleiche wie das im Haltungsteich sein. Aber aufgepasst: Ein Quarantäneteich ist für die maximale Haltungsdauer von 3-4 Wochen vorgesehen, eine längere Haltung darf auch
,,ausnahmsweise" nicht stattfinden.

Filterung - ja oder nein?

Fische fressen nicht nur, sie geben auch Nährstoffe ab. Damit diese im Stickstoffkreislauf umgesetzt werden können, wird viel Sauerstoff benötigt. Im Naturteich mit Fischen, die nur geringe Futtermengen umsetzen, ist dies kein Problem. Hier ist kein Filter notwendig, allerdings sollten dann wie bereits erwähnt mindestens 30 l Wasser/cm ausgewachsener Fisch vorhanden sein. Bei starken Fressern wie Koi oder Goldfischen wird dies allerdings nicht reichen. Es muss ja auch in nahezu jedem Fall zugefüttert werden. Gerade die langflossigen Formen, wie es sie ja jetzt auch bei den Koi gibt, sind langsamere Schwimmer und brauchen eine Zufütterung. Hier sind Filter in jedem Falle notwendig. Die richtige Größe ist schwierig generell festzulegen und hängt sehr von den örtlichen Gegebenheiten und der Besetzung ab. Grundsätzlich kann ein Filter dann aber nicht groß genug sein und muss mindestens die doppelte Leistung haben, die vom Hersteller für einen normalen Teich angegeben wird. Besitzer nicht zu kleiner Teiche brauchen also nicht auf Fische zu verzichten und können, wenn sie sich bei der Auswahl beschränken, sogar auf einen Filter verzichten. Auf jeden Fall ist mit Fischen im Gartenteich ein weiterer, interessanter Beobachtungsaspekt vorhanden, der noch mehr Freude am Teich aufkommen lässt.


Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Immer die besten Angebote per E-Mail

JETZT kostenlos anmelden und Sparen!
Shopware Agentur  six-media.de