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Hahnenfußgewächse, als Uferbepflanzung am Gartenteich

Die Familie der Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae, vereint rund 2000 Arten, die vorwiegend in der nördlichen Hemisphäre verbreitet sind. Zum größten Teil handelt es sich dabei um krautige Pflanzen, von denen viele über mehr oder weniger stark geteilte Laubblätter verfügen. In ihrer Gesamterscheinung ähneln die Blätter ein wenig den Füßen eines Hahnes, so dass es nahe liegend war, diese Pflanzenfamilie danach zu benennen. Da zahlreiche Hahnenfußgewächse unter natürlichen Bedingungen Standorte besiedeln, die feuchte bis staunasse Böden aufweisen, bieten sie sich selbstverständlich auch zur Bepflanzung des Gartenteichufers an. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich dabei die großblütigen Arten.

Sumpfdotterblume - das beliebteste Hahnenfußgewächs am Gartenteich

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Sumpfdotterblume, Caltha palustris, erstreckt sich von Europa über große Teile der gemäßigten Breiten Asiens bis nach Nordamerika, wo diese Staude neben Sümpfen auch Auwälder, Feuchtwiesen, Verlandungszonen und Quellbereiche besiedelt. Am Gartenteich gepflegte Sumpfdotterblumen sollten möglich direkt am Ufersaum oder sogar im bis zu 20 cm tiefen Wasser platziert werden. Für die spätere Blütenentwicklung ist es dabei völlig unerheblich, ob sich dieser Standort in der prallen Sonne oder im Vollschatten befindet. Wesentlich wichtiger ist dagegen, dass die „Füße" der Sumpfdotterblume immer von genügend Feuchtigkeit umgeben sind. Außerdem sollte das Bodensubstrat einen schwach sauren pH-Wert aufweisen und sehr nährstoffreich sein. Um den Nährstoffgehalt des Bodensubstrates zusätzlich zu erhöhen, kann man noch etwas fetten Lehm untermischen. Nach einem milden Winter erscheinen bei der Sumpfdotterblume oft schon Ende März die ersten Blüten, die verhältnismäßig groß und leuchtend gelb gefärbt sind. Sie bilden einen schönen Kontrast zu den dunkelgrünen, leicht fettig glänzenden Laubblättern, die eine herz- bis nierenförmige Gestalt besitzen. Manchmal wachsen die Sumpfdotterblumen auch in den Teich hinein und entwickeln sich dann zu teilweise flutenden Beständen. Außerdem ist es sogar möglich, Sumpfdotterblumen dauerhaft als Unterwasserpflanzen zu kultivieren - allerdings bringen solche Exemplare keine Blüten hervor. Inzwischen existieren von der Sumpfdotterblume auch einige Sorten und Varianten, die sich vor allem in der Form bzw. Färbung ihrer Blüten unterscheiden. Sehr gern werden beispielsweise die „Multiplex", die gefüllte Blüten besitzt, oder die „Alba" mit ihren weißen Blütenblättern gepflegt. Letztere stammt aus der Himalaya-Region und ist auch als Kaschmir-Dotterblume bekannt.

Trollblumen weisen die typischen Hahnenfußblätter auf

Das Verbreitungsgebiet der Europäischen Trollblume, Trollius europaeus, deren natürliche Bestände vielerorts eine stark rückläufige Tendenz aufweisen, erstreckt sich nicht nur auf fast ganz Europa, sondern auch auf weite Teile Asiens und Nordamerikas. Ihr Name leitet sich von dem althochdeutschen Wort „trol" ab, was soviel wie Kugel bedeutet und auf die Form der zitronen- bis dottergelben Blüten hinweist. Diese können einen Durchmesser von bis zu 3 cm haben und erscheinen zwischen Mai und Juni. Trollblumen fühlen sich in der Gemeinschaft von Artgenossen am wohlsten. Deshalb sollte man diese bis zu 60 cm hoch werdenden Stauden, deren Stängel mit den typischen Hahnenfußblättern besetzt sind, auch möglichst als dichte „Büsche" an sonnigen Standorten pflanzen. Damit sich kräftige Exemplare entwickeln, muss das Bodensubstrat - ähnlich wie bei den Sumpfdotterblumen - immer etwas feucht und vor allem sehr nährstoffreich sein. Ein pH-Wert von 6,5 - 7,0 wirkt zusätzlich stimulierend auf das Wachstum.

Scharbockskraut - ein guter Bodendecker

Beim Scharbockskraut, Ranunculus ficaria, das in manchen Gegenden auch als Feigwurz bezeichnet wird, handelt es sich um eine sehr robuste Pflanze, die über ganz Europa und weite Teile Nordamerikas verbreitet ist. Scharbockskraut besiedelt häufig feuchte Wald- und Auenböden und neigt dazu, mit seinen dunkelgrünen Laubblättern dichte, flächendeckende Bestände zu bilden, die manchmal über 100 m2 groß sind. Zwischen Februar und Mai erscheinen die leuchtend gelben Blüten, die einzeln an kleinen Stielen sitzen und zumeist die Laubblätter ein wenig überragen. Aufgrund seiner enormen Wuchsfreudigkeit eignet sich Scharbockskraut sehr gut als Unterwuchs für am Gartenteich befindliche winterkahle Sträucher und Bäume. Bevor letztere ihr Laub voll entfalten, ist die Blütezeit des Scharbockskrautes gewöhnlich schon vorüber. Weil das Scharbockskraut aber nur sehr selten in Gärtnereien angeboten wird, ist es oftmals unumgänglich, zur Bepflanzung des Teiches einen Anfangsbestand aus der Natur zu entnehmen. Man sticht dann am besten mittels eines scharfen Spatens einige Stücke aus einem kräftigen Bestand heraus und pflanzt sie sofort an die vorgesehene Stelle des Teichufers ein. Als Nachbarpflanze für das Scharbockskraut eignet sich die Sumpfdotterblume sehr gut, weil beide Arten auch unter natürlichen Bedingungen oftmals gemeinsame Bestände bilden.

Zwei weitere Hahnenfußgewächse. die sich als Unterwuchs eignen

Ähnlich wie das Scharbockskraut können auch das Buschwindröschen, Anemone nemorosa, und der Winterling, Eranthis hyemalis, als Unterwuchs für winterkahle Gehölze verwendet werden. Beim Winterling handelt es sich um eine Pflanze, die ursprünglich nicht in unseren Breiten heimisch war. Vielmehr stammt sie aus Südeuropa und wurde erst durch den Menschen verbreitet. Winterlinge weisen einen leicht knolligen Wurzelstock und grundständige Laubblätter auf, die mehrfach eingekerbt sind. Diese erscheinen aber erst nach den Blüten, die von Februar bis März sprießen. Sie sind leuchtend gelb gefärbt und werden von kurzen Stängeln getragen. Im anfänglich geschlossenen Zustand besitzen diese Blüten noch eine mehr oder weniger kugelartige Form, während sie geöffnet ein wenig an die des Scharbockskrautes erinnern. Winterlinge gedeihen am besten an halbschattigen Standorten, die über ein humusreiches, tiefgründiges Bodensubstrat verfügen, welches nie gänzlich austrocknen darf. Außerdem sollte dieses einen neutralen bis schwach alkalischen pH-Wert aufweisen. Die Pflanzung erfolgt vorzugsweise im Herbst, wobei man die kleinen Erdstämmchen (inklusive ihrer Ausläufer) etwa 5 cm tief eingräbt. Bei dem in weiten Teilen Europas verbreiteten Buschwindröschen handelt es sich um eine äußerst anspruchslose Pflanze. Besonders häufig besiedelt sie Wälder und große Parkanlagen, in denen der Boden fast nie gänzlich austrocknet. Die Blütezeit des Buschwindröschens kann sich von März bis Mai erstrecken. Interessant ist, dass die Anzahl der weißen, außen auch oft rosa gefärbten Kronblätter zwischen 6 und 12 variieren kann.
Am Gartenteich platziert man das Buschwindröschen möglichst in 15 - 20 cm Entfernung vom Spülsaum an einem halbschattigen Standort, dessen Boden einen leicht alkalischen pH-Wert aufweist. Unter solchen Bedingungen erreicht das Buschwindröschen nicht selten eine Wuchshöhe von rund 20 cm.

Leberblümchen sind sehr vielseitig verwendbar

Auch das Leberblümchen, Hepatica nobilis, mag feuchte (aber keine staunassen), kalkhaltige Böden, die nicht zu schwer sind. Unter natürlichen Bedingungen kommt es häufig in Laubwäldern oder unter Gebüschen vor, so dass es sich ebenfalls als Unterwuchs für am Teich stehende Gehölze anbietet. Außerdem bildet es gelegentlich gemeinsame Bestände mit dem Buschwindröschen, die vor allem dann sehr dekorativ aussehen, wenn beide Arten gleichzeitig blühen. Die zwischen März und April erscheinenden Blüten des Leberblümchens sind fast immer rosa bis blau gefärbt, und nur in seltenen Ausnahmefällen findet man auch weiße Exemplare. Eine Alternativpflanze zu unserem einheimischen Leberblümchen ist das Ungarische Leberblümchen, H. transsylvanica, das etwas größere, leuchtend blaue Blüten hervorbringt und sich als wuchsfreudiger erwiesen hat. Außerdem sind die Laubblätter dieser Art fünffach gelappt, während sie bei H. nobilis nur drei Lappen aufweisen.

Lerchensporn - trotz Ähnlichkeit kein Hahnenfußgewächs

Zu den Arten, die gelegentlich auch am Gartenteich gepflegt werden, gehören auch einige Lerchensporn-Vertreter, wie beispielsweise der Hohle Lerchensporn, Corydalis cava. Da die Form ihrer Laubblätter ebenfalls stark an einen Hahnenfuß erinnert, könnte man meinen, dass die Lerchensporne auch zu den Hahnenfußgewächsen gehören. Doch das ist ein Irrtum. Lerchensporne gehören zur Familie der Erdrauchgewächse, Fumariaceae, die wiederum in die Ordnung der Mohnartigen, Papaverales, integriert ist.


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