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Ins rechte Licht gerückt Beleuchtung im Wassergarten

Nachts sind die meisten Gärten stockdunkel. Man findet bisher nur sehr selten eine schöne und dekorative Beleuchtung im Garten. Viele lehnen eine solche sogar als unnatürlich ab, und dabei können bei geschicktem Einsatz wunderschöne Effekte erreicht werden, die den Garten auch nachts zu einem wirklichen "Highlight" werden lassen. Zumindest die Abendstunden lassen sich so etwas verzaubern.

Geselligkeit im Hellen

Wenn es manchmal auf den ersten Blick vielleicht auch nicht so aussieht, aber Gartenliebhaber, Gartenteichbesitzer und auch Koiliebhaber lieben die Geselligkeit. Sie pflegen meist enge Kontakte zu Gleichgesinnten und treffen sich oft auch abends zu feuchtfröhlichem Erfahrungsaustausch am Teich. Und was bietet sich da mehr an, als Teile des Gartens und den Teich selbst auch im Dunkeln durch Einsatz spezieller Lampen ins rechte Licht zu rücken. Dadurch erscheint der Garten buchstäblich in einem ganz anderen, ungewohnten, aber sehr attraktiven Licht. Bei einem japanischen Gartenstil bietet es sich natürlich an, die sowieso vorhandenen Laternen verschiedenen Typs mit Licht zu bestücken. Natürlich können dabei, wie einst üblich, Kerzen verwendet werden, aber es macht auch relativ wenig Schwierigkeiten, elektrische Leuchtmittel zu installieren. Büsche und Bäume wirken im Dunkeln sehr dekorativ, wenn sie von unten angestrahlt werden. Um einen schönen Hintergrund als Abschluss für den Garten zu erreichen, können die abgrenzenden Büsche und Hecken mit Strahlern frontal so angeleuchtet werden, dass sie sich wirkungsvoll vom Dunkel der Nacht abheben. Spezielle Bauwerke wie Pagoden und Brücken, attraktive Pflanzengruppen am Teichufer o.Ä. bilden durch direkte Anstrahlung besondere Akzente in der Dunkelheit. Eine oder mehrere Unterwasserleuchten sollten einen Wasserfall und die Fische beleuchten. Für den möglichst nahe am Teich angelegten Sitzplatz mit Tisch und Stühlen für die Gäste muss ebenfalls eine Beleuchtung vorgesehen werden, die vielleicht aus mehreren, darum gruppierten, so genannten Pilzlampen besteht, die die Umgebung infolge ihrer Abdeckung nach oben indirekt beleuchten. Eine zusätzlich auf dem Tisch stehende, dekorative Leuchte vervollständigt das Ambiente. Pilzleuchten sind auch gut geeignet für die unaufdringliche Beleuchtung der Wegführung. Soweit nur einige Hinweise. Der richtige Einsatz spezieller Lampen muss auch nach exakter Planung erprobt werden.

Planung

Zunächst sollte man sich unbedingt einen Plan machen und dabei entscheiden, ob eine entsprechende Stelle angestrahlt, diffus oder indirekt beleuchtet werden soll. Nicht in jedem Fall ist eine sehr starke Beleuchtung am wirkungsvollsten. Aber besonders bei Unterwasserleuchten sollte man starke Lampen wählen, denn hier geht sehr viel Licht z.B. auch durch Wassertrübung verloren, schwache Leuchten verfehlen hier vollkommen ihre Wirkung. Im Handel gibt es sehr viele verschiedene Leuchtenarten, deshalb sollte man ein Geschäft mit möglichst vielseitigem Angebot aufsuchen und sich fachkundig beraten lassen, um dann Lampen für die erforderliche Beleuchtung auswählen zu können.

Sicherheit

Bei der Installation aller Leuchten im Garten, am und im Teich ist zu beachten, dass Elektrizität im Freien sowie am und im Wasser gefährliche Auswirkungen haben kann. Deshalb ist unbedingt zu empfehlen, diese von einem zugelassenen Elektrofachmann durchführen zu lassen. Für Verlegung von Stromkabeln im Erdreich mit normaler Spannung (z.B. 230 V) verwende man unbedingt dreiadriges, so genanntes Erdkabel mit einem Mindestleitungsquerschnitt von 2,5mm2. Alle Lampen sollten konstruktiv so gestaltet sein, dass entsprechend ihres Verwendungszwecks kein Wasser eindringen kann. Das bedeutet, dass Lampen außerhalb des Wassers mindestens spritzwassergeschützt und Lampen im Wasser druckwasserdicht sein müssen. Wichtig ist dazu die Angabe der IP-Schutzklasse. Die IP-Norm legt in der ersten Zahl fest, wie Staub oder Festkörper eindringen (Berührungs und Fremdkörperschutz). Hier kommt im Garten oder Gartenteich nur die höchste Stufe 6 infrage. Die zweite Ziffer betrifft den Wasserschutz. Geräte mit IP 64 sind demnach spritzwassergeschützt (also etwa Lampen am Gartenweg). Bei IP 65 darf auch einmal der Gartenschlauch über das Gerät gehen, bei IP 66 kann er sogar als starker Strahl darauf gerichtet werden, ohne dass Wasser eindringt. Geräte mit IP 67 dürfen auch einmal kurz unter Wasser geraten, für den Dauerbetrieb unter Wasser kommt nur IP 68 infrage. Zur Sicherheit sollten alle direkt am Wasser eingesetzten Leuchten dieser Schutzklasse unterliegen. Da diese Schutzklassen meist mit Gummidichtungen erreicht werden, ist mehrfaches Öffnen unter Umständen schädlich und kann die IP-Schutzklasseneinstufung gefährden. Beim Wechseln des Leuchtmittels muss deswegen sehr sorgfältig gearbeitet werden, brüchige Dichtungen sind unbedingt zu ersetzen. Das trifft auch für eventuell verwendete Abzweigdosen zu. Alle Zuleitungen sollten außerdem mit so genannten Fl- Schaltern abgesichert sein. Diese Fehlerstromschutzschalter verhindern, dass man einen Stromschlag bekommt, wenn eine Leitung defekt ist. Die üblichen Gerätesicherungen schalten erst bei einem Fehlerstrom von 2-10 A (Ampere) ab. Eine normale Haushaltssicherung spricht sogar erst bei Strömen über 13-16 A an. Für den Menschen sind aber bereits Ströme ab 50 mA gefährlich. Deswegen haben die Fl-Schalter einen Abschaltstrom von 30 mA (0,03 A) oder weniger und eine Ansprechzeit von maximal 0,2 s. Das gibt die notwendige Sicherheit, wenn etwa einmal eine Installation falsch durchgeführt wurde oder doch nicht wasserdicht ist. Allerdings gilt, dass selbst bei Vorliegen eines Fl-Schalters Geräte - also auch Leuchten - mit einer Nennspannung über 24 V (Niedervolt) nicht im schwimmteich eingesetzt werden dürfen. Ungefährlich und deshalb besonders gut für Unterwasserleuchten, selbst im Schwimmteich, zu verwenden sind Niederspannungslampen, die über einen Trafo gespeist werden. Natürlich muss der Trafo mit seinem Anschluss in einem geschützten Gehäuse untergebracht werden, damit von ihm keine Gefahr ausgeht. Hier reicht aber eine spritzwassergeschützte Ummantelung. Auch die vielfältig im Handel erhältlichen Solarleuchten sind ungefährlich, weil sie ebenfalls mit Niederspannung arbeiten. Allerdings sind diese nach meinen Erfahrungen meistens nicht lange haltbar. Da lohnt es sich vielleicht, zu Beginn etwas mehr in ein leistungsstärkeres System zu investieren. Auch müssen die Solarzellen immer nach Süden ausgerichtet und regelmäßig vorsichtig gereinigt werden.

Dimmer und Zeitschaltuhr

Wenn man sich nicht von vornherein im Klaren ist, welche Beleuchtungsstärke am günstigsten wirkt, kann es vorteilhaft sein, Lampen mit Dimmer zu verwenden. Ob man Beleuchtungen von Hand oder automatisch, z.B. durch Dämmerungsschalter oder Bewegungsschalter, einschaltet, ist Ansichtssache bzw. von ihrer Funktion abhängig und kann unterschiedlich angewendet werden. Es gibt heute auch Steckdosenleisten speziell für den Gartenbereich, die eine per Fernbedienung (Funk) steuerbare Zeitschaltuhr enthalten und besonders dafür geeignet sind, die Lichttechnik (und natürlich auch weitere Technik wie Wasserspiele oder Fontänen) nur dann einzuschalten, wenn man etwas davon hat, also etwa auf der Terrasse sitzt oder sich im Sichtbereich aufhält. Wegen der heutzutage nicht zu unterschätzenden Strompreise ist es auch wichtig, sich für sparsame Beleuchtungskörper zu entscheiden. Wenn möglich, sollte man Sparbirnen oder LED-Lampen (für Niederspannung) einsetzen. Weiterhin kommen Glühlampen, Halogenlampen und Leuchtstofflampen in Frage. Großräumige Ausleuchtungen erreicht man mit Metalldampflampen, Natrium-Xenon-Lampen, Natriumdampf-Hochdruck und Natriumdampf-Niederdrucklampen. Gerade die besonders leuchtstarken unter ihnen verbrauchen nicht nur besonders viel Strom, sondern enthalten oft auch Schwermetalle wie Quecksilber. Ausgebrannte Leuchtmittel müssen daher gesondert entsorgt werden und sind Sondermüll.

Farbe

Zum Erreichen bestimmter Farbeffekte können farbige Lampen verwendet werden. Hier hat sich seit einigen Jahren die LED-Technik durchgesetzt. LED steht für light emitting diodes (Licht emittierende Dioden), meist kurz als Dioden bezeichnet. In den letzten Jahren wurden sie immer leuchtkräftiger und selbst weiße Dioden, lange ein Problemkind, sind inzwischen preiswert und leuchtstark erhältlich. Vielleicht sind die Farbeffekte, nicht jedermanns Geschmack, aber dieser ist eben verschieden. Wer es schön findet, hat jedenfalls eine große Auswahl an Lichtelementen mit Dioden, manchmal sogar bereits computergesteuert, zur Verfügung.

Schlussbetrachtung

Dieser kurze Beitrag kann natürlich , nicht umfassend sein. Ich wollte nur Anregungen geben und würde mich freuen, wenn sich mehr Gartenfreunde für eine dekorative Gartenbeleuchtung entscheiden. Ich wünsche viel Erfolg und Freude dabei.


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