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Seidenraupen- ein beliebter Koisnack

Inhaltsverzeichnis

 


Die hellgrauen bis bräunlichen, manchmal auch dunkelgrauen Larven des Seidenspinners (Bombyx mori) werden Seidenraupen genannt. Wenn sie sich verpuppen, spinnen sie sich mit einem langen, ununterbrochenen, bis 900 m langen sehr dünnen Faden in weiße Kokons ein. Aus diesen Kokons des flugunfähigen Nachtschmetterlings wird Naturseide gewonnen, aber Seidenraupen haben noch einiges mehr zu bieten.

 

Was fressen Seidenraupen?

Der Schmetterling heißt nach der Lieblingsspeise der Raupen auch Maulbeerspinner. "Lieblingsspeise" ist hier allerdings vielleicht der falsche Ausdruck - Seidenraupen fressen ausnahmslos Maulbeerblätter, sie akzeptieren keinerlei anderes Futter.

 

Kleiner Exkurs über den Maulbeerbaum

Maulbeerblätter sind insbesondere in der Garnelenzucht ein ausgesprochen beliebtes Zusatzfutter, weil sie vor wertvollen Inhaltsstoffen nur so strotzen. Das nährstoffreiche Maulbeerlaub enthält unter anderem Kalzium, Vitamine und Provitamine (darunter Carotinoide), sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Gerbstoffe und Flavonoide, die gesundheitsfördernd wirken können. In der Volksmedizin gilt die Maulbeere als entzündungshemmend, fiebersenkend und blutreinigend. Sie wird schon seit dem Mittelalter medizinisch genutzt. Man könnte Maulbeerblätter als echtes Superfood bezeichnen.

 

Sind Seidenraupen genießbar?

Da sich Seidenraupen ausschließlich von diesen pflanzlichen Powerpaketen ernähren, sind sie ebenfalls ausgesprochen wertvoll für die Ernährung anderer Tiere und auch von Menschen. In Seidenanbaugebieten in Asien sind die Puppen von Seidenraupen sogar Teil der menschlichen Nahrung. In Korea werden sie als proteinreiche Delikatesse geschätzt, und in der traditionellen chinesischen Medizin werden sie gegen diverse Krankheiten verwendet.
In der Aquaristik und ganz besonders für Teichfische und in der Koizucht werden ganze Seidenraupenpuppen gerne verfüttert. Gemahlene Seidenraupenpuppen stellen des Weiteren auch eine wertvolle Alternativ zu Fischmehl dar und werden daher gerne in Futtermitteln verwendet.

 

Was macht Seidenraupen so wertvoll?

Seidenraupenpuppen enthalten einen hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren wie Glycin und Tyrosin. Diese Eiweiße können insbesondere von Koi, Karpfenfischen wie Goldfischen und allen anderen Insekten fressenden Teichfischen und Aquarienfischen entsprechender Größe optimal verwertet werden. Des weiteren sind Seidenraupen reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie enthalten auch Chitin, das wichtige Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung liefert. Dank der wertvollen Maulbeerblätter, mit denen sie ernährt werden, enthalten Seidenraupen des weiteren einen hohen Anteil von Mineralien und Carotinoiden.

 

Positive Auswirkungen von Seidenraupenpuppen

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Seidenraupenpuppen sind ein offenes Geheimnis japanischer Koizüchter. Sie unterstützen den gesunden Stoffwechsel der Koi und anderen Teichfische und Aquarienfische und stärken dadurch das Immunsystem. Die Intensität der Farben wird deutlich verbessert, und die Fische wirken glänzend und gesund. Auch die Leberfunktion der Koi kann gefördert und unterstützt werden. Die Fische wachsen besser und ihre Farbenpracht wird deutlich unterstützt.

 

Seidenraupen für welche Fische?

Koi, Goldfische und andere Karpfenfische lieben Seidenraupen. Aber auch alle anderen Fische, die sich in der Natur zumindest zum Teil von Insektenlarven ernähren, können von Seidenraupenpuppen als Zusatzfutter enorm profitieren.

Auch für Aquarienfische lassen sich die wertvollen Seidenraupen gut nutzen. Die gefriergetrockneten Puppen lassen sich ganz leicht in kleinere Stücke zerteilen. Viele Fische ernähren sich in ihren natürlichen Habitaten zu einem mehr oder weniger großen Teil von Insektenlarven - Seidenraupenpuppen fallen genau in dieses Nahrungsspektrum und stellen daher auch für unsere Aquarienfische eine wertvolle, gesunde und nahrhafte Futterergänzung dar.

Fütterungsempfehlung

Sobald die Temperatur des Wassers im Gartenteich 16 °C übersteigt, kann man mit der Fütterung der Teichfische beginnen.

Seidenraupenpuppen können Sie bis zu 30% der Gesamtfuttermenge verfütterm, sie eignen sich aber genauso gut auch als als Leckerbissen für Ihre Koi, Goldfische und anderen Teichfische und ebenfalls auch für Aquarienfische.

Da die Puppen gefriergetrocknet sind, können Sie sie für bessere Verdaulichkeit vor dem Verfüttern für ca. eine halbe Stunde in warmem Wasser einweichen.

Seidenraupen sind ein sehr energiereiches Ergänzungsfutter. Sie können das Hauptfutter für Ihre Teichfische nicht ersetzen und sollten nicht in zu großen Mengen zugefüttert werden.

 

Woher kommen die Seidenraupen?

In der Natur können Seidenraupen nicht überleben. Sie sind insbesondere Temperaturschwankungen gegenüber ausgesprochen empfindlich. Bei Seidenraupenpuppen handelt es sich daher ausschließlich um gezüchtete Tiere aus der Seidenproduktion. Die Puppen in den Kokons werden durch heißen Dampf abgetötet, bevor sie schlüpfen, damit der Seidenfaden abgespult werden kann. Schlüpfende Seidenspinner würden sich durch den Kokon beißen und dadurch den langen Faden zerstören. Seidenraupenpuppen fallen daher bei der Seidenproduktion ohnehin an, für dieses Futter werden keine Tiere extra getötet.

Frisch abgekochte Seidenraupenpuppen sind nicht lange haltbar, daher werden sie gefriergetrocknet und dadurch über lange Zeit lagerfähig gemacht.


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