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Schutz für unsere Fische

Wirksame Maßnahmen zur Reiherabwehr

Mehr als ärgerlich: Da hat man sich gerade einige schöne Goldfische, vielleicht sogar teure Koi gekauft und eines Tages sind die weg. Einfach verschwunden. Erst wird gerätselt, dann spricht man mit anderen Teichbesitzern oder sieht sogar den Übeltäter auf seinen Patrouillenflügen: Der Graureiher war´s. Wie aber vergrämt man ihn, ohne ihn verbotenerweise zu verletzen?

Denn wir dürfen nicht vergessen: Der Graureiher steht bei uns unter Artenschutz. Ähnlich wie der Komoran war er vor 25 Jahren am Rande des Aussterbens. Diese beiden Arten erholten sich dann aber stärker, als es vielen Fischhaltern lieb war, und gerade der Graureiher hat sich selbst in städtischen Siedlungen mit Vorgärten geradezu drauf spezialisiert, über die Gärten zu patrouillieren und die Fische zu fressen bzw. die größeren zu verletzen. Mit flachen Ufern machen wir es ihm auch einfach, an die begehrte Beute zu gelangen. Was können wir also tun? Denn der Graureiher aus Plastik erweist sich meist als wirkungslos.

Zäune und Drähte

Natürlich dürfen wir ihm keine leichte Ladenmöglichkeit sowie Einstiege bieten. Dazu sind vor allem über das Gewässer gespannte Drähte wirkungsvoll - sehen aber nicht gut aus. Gleiches gilt für viele Zäune. Relativ diskret sind da noch Elektrozäune, die speziell als Teichschutz angeboten werden.

Graureiher austricksen

Eine relativ trickreiche Art, den Reiher auszutricksen, besteht darin, ihn zwar kommen, aber auch frustriert wieder fliegen zu lassen. Dazu werden künstliche Goldfische oder Koi, die inzwischen von mehreren Firmen in genau der richtigen Größe angeboten werden, dicht unter der Wasseroberfläche, am Faden angehängt, an Stellen angebracht, die der Reiher bevorzugt anfliegen würde. Er hackt dann auf die vermeintlich leichte Beute, die jedoch immer wieder abtaucht. Nach einigen Versuchen wird er frustriert das Weite suchen. Diese Lösung ist nicht hundertprozentig sicher, aber preiswert.

Selbstbaulösung

Gartenteich - Leser Wolfgang Borchardt hat uns seine preiswerte Eigenbaulösung vorgestellt. Dazu braucht man einen Bewegungsmelder (Reichweite 11 m) muss auf Tagbetrieb einschaltbar sein, das kürzeste Schaltintervall sollte bis 15 Sekunden liegen. Der Bewegungsmelder wurde am Haus angebracht und löst aus, sobald sich etwas dem Teich nähert. Ist es ein Mensch - schön, die Fontäne läuft. Ist es ein Reiher, wird er durch die plötzliche Bewegung erschreckt. W. Borchardt hat bereits mehrfach beobachtet, wie der Graureiher auf der Freifläche vor dem Teich zur Landung ansetzte, die Flügel noch nicht angelegt hatte, als die Fontäne ansprang, und der Vogel dann laut schreiend abstrich. Wen die Fontäne stört, etwa bei der Gartenarbeit, sollte einen Schalter zum Ausschalten einbauen, aber mit Warnlampe, damit man sieht, ob die Fontäne scharf geschaltet ist. Kleinere Vögel und Katzen lösen die Anlage übrigens nicht aus. Dazu müsste man sie empfindlicher einstellen.
Diese Lösung eignet sich nur für kleinere Teiche bis etwa zehn Quadratmeter Oberfläche. In größeren Teichen kann man natürlich mehrere dieser Systeme installieren, das wird dann etwas aufwändiger, sieht aber auch schöner aus.

Profilösungen

Wer sich nicht so viel Arbeit machen möchte (wobei es nicht viel ist) oder einen größeren Teich hat, der kann eine der Profilösungen verwenden, die im Fachhandel angeboten werden. Beim Reiherschreck etwa wird ein Wasserschlauch angeschlossen. Auch hier ist ein Bewegungsmelder integriert. Nähert sich ein potenzieller Feind, wird ein kräftiger Wasserstrahl über den Teich geschossen, der nicht nur Reiher, sondern auch Katzen abschreckt.
Nachteil ist, dass immer ein Wasserschlauch angeschlossen werden muss. Deswegen bringt Velda 2009 einen neuen Reiterschreck auf den Markt. Neben dem Bewegungsmelder ist eine Blitzeinrichtung integriert, die ausgelöst wird, sobald sich etwas dem Teich nähert. Zusätzlich kann man über einen Drehschalter eine Option einstellen, damit gleichzeitig Greifvogelschreie ausgestoßen werden. Dieses veranlasst den Graureiher nach Firmenangaben zur sofortigen Flucht, wobei meist schon die Blitze reichen. Das Gerät braucht deswegen auch nur einen Stromanschluss und hat gegenüber dem vorher beschriebenen Reiherschreck mit Wasser den Vorteil, dass es auch problemlos in der kalten Jahreszeit betrieben werden kann.

 

Weitere Lösungen

Auf dem Markt sind auch noch weitere Lösungen, z.B. Systeme mit schwimmenden Spiegeln. Leser, die mit diesen Geräten Erfahrungen gemacht haben oder andere Lösungen gefunden haben, können darüber einen Bericht an die Gartenteich- Redaktion senden, gerne mit Bild. Schließlich ist es unser Interesse, dass unseren Fischen nichts passiert.




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