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Sonnenhüte für den Gartenteich

Die gelben Sonnenhut-Arten bringen den Sommer auch an den Gartenteich

Die Farbe Gelb ist im Gartenteich reicht sonderlich selten. Wer einige gelbe Farbakzente nicht nur im Teich oder direkt noch im feuchten Teichrand setzen will, hat eine größere Auswahl. Um ein Ton-in-Ton-Aussehen hinzubekommen, wird dann natürlich auch eine gelbe Staudenpflanze für den Teichrand gesucht. Viele davon sind jedoch relativ starkwüchsig und erfordern viel Pflegeaufwand. Hier kommen die Sonnenhüte ins Spiel, denn sie sind gut für diesen Zweck geeignet. Den ganzen Sommer lang und weit in den Herbst hinein stehen die kleinen Sonnen am Teichrand und erfreuen uns mit ihren zahlreichen und kräftig gelb gefärbten Blüten. Die Auswahl ist zudem noch groß, die Beschaffung nicht schwer. Und nicht alle sind gelb! Mit über 20.000 Vertretern gehören die Korbblütengewächse, als Asteraceae oder Compositae bezeichnet, zu den artenreichsten Familien des Pflanzenreiches. Bei den meisten dieser Arten handelt es sich um krautige Pflanzen, die sich in allen Erdteilen ansiedelten. Wie es bereits der Populärname dieser Pflanzenfamilie verrät, haben sich die Einzelblüten zu kleinen ,,Körbchen" formiert. Trotz ihrer Artenvielfalt sind diese Pflanzen am Gartenteich noch unterrepräsentiert. Das ist sicherlich Grund genug, einmal auf Korbblütler wie beispielsweise die aus Nordamerika stammenden Sonnenhüte hinzuweisen, die bislang nur selten in Teichnahe platziert werden. Alle Sonnenhüte, von denen es 15 Arten sowie viele Sorten gibt, fühlen sich auf etwas lehmhaltigen, stets leicht feuchten Bodensubstraten, die einen schwach saueren pH-Wert aufweisen, am wohlsten.

Ein Pflanze mit einer fast 400-jährigen Geschichte

Der Schlitzblättrige Sonnenhut, Rudbeckia laciniata, gelangte etwa um 1620 nach Europa, wo er sich in der Folge schnell als Gartenzierpflanze etablierte. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts liegen erste Nachweise über die Verwilderung vor, der sich vor allem an den Ufern von Fließgewässern ansiedelte. Die in vielen Gebieten Mitteleuropas vorherrschenden Umweltbedingungen sagten dieser Pflanze so gut zu, dass sie sich in der Folgezeit immer weiter ausbreitete. Heute trifft man den Schlitzblättrigen Sonnenhut nicht nur an den Ufern vieler fließender und stehender Gewässer, sondern auch immer häufiger in Auenlandschaften sowie auf feuchten Wiesen. Allerdings wird die ursprüngliche Wildform des Schlitzblättrigen Sonnenhuts gegenwärtig nur noch recht selten gepflegt. Stattdessen erfreuen sich die gefüllt blühenden Zuchtformen, wie etwa die Sorte 'Goldball', einer ständig wachsenden Beliebtheit.

Wuchs und Standort

Der Schlitzblättrige Sonnenhut erreicht normalerweise eine Höhe von zwei Metern, in Ausnahmefällen auch einmal von bis zu drei Metern und eignet sich deshalb vor allem zur Seiten- und Hintergrundbepflanzung von größeren Teichen. Wie alle Vertreter der Gattung Rudbeckia bevorzugt auch diese Art einen vollsonnigen Standort, der mindestens 10 cm vom Spülsaum des Teichs entfernt sein sollte. Um eine gute optische Wirkung zu erzielen, sollte der Schlitzblättrige Sonnenhut möglichst in strauchähnlichen Beständen gepflegt werden, die einen Durchmesser von mindestens einem halben Meter haben. Von Juli bis September erscheinen die an den Enden der leicht verzweigten Stängel einzeln stehenden Blüten. Sie setzen sich aus einem Kranz hellgelber Strahlenblätter zusammen, die eine hellgelblichgrüne Scheibe umgeben, welche sich kegelförmig nach oben wölbt. Eine Vermehrung des Schlitzblättrigen Sonnenhuts kann sowohl durch Aussaat als auch Teilung der Wurzeln erfolgen. Die beste Zeit für die letztgenannte Vermehrungsmethode ist das zeitige Frühjahr.

Ein Sonnenhut, der sich auch für kleinere Teiche eignet

Eine relativ häufig gepflegte Art, von der inzwischen auch zahlreiche Zuchtformen existieren, ist der Raue oder Rauhaarige Sonnenhut, Rudbeckia hirta. Bei der Wildform handelt sich dabei um eine zweijährige Staude, deren Blühphase, genau wie beim Schlitzblättrigen Sonnenhut, im Juli beginnt, aber unter optimalen Umweltbedingungen bis in den Oktober hinein andauern kann. Außerdem zeigen seine Strahlenblätter, die eine sich stark hervorwölbende schwarzbraune Scheibe umschließen, ein kräftigeres Gelb. In Abhängigkeit von der jeweiligen Sorte erreichen Exemplare des Rauen Sonnenhuts Wuchshöhen zwischen 30 und 90 cm. So wird beispielsweise die Sorte 'Toto' bis 50 cm hoch, während `Becky Mixed’, deren Strahlenblätter eine gelbe, orange und rote Färbung aufweisen können, deutlich kleiner bleibt Allerdings ist `Becky Mixed', genau wie die meisten anderen kleinwüchsigen Rudbeckia hirta-Züchtungen, nur einjährig. Das kann jedoch auch ein Vorteil für Teichliebhaber sein, die jedes Jahr Teile des Uferpflanzenbestands verändern möchten, um dadurch ihrem Gartenteich ein neues Aussehen zu verleihen.

Noch eine Art für kleinere Teiche

Beim Prächtigen Sonnenhut, Rudbeckia fulgida, handelt es sich um eine bis zu einen Meter hohe Staude, die dazu neigt, dichte, horstartige Bestände zu bilden. Sowohl die herzförmig zugespitzten ; Grundblätter als auch die ovallanzettlichen Stängelblätter dieser Pflanze zeigen eine dunkelgrüne Färbung sowie eine schwache Behaarung. Die oftmals über
10 cm Durchmesser erreichenden Blüten erscheinen von August bis Oktober. In ihrer Gesamterscheinung ähneln die Blüten von züchterisch unbearbeiteten Exemplaren denen des Schlitzblattngen Sonnenhuts noch recht stark. Dagegen sind bei manchen Zuchtformen, wie etwa bei der bis 60 cm hoch werdenden Rudbeckia fulgida var. sullivantii `Goldsturm', die Strahlenblätter nicht nur deutlich breiter, sondern auch kräftiger gefärbt.

Eine völlig andere Blütenfärbung

Während die Strahlenblätter der bisher vorgestellten Rudbeckia-Vertreter zumeist eine mehr oder weniger intensive Gelbfärbung aufweisen, trifft das auf ihren nahen Verwandten, den Roten Sonnenhut, Echinacea purpurea (für den auch noch das wissenschaftliche Synonym Rudbeckia purpurea sehr gebräuchlich ist), nicht zu. Es handelt sich dabei um eine bis zu 1,2 m hoch werdende Staude, deren 10 cm Durchmesser erreichende Blütenköpfe zwischen Juli kund September erscheinen. Aufgrund ihrer relativ schwach beblätterten Stängel sollte diese Pflanze vorzugsweise als buschähnlicher Bestand kultiviert werden. Vom Roten Sonnenhut gibt es ebenfalls zahlreiche Zuchtformen, von denen vermutlich "White Swan' am bemerkenswertesten ist, weil sie reinweiße Blüten hervorbringt. Wie auch für alle anderen Sonnenhutarten besteht die beste Pflege für den Roten Sonnenhut darin, dass man ihn weitgehend in Ruhe lässt. Lediglich im Frühjahr kann man etwas Mulch an seinem Standort ausbringen, um dadurch ein schnelleres Austrocknen des Bodens zu verhindern.

Arten, die oft mit Sonnenhutvertretern verwechselt werden

Aufgrund ihres ähnlichen Wuchses sowie ihrer Blutenform werden oft einige andere Korbblütengewächse, beispielsweise die Kompasspflanze (siehe hierzu Gartenteich 3/2004), die Sonnenbraut, Helenium autumnale, und die Telekie, Telekia speciosa, mit Sonnenhutvertretern verwechselt. Für Gartenteichfreunde dürfte dabei allerdings nur die Telekie von besonderem Interesse sein, weil sie sich ebenfalls auf feuchten Böden wohlfühlt und somit als potenzielle Uferpflanze in Betracht kommt. Bei der Telekie handelt es sich um eine bis zu zwei Meter hoch werdende Staude, die sonnige, nährstoffreiche Standorte mag und deren natürliches Verbreitungsgebiet sich von Südosteuropa bis nach Vorderasien erstreckt. Nach Mitteleuropa wurde sie ursprünglich nur als Zierpflanze importiert. Es dauerte aber gar nicht lange, bis die ersten Exemplare verwilderten und sich dauerhaft an den unterschiedlichsten Standorten, beispielsweise in Hochstaudenfluren, ansiedelten. Bei genauerer Betrachtung der Telekien stellt man allerdings schnell Unterschiede zu den Sonnenhutarten fest. So sind die Strahlenblätter der Telekie nicht nur wesentlich dünner, sondern wirken auch immer ein wenig „ausgefranst". Außerdem unterscheiden sich auch die Laubblätter ganz deutlich voneinander. Sie sind - im Unterschied zu den mehr oder weniger lanzettlichen Blättern der Sonnenhüte - bei der Telekie nicht nur wesentlich größer, sondern weisen auch eine annähernd herzförmige Gestalt auf.


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