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Teichpflege im Frühjahr

Vorbereitungen zum Saisonstart

Es sind nur kleine, über das Jahr verteilte Pflegemaßnahmen, die notwendig sind, um einen Teich in Schuss zu halten. Mit dem Frühjahrserwachen beginnen auch die ersten Arbeiten. Beim Vogelgezwitscher, mit Gummistiefel und Schere ausgerüstet, sind Arbeiten im Wassergarten eine interessante Abwechslung, verglichen mit Rasen mähen oder Umgraben.

Zurückschneiden im März

Beim Teich rächt es sich mehr als an anderen Stellen im Garten, wenn man gegen die Natur arbeitet. Deshalb bleiben die toten, braunen Stängel der Wasserpflanzen bis ins Frühjahr stehen. Sie dienen vielen Wassertieren als Überwinterungsquartier und schützen vor Frost. In die hohlen Halme könnte nach einem herbstlichen Rückschnitt Wasser eindringen, das beim Frieren die ansonsten winterharten Pflanzen in ihrem Inneren schädigt. Außerdem halten Sumpf- und Wasserpflanzen mit diesen hohlen Stängeln den Gasaustausch zwischen dem Teichwasser und der Luft aufrecht, auch durch eine geschlossene Eisdecke. Ab Ende März, bevor die Pflanzen neu auszutreiben beginnen, können die toten Reste des Vorjahres dann guten Gewissens zurückgeschnitten werden. Viele Gärtner brennen ja schon darauf, etwas zu tun. Am besten eignet sich dafür eine normale Gartenschere. Die Stängel werden knapp oberhalb der Wasseroberfläche abgeschnitten. Meist befinden sich noch faulige Blätter und Stängel in der Sumpfzone. Durch konsequentes Entfernen aller abgestorbenen, braunen Pflanzenteile sammelt sich nicht zu viel organisches Material an, das faulen kann und Nährstoffe ins Wasser einbringt.

Teilen und Dezimieren

Um des dichten Dschungels im Ufergürtel Herr zu werden, bietet sich an, im Frühjahr etwas auszulichten. Teilen ist dabei praktische und einfach. Ältere, groß gewordene Wurzelstöcke werden mithilfe von Spaten und Gartenschere vorsichtig geteilt und an anderer Stelle eingesetzt. Eingetopft und unter Wasser stehend können sie auch außerhalb des Teichs einige Wochen bis zur Bewurzelung warten. Binsen und einige andere Wasserpflanzen entwickeln ein sehr starkes, eng verwobenes Wurzelgeflecht. Eine Teilung ist möglich, jedoch sehr mühsam. Bei Seerosen ergibt sich ein anderes Problem: Ihre Rhizome befinden sich weit unter der Wasseroberfläche, sodass eine Teilung nur schwer möglich ist, ohne den Wasserspiegel abzusenken. Bei allen Arbeiten mit scharfen, spitzen Gegenständen wie Schere und Spaten sollten Sie besonders gut aufpassen, dass die Folie nicht beschädigt wird. Bekommen Sie selbst geteilte Pflanzen geschenkt, so ist eine gewisse Skepsis angesagt. Versuchen Sie bei geschenkten Pflanzen herauszufinden, um welche Pflanze es sich handelt, denn oft werden gerade die arg wuchernden Pflanzen weitergegeben, weil sie ohnedies immer wieder dezimiert werden müssen. Hände weg von Igelkolben, Süßgras, Rohrkolben oder anderen Wucherern in kleinen Teichen.

Vielfalt erhalten

Nimmt man nach einigen Jahren den anfänglichen Pflanzplan her, so wird man feststellen, dass sich viele der ursprünglichen Arten längst verabschiedet haben. Vielleicht sind andere auch von selbst zugewandert. Die Tendenz in vielen Teichen geht eindeutig dahin, dass sich starkwüchsige Pflanzen behaupten und ihre dichten Bestände immer größer werdende Monokulturen sind. Eine natürliche Dynamik mit Austrocknung oder Überflutung, die das durchbrechen könnte und wieder neue Nischen und damit größere Vielfalt schafft, fällt beim „zahmen" Teich weg. Hier setzt die Pflege an: dichte, robuste Pflanzbestände nach Jahren stark verkleinern und gleichzeitig neue Arten einbringen. Im Frühjahr ist die beste Gelegenheit dazu.

Eingrenzen

Was tun gegen Wucherer? Allzu hartnäckiger Ausbreitungsdrang lässt sich durch das Pflanzen in rundum geschlossenen, robusten Gefäßen eindämmen. Im zeitigen Frühjahr muss man wenigstens nur gegen Wurzel- und Rhizommassen, aber nicht gegen Blätterberge ankämpfen. Rohrkolben, Kalmus, Zypernsegge oder andere Wucherer können jetzt ausgegraben und neu in Gefäße (Gitterkörbe, Betonringe etc.) verpflanzt werden. Der Nährstoffvorrat ist dann aber begrenzt und führt irgendwann zu einem traurigen Kümmerwuchs der darin einge sperrten, Nährstoff liebenden Pflanzen. Gelochte Gefäße oder Pflanzkörbe bieten einen gewissen Nachschub, hindern aber Ausläufer nicht, sich hindurch und in alle Richtungen zu bewegen.

Fehlt was?

Einige Wasserpflanzen treiben spät aus, manche erst Anfang Mai. Erst jetzt lässt sich feststellen, ob alle Pflanzen den Winter überlebt haben. Gerade bei den besonders schönen Arten wie Hechtkraut oder Blumenbinse zeigt sich, dass sie manchmal empfindlich gegen Frost sind. Damit die entstandenen Lücken nicht von anderen Pflanzen erobert werden, sollten solche Löcher in der Vegetation wieder rasch mit den fehlenden Arten geschlossen werden. Im Mai können Wasserpflanzen beim Kauf auch viel besser beurteilt werden. Nach dem Austrieb sieht man gleich, ob sie von kräftiger Statur sind oder kümmerlich, weil sie zu lange im Topf gestanden haben.

Teichpflege rundum

Sind die Stauden in den Beeten, die außerhalb des Teichs gepflanzt wurden, in gutem Zustand? Bodenlockerung durch eine Harke, eventuell Rückschnitt verdorrter Pflanzenteile oder eine Düngergabe mit Kompost sind gewöhnlich die Arbeiten, die im Frühjahr anfallen. Später kommt das Entfernen frisch aufgegangenen Unkrauts oder das Abdecken mit Rinde oder einem anderen geeigneten Material wie Flachs hinzu. Entstandene Lücken durch winterliche Ausfälle lassen sich mit frischen Pflanzen auffüllen.

Pumpen und Steg

Mit dem Start in die neue Gartensaison müssen auch alle Einbauten wie Skimmer, Unterwasserscheinwerfer oder Pumpen überprüft bzw. bei nicht winterfesten Pumpen auch neu angeschlossen werden. Viele Tauchpumpen sind frostfrei (in einem Kübel voll Wasser) zu überwintern und können am Beginn der Saison wieder eingebaut werden. Auch sollte man den Steg auf schadhafte Stellen untersuchen. Häufig zeigt sich erst im Frühjahr, wenn das Holz richtig abtrocknen kann, wo sich Holzspäne abheben. Mit einem feinen Schmirgelpapier lassen sie sich gut abschleifen. Dem Barfußgehen steht nun nichts mehr im Wege.

Ränder kontrollieren

Von Zeit zu Zeit sollte man rund um den Teich genau nachsehen, ob die Kapillarsperre noch intakt ist. Frisch aufgeschüttete Böschungen setzen sich noch, der Teich bekommt so einen ungeplanten Überlauf. Vor allem über Winter sind solche Setzungen häufig. Nicht allein das Auslaufen des Teichs kann zum Problem werden, sondern auch eindringendes Hangwasser. Es bringt nach starkem Regen Erde mit und schwemmt unnötig Nährstoffe ein. Bei dieser Gelegenheit können auch abgerutschte Böschungen im Vegetationsbereich bereinigt werden. Besser als den Kies zwischen den Pflanzen wieder hochzurechen ist es, gleich von oben neuen anzuschütten, bis keine Folie mehr zu sehen ist.

Kein Frühling ohne Algen

Sie sind das Problem Nummer eins im Teich und verursachen viel Arbeit. Ein gewisser Algenbesatz ist normal und bildet die Nahrungsgrundlage für viele Teichlebewesen. Wasserlebensräume sind komplexe Systeme, daher gibt es da keine einfachen Mittel. Abkeschern und Kompostieren sind immer noch die gängigsten Pflegemaßnahmen bei Teichen. Fadenalgen lassen sich auch gut mit einem rauen Besenstil wie Zuckerwatte einrollen und entfernen.

Schlamm absaugen

Es gibt 20 Jahre alte Teiche, bei denen bis heute nur wenige Male Schlamm ab gesaugt werden musste. Doch bei den allermeisten Teichen und Schwimmteichen hat sich ein jährlicher „Service" bewährt. In größeren Teichen, speziell Badeteichen, kann man einen Schlammsauger verwenden oder eine Fachfirma damit beauftragen. Nach der Arbeit muss der entstandene Wasserverlust wieder ausgeglichen werden. Was sie nicht entfernen sollten, ist der bräunlich grüne Biofilm, der Steine und andere Oberflächen unter Wasser überzieht. Er ist nichts anderes als ein Aufwuchs sesshafter Mikroorganismen, der für die effiziente Wasserreinigung enorm wichtig ist. Eine gute Vorbereitung in anderen Teichen ist der Einsatz des Teichschlammentferners aus dem Fachhandel.

Wartung von Filtern und Pumpen

Erwärmt sich das Wasser im Frühjahr, so herrschen auch für die unerwünschten Fadenalgen ideale Bedingungen, sich optimal zu entwickeln. Das vermehrte Algenwachstum führt dazu, dass Teichfilteranlagen häufig auf ihre Funktion hin kontrolliert werden müssen. Tritt starkes A|genwachstum auf, hilft nur ein Abkeschern oder Aufrollen am rauen Holzstab. Die Algen können übrigens ganz normal kompostiert werden.


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