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Teichschlamm aus dem Gartenteich entfernen

Ob Sie nun eine Servicefirma beauftragen oder selbst Hand anlegen: Vor allem Schwimmteiche müssen jährlich ein, besser zweimal abgesaugt werden. Für viele eine eher lästige, ungeliebte Tätigkeit, macht manchen die Arbeit allerdings richtig Spaß. An einem sonnigen, heißen Tag spricht auch nichts gegen eine kurze Abkühlung. Auch wenn das Ergebnis Ihrer Bemühungen im aufgewühlten Wasser, nicht gleich sichtbar wird: Der Teich dankt es Ihnen schon nach kurzer Zeit mit einem schönen, deutlich klareren Wasser.

Warum Absaugen?

Regenwasser, Pollen, Staub, Blätter, Insekten - in einem Teich kommt viel an Nährstoffen hinein, aber nur wenig von selbst wieder heraus. Dank der sich ansammelnden Nährstoffe engen üppig, wachsenden Pflanzen mit den Jahren die freie Wasserfläche ein, am Grund bildet sich Schlamm, die Verlandung schreitet immer weiter voran. Für eine dauerhaft gute Teichwasserqualität muss man den natürlichen Prozess aufhalten bzw. verlangsamen und ein Gleichgewicht zwischen Nährstoffeintrag und austrag finden. Die Minimierung der Zufuhr und das Abführen organischer Substanz (Schlamm, tote Pflanzenteile, Fadenalgen usw.) gehören daher zu den wichtigsten Pflegearbeiten rund ums Jahr. Der bräunlich grüne Belag, der Steine wie auch andere Oberflächen im Vegetationsbereich überzieht, ist nichts anderes als ein Biofilm. Er besteht aus nützlichen Mikroorganismen und ist wichtig für die Wasserreinigung. Er sollte daher nicht entfernt werden.

Wie häufig?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht ganz einfach beantworten, da jeder Teich ganz unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt ist und sich daher auch spezifisch entwickelt. Es gibt 20 Jahre alte Schwimmteiche, bei denen bis heute nur wenige Male Schlamm abgesaugt werden musste. Die Schicht aus pflanzlichen Abbauprodukten und abgesetzten Schwebstoffen, die sich am Boden gebildet hat, ist gering genug, um beim Baden nicht zu stören. Und es kommt dank einer ausgeglichenen „Bilanz" im Teich kaum mehr etwas dazu. Doch bei den allermeisten Schwimmteichen hat sich ein jährlicher „Service" bewährt. Bei einem Schwimmteich von 100 m2 Größe dauert das Absaugen ca. einen halben Tag, bei kleineren Teichen entsprechend weniger.

Bester Zeitpunkt

Bei Badeteichen bietet sich das Absaugen vor und nach der Badesaison an. Ende April oder Anfang Mai ist das Wasser zwar noch nicht ganz warm, kann jedoch problemlos barfüßig und mit kurzer Hose durchwatet werden. Gerade im Frühjahr kommt es nach dem ersten Pollenflug manchmal zu einem massiven Algenaufkommen. Einerseits lassen sich bequem durchs Laubnetz geschlüpfte, abgesunkene Blätter aus Herbst und Winter absaugen, andererseits die neu aufkommenden Algen gleich von Beginn an dezimieren. Im Herbst wäre es vor allem bei stark frequentierten Badeteichen ein Vorteil, den Schimmbereich gründlich abzusaugen, um nicht unnötig Nährstoffballast für das nächste Jahr anzusammeln. Sollte es notwendig sein, den Schwimmteich mitten im Jahr abzusaugen, so muss vor allem bei intensiver Nutzung in der Badesaison darauf geachtet werden, eine Badepause vor dem Absaugen einzulegen. Erst nach Tagen setzen sich die durch das Schwimmen aufgewühlten, frei im Wasser befindlichen Schmutzteilchen am Boden ab. Erst dann macht das Absaugen Sinn.

Leihen oder kaufen?

Die meisten Leihgeräte spezialisierter Teichpflegefirmen sind von ihrer Leistung her erheblich stärker und effizienter als die handelsüblichen Absauggeräte. Ob es sich auszahlt, sich selbst einen Schlammsauger anzuschaffen, hängt auch vom persönlichen Bedürfnis nach „Sauberkeit" ab. Auch wenn sich schon nach wenigen Wochen ein feiner Bodenschlamm wieder absetzt, auf die Wasserqualität haben solche kosmetischen Reinigungen (permanentes Absaugen) keinen Einfluss. Durch das ständige Ergänzen des Wasserverlusts mit Füllwasser ist der Schaden oft größer als der Nutzen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, ein Teichservicepaket einer Pflegefirma in Anspruch zu nehmen.

Vorbereitung

Durch das Absaugen sinkt der Wasserspiegel. Die im Flachwasser emporwachsenden Fadenalgen „kleben" nach dem Absaugen im abgesenkten Bereich der Uferzone und lassen sich nur schwer entfernen. Es ist daher notwendig, Fadenalgen und freischwimmende Algenwatten noch vor dem Absaugen aus dem Teich zu fischen. Geeignet sind Kescher mit Teleskopstangen, die auch freischwimmende Algen im tiefen Bereich erwischen. Fadenalgen lassen sich auch mit einem rauen Besenstil ähnlich wie Spagetti aufwickeln und aus dem Teich ziehen. Im tiefen Schwimmbereich haben sich auch Holzrechen zum Abfischen größerer AIgenbestände bewährt.

Pumpe, Schläuche, Ansaugstutzen

Um sich im Gewirr an Ausrüstungsgegenständen wie Ansaug- und Absaugschläuchen, Teleskopstangen mit verschiedenen Ansätzen oder Pumpenzubehör den Durchblick zu verschaffen, müssen Ihnen alle Arbeitsschritte bekannt sein. Es gibt leistungsschwächere Elektropumpen wie auch solche mit Kraftstoff. Dazu gibt es mittlerweile unzählige Anbieter. Die einzelnen Systeme arbeiten sehr unterschiedlich, ein direkter Vergleich ist daher nicht einfach. Das hier vorgestellte Absauggerät wird mit einer wassergeschmierten, 5 PS starken Abwasserpumpe (Kraftstoffmotor) betrieben.

Wohin mit Schlamm und Wasser?

Als „weiches" Wasser eignet sich Teichwasser bestens zum Gießen. Kurzfristig kann es auch in Auffangbehältern deponiert werden. Ein längeres Aufbewahren m einer größeren Zisterne ist jedoch problematisch. Das schlammige Teichwasser verwandelt sich rasch in eine übelriechende Brühe. Es besteht auch die Möglichkeit, Teichwasser über Entwässerungsrinnen oder Kanäle abzuleiten.

Schlamm absaugen

Haben Sie Absaug- und Ansaugschlauch an der Pumpe montiert (meist über Bajonettverschluss), kann der noch luftgefüllte Schlauch leicht entrollt und verlegt werden. Wassergeschmierte Pumpen müssen vor
dem Starten befüllt werden. Meist befindet sich bei ihnen an der Oberseite ein Schraubverschluss, wo mit einer Gießkanne einfach Wasser bis zum Überlaufen eingefüllt wird. Der an einer langen Stange befestigte Ansaugstutzen wird bis zum Grund hinabgelassen. Am besten sucht man sich am Rand der Schwimmzone einen sicheren Stand und saugt zonenweise ab. Ist der Schwimmbereich durch Holzstege, Trittsteinwege oder begehbare Unterwassermauern (Sitzmauern) gut erschlossen, erleichtert das die Sache. Beim Absaugen kommt es vor, dass ein größerer Stein oder Ähnliches den Ansaugstutzen zusetzt. Ein Abklauben der angesaugten Teile per Hand bleibt einem da nicht erspart.

Nicht alles lässt sich absaugen

Vor allem an den Beckenwänden kann es vorkommen, dass sich hartnäckiger Bewuchs festsetzt. Manche finden ihn störend, obwohl sich dieser Biofilm aus Mikroorganismen positiv auf die Wasserqualität auswirkt. Er lässt sich nicht einfach absaugen. Es besteht aber die Möglichkeit, mit Hilfe eines sauberen Straßenbesens, mit Bürsten oder Ähnlichem den Belag zu entfernen. Die abgelösten Teile verwandeln das Wasser allerdings in eine trübe Brühe. Erst nach ein paar Tagen lassen sich die aufgestiegenen Algen gut abkeschern und abgesunkene Schmutzteilchen absaugen.

Füllen

Der Wasserverlust beim Absaugen hängt außer von der Dauer des Einsatzes und der Stärke der Pumpe auch von der Größe des Teichs ab. Je nach System und Bauart des Teichs gibt es hier große Unterschiede. Bei einem mittelgroßen Schwimmteich sinkt der Wasserspiegel ca. einen halben Meter. Um Schäden durch Trockenheit bei den Pflanzen in der Vegetationszone auszuschließen, muss gleich nach dem Absaugen wieder nährstoffarmes Wasser nachgefüllt werden.


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