Beitrag teilen:

Toscana-Feeling am Gartenteich

Mit einfachen Mitteln Urlaubsgefühle an den Teich bringen

Der Urlaub ist vorbei. Natürlich möchte man diese schöne Zeit eigentlich nie zu Ende gehen lassen, aber dem stehen oft der Arbeitgeber oder der Geldbeutel entgegen. Es gibt aber die Möglichkeit, am heimischen Gartenteich durch einige einfache Kniffe das Urlaubsgefühl, zumindest wenn es an mediterrane Momente erinnern soll, zu verlängern.

Geheimtipp Zypresse

Die meisten Pflanzen, die für uns eine typisch mediterrane Landschaft ausmachen, haben einen wesentlichen Nachteil: Sie sind nicht winterhart. Aber gerade im Bereich der immergrünen Gewächse gibt es eine Art, mit der wir einen ungewöhnlichen Blickfang schaffen können, denn sie fällt durch ihre Wuchsform auf: die Säulen- oder Mittelmeerzypresse. Fährt man in die Toscana, fallen die Mittelmeerzypressen sofort auf. Ihr schmales, hoch aufragendes Bild prägt einen großen Teil der Landschaft. Findet man sie bei uns, ist die Verbindung zur Toscana und zum Urlaub somit offensichtlich.

Herkunft und Wuchs

Zypressen aus den Gattungen Cupressus und Cupressocyparis sind Koniferen und gehören ebenso in die Familie Cupressaceae wie der bekannte Lebensbaum (Thuja) und die Scheinzypressen (Chamaecyparis). Die Leylandzypresse (x Cuprocyparis leylandii), eine Hybride zwischen Monterey-Zypresse (Cupressus macrocarpa) und der Nootka-Scheinzypresse (Xanthocyparis nootkatensis), die inzwischen auch in verschieden gefärbten Sorten im Angebot ist, wird ebenso wie der Lebensbaum (meist handelt es sich um Thuja occidentalis) gerne als Heckenpflanze benutzt. Grund dafür sind schnelles und dichtes Wachstum, sowohl in der Höhe wie auch in der Breite. Die Mittelmeerzypresse (Cupressus sempervirens) stammt wohl aus dem östlichen Mittelmeerraum, wurde aber in der Toscana zu ihrer heutigen Wuchsform vervollkommnet. Varianten sind etwa' pyramidalis' und 'horizontalis', Sorten zum Beispiel 'Totem' oder die Gelbe Mittelmeerzypresse mit ihrer gelb- statt sattgrünen Färbung. Aufgepasst: Unter dem Namen Säulenzypresse wird auch eine Chamaecyparis-Art angeboten (C. lawsoniana in Sorten), die viel breiter wächst und der Mittelmeerzypresse kaum ähnelt. Für Hecken ist die Mittelmeerzypresse nicht geeignet. Sie wächst nicht ganz so schnell wie die Leylandzypresse oder der Lebensbaum, der bis zu einem Höhenmeter Zuwachs pro Jahr erreichen kann. Auch zeigt sie ein säulenartiges Wachstum und legt wenig an Breite zu. In zehn Jahren kann sie bis zu sechs Metern hoch wachsen. Die maximale Höhe liegt bei bis zu 30 Metern. Aber dann ist schon ein erhebliches Alter erreicht. Die Breite in Brusthöhe beträgt aber selbst bei alten Bäumen nur selten mehr als einen Meter, oft weniger. Wer das Höhenwachstum begrenzen will, kürzt die Spitze vorsichtig im Herbst. Damit die Wuchsform erhalten bleibt, sollte man mithilfe einer großen Leiter die inneren Äste stärker kürzen als die äußeren.

Standort und Winterhärte

Die Mittelmeerzypresse kann in direkter Teichnähe gepflanzt werden. Sie verträgt keine Staunässe, braucht aber viel Wasser. Die Bäume sollten nicht zu dicht beeinander stehen, sonst wirken sie nicht. Allerdings kann man auch drei bis fünf Exemplare dichter setzen und zu einer Gruppe zusammenfassen. Diese sollte aber in weiterem Umkreis alleine stehen, damit sie auch wirkt. In kleineren Gärten wird man sie mit knapp einem bis anderthalb Metern Abstand setzen und durch Schnitt relativ kurz halten. In größeren Gärten dürfen sie auch weiter auseinanderrücken. Der Standort sollte im Sommer vollsonnig bis halbschattig, im Winter etwas schattiger sein (wenn man dies einrichten kann). Der Boden sollte durchlässig, aber auch humos sein, damit er die Feuchtigkeit hält und nicht austrocknet. Mittelmeerzypressen unter drei Metern Höhe sollte man einen Winterschutz geben. Dieser sollte aus Jute oder Baumwolle bestehen, nicht aus Kunststofffolie, damit die Pflanze noch atmen kann. Auch hilfreich sein kann das Anhäufen einer etwa 25 cm dicken Mulmschicht über den Wurzeln, um den Frost abzumildern. Wichtig ist, die Pflanze auch im Winter nicht austrocknen zu lassen; im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen sollte hier bei Trockenperioden und Temperaturen über null Grad etwas gegossen werden. Wenn Mittelmeerzypressen im Winter nicht ausreichend Wasser bekommen, werden sie anfälliger für Krankheiten. Besonders gefährlich ist eine - glücklicherweise nicht häufig auftretende - Pilzerkrankung, bei der die Pflanze erst an einer Stelle und schließlich komplett braun wird. Einmal infizierte Pflanzen sind in der Regel nicht zu retten.

Beschaffung

Mittelmeerzypressen werden in jedem besser sortierten Gartencenter oder Baumarkt angeboten. Im Internet finden sich nahezu unzählige Angebote. Die Preisspanne liegt zwischen 3 € und etwa 200 €, je nach Größe und Alter. Kleinere Exemplare brauchen dann vielleicht noch Winterschutz. Wenn Sie diese Zypressen selbst aus der Toscana mitbringen, wird dies wohl noch eher notwendig sein, denn hier gezogene Pflanzen sind wahrscheinlich etwas temperaturresistenter als Importe aus dem Süden.


Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Immer die besten Angebote per E-Mail

JETZT kostenlos anmelden und Sparen!