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Tropische Seerosen für den Gartenteich

Das Farbspektrum der Seerosen, die ganzjährig im Gartenteich gepflegt werden können und mit Sicherheit winterhart sind, reicht zum einen von reinem Weiß über die verschiedensten Abstufungen von Rosa bis hin zu einem kräftigen, dunklen und satten Rot. Daneben gibt es noch einige wenige Sorten, die von gelblichen Tönen bis hin zu einem kräftigen Gelb blühen. Doch wer in der wärmeren Jahreszeit auch einige weitere Farbtöne in seinen Teich einbringen möchte, kann sich auf mehrere Arten und Sorten tropischer Seerosen konzentrieren. Vor allem Gelb-, Blau- und Violetttöne sind es, die mit tropischen Seerosen in den Gartenteich eingebracht werden können Dabei stehen neben einigen der zahlreichen reinen Arten auch mehrere Hybriden zur Verfügung. Typisch für tropische Seerose ist, dass die Blüten nicht direkt auf der Wasseroberfläche liegen, sondern auf einem kurzen Stängel zwischen 5 bis über 20 cm aus dem Wasser herausragen. So sind übrigens auch die Kreuzungen (die oft durchaus winterhart sind) zwischen „normalen" und tropischen Seerosen zu erkennen.

Lotos

Grundsätzlich gehören auch die beiden Vertreter der Gattung Nelumbo, die Lotospflanzen, zu den im Gartenteich oder Kübel bzw. Miniteich zu pflegenden tropischen Seerosen. Dabei stimmt es eigentlich gar nicht, dass die Nelumbo-Arten typische tropische Arten sind. Während N. lutea nicht winterhart ist, gibt es von der einzigen anderen natürlich verkommenden Lotosart, N. nucifera, zwar zahlreiche Berichte über Vorkommen in den tropischen Gebieten Ostasiens, aber tatsächlich reicht das Verbreitungsgebiet bis tief nach Sibirien hinein. Es sind deswegen keineswegs die kalten Winter, die von dort stammende Lotos ohne zusätzlichen Pflegeaufwand kümmern lassen, sondern die zu kalten Sommer. Viele von ihnen brauchen 2-3 Monate mit Tagestemperaturen von mindestens 20, besser 25°C, und das wird bei uns ohne Gewächshaus nicht erreicht.

Pflege tropischer Seerosen im Freiland

Bei den Seerosen der Gattung Nymphaea gibt es mehrere Arten und zahlreiche Züchtungen, die zumindest für die Pflege während der wärmeren Jahreszeit geeignet sind. Diesen Arten ist es eigen, dass sie praktisch keinen Frost vertragen, also schon nach einem einzigen Nachtfrost große Schäden davontragen können. Deswegen dürfen sie erst ab Mai, wenn keine Spätfröste mehr zu befürchten sind, ins Freiland ausgebracht werden. Als Substrat ist - wie auch bei allen einheimischen Seerosen - ein mineralisches Substrat sehr gut geeignet. Einige Halter schwören auf reinen Zeolith, andere mischen mineralischen Sand mit Lehm oder haben ihre „Hausmischung". Dieser Bodengrund ist grundsätzlich nährstoffarm, bei Lehmböden werden zumindest Eisenbestandteile hinzugefügt (die aber auch über die Blätter aufgenommen werden). Nur bei jungen Seerosen können einige Hornspäne eingebracht werden. Ab einem Alter von etwa drei Jahren ist dies aber nicht mehr sinnvoll. Alle anderen organischen Bestandteile im Bodengrund, wie sie auch in speziellen Teicherde noch vorhanden sind, haben bei Seerosen - und nicht nur bei tropischen - nichts zu suchen. Sinnvollerweise werden die tropischen Seerosen nicht direkt in den Teich, sondern in Körbe angepasster Größe eingesetzt. Schließlich sollen sie nicht das ganze Jahr im Teich bleiben. Zusätzliche Heizungen sind dem Wachstum tropischer Seerosen sehr förderlich. Diese lassen sich manchmal sehr leicht herstellen, so kann Wasser in sonnenexponierten Schläuchen, die möglichst dunkel sind, zirkulieren und dabei auch den Teich etwas aufheizen. Dann erweisen sich einige Arten als besonders reich blühend und als wahre Pracht.

Überwinterung

Viele dieser Seerosen blühen noch bis weit in den November oder sogar Dezember hinein. Wenn man seine tropischen Seerosen jedoch gesund über den Winter bringen will, darf man dies nicht zulassen. Denn dadurch wird die Pflanze stark geschwächt. Das Wachsen und Blühen erfordert in kühlem Wasser nämlich nahezu alle Reserven, die Seerose würde während der Überwinterung absterben. Einzig im Aquarium lassen sich Seerosen mit Blättern überwinden. Die meisten Aquarianer schneiden die an die Oberfläche drängenden Blätter ab und erreichen dadurch schöne Unterwasserbestände, die meist attraktive Farbspiele von Rot und Grün zeigen. Allerdings ist neben den höheren Wassertemperaturen eine starke Beleuchtung notwendig. Werden tropische Seerosen vom Teich in ein Aquarium überführt, so ist auf eine langsame Angleichung der Wassertemperatur zu achten, ansonsten kann auch hier die Seerose absterben. Die meisten Besitzer tropischer Seerosen werden diese jedoch nicht im Aquarium überwintern wollen. Dann wird die Seerose Ende September/Anfang Oktober (je nach Wassertemperatur, diese sollte über 10°C liegen) aus dem Teich genommen. Alle Blätter und Blüten werden etwa 1 cm über dem Rhizom entfernt. Das Rhizom wird dann in feuchtem Sand eingegraben, dieses wird in einer Plastiktüte bei etwa 5°C überwintert, bis es wieder warm genug ist. Natürlich sind auch Wintergärten und für die kleinen Arten selbst ein heller Standort auf der Fensterbank möglich. Aber hier kann es im Winter zu Problemen wegen zu wenig Licht kommen.

Arten tropischer Seerosen

Zahlreiche tropische Seerosen werden als reine Arten angeboten. Dazu zählt etwa Nymphaea rubra, eine kleinere Seerose mit kräftig roten Blüten, die von einigen Autoren allerdings nur als Synonym zu N. pubescens angesehen wird. Sie darf nicht mit N. pygmaea „rubra" verwechselt werden, einer Zwergseerose für kleine Teiche. Nymphaea colorata hat im Jugendstadium bläulichrote Blüten, ältere Blüten bleichen jedoch aus und sind dann weißlich. Auch Arten wie N. capensis, N. daubeniana und zahlreiche andere sind bei spezialisierten Züchtereien, aber manchmal auch im Aquaristikfachhandel erhältlich.

Sorten tropischer Seerosen

Während jedoch die reinen Arten relativ selten zu bekommen sind, besteht an Sorten, die aus den verschiedenen Arten gezüchtet wurden, kein Mangel. So können wiederum nur einige beispielhaft genannt werden. Relativ gut erhältlich ist etwa Nymphaea stellata „coerulea", nicht zu verwechseln mit der nur lavendelblauen echten Art N. caerulea.
Die Sorte coerulea zeichnet sich durch ihre kräftig violettblaue Farbe aus und ist reich blühend. Etwas heller ist z.B. „Bayernwald". Das trifft auch für „Blue Beauty" zu, während „Wood's Blue Goddess" ihrem Namen nur bedingt Ehre macht, es ist eine eher hellbläuliche Sorte. Die Farben sind bei vielen Sorten keineswegs gleichmäßig über die Blüte verteilt, so zeigt etwa die Sorte „Green Smoke" nur kräftig blaue Blattenden, während der Rest des Blütenblatts grünlich gelb ist. An gelben Sorten ist vor allem „African Gold" zu erwähnen, eine prächtig gelb blühende Sorte. Neben N. rubra gibt es auch Sorten, die kräftig rot sind, hier sei nur „Jackwood" erwähnt.

Bezugsquellen

Zahlreiche Sorten werden als Samen angeboten, aber einige Händler bieten auch komplette Pflanzen an, die bereits im ersten Jahr blühen. Auf den Aquarienfachhandel als Bezugsquelle wurde bereits verwiesen. Allerdings sind tropische Seerosen nicht ganz billig. Wer qualitativ gute und bereits ausreichend große Pflanzen erwerben will, der muss für viele Sorten schon mindestens 20 Euro anlegen. Sehr empfehlenswerte Quellen finden sich im Internet unter www.seerosen.de und www.nymphaion.de; Samen werden auch von einigen anderen Händlern angeboten, selbst bei ebay laufen häufig Auktionen dazu. Hier Iassen sich viele Blütenträume für Liebhaber tropischer Seerosen erfüllen.


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