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Wasserfall am Gartenteich

Der Natur abgeschaut

Ein sprudelnder Wasserfall oder ein still vor sich hin plätscherndes Bächlein - ein Bachlauf ist selbst bei geringem Gefälle im Garten umsetzbar. Angelehnt an die Natur, haben Sie viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Ein Bachlauf macht jeden Garten zu einer kleinen Oase und bringt Dyna- mik ins Geschehen. Das gilt sowohl für die Augen als auch für die Ohren. Denn das Plätschern des Wassers belebt alle Sinne. Genügend Zeit und eine gewisse Freude am Spielen und Bauen mit Wasser sind gute Voraussetzungen für die Gestaltung eines gelungenen Bachlaufs im eigenen Garten. Die Modellierung des Bachs hängt von seinem Gefälle ab. Hier sind zwei Beispiele.

Stürzender Bergbach

Ein Bach in steilem Gelände ist von kleinen Sprüngen und größeren Wasserfallen geprägt. Gleichmäßige Wassertreppen mit dem stets gleichen Gefälle wirken bald langweilig, während allzu ambitionierte Richtungsänderungen, zu viele Kurven oder nicht mit den Dimensionen des Hangs harmonisierende Überläufe und Wasserfälle die Künstlichkeit der Anlage mehr betonen, als einem lieb ist.


Mäandrierender Flachlandbach

Für einen Bachlauf braucht es im Garten - entgegen der landläufigen Meinung - keinen steilen Hang. Wasserläufe mit geringem Gefälle von wenigen Prozent neigen natürlicherweise dazu, sich in viele Schlingen zu legen. Das lässt sich im Garten leicht realisieren, solch ein Bach kann auch durch einen Rasen führen. Flache Gerinne sind grundsätzlich leichter zu bepflanzen.

Die Gesteinwahl wirkt auf den Charakter des Bachlaufs

Ob wilder Gebirgsbach oder ruhig dahinfießendes Wiesenbächlein: In der Natur wird geformt, was vorhanden ist. Im Garten muss man sich hingegen entscheiden: eher kantige Blöcke oder runde Findlinge? Bei einer sanft geneigten, eher offenen Hangsituation passen runde Steine und Schotter meist besser als eckige Blöcke. Hier entsteht zum Beispiel ein ruhiger Wiesenbach. Hat man ein steileres Gelände zur Verfügung, so schaffen kantige Steine eine raue, Schroffere Atmosphäre, die stimmiger ist und in ihrer Dynamik an einem Gebirgsbach erinnert.

Vom Ursprung zur Mündung

Am Ursprung des Bachlaufs kann ein Quellstein findling oder ein sprudelnder Mühlstein ebenso passend sein wie ein versteckter Wasserauslass. Ein Schlauch oder ein Kohr wird geschickt zwischen Steinen und Pflanzen versteckt und imitiert so eine natürliche Quelle. Zusätzlich einen Wasserspeier, etwa eine Figur, einzubauen, kann sehr reizvoll sein. An seinem unteren Ende mündet der Bach in ein Sammelbecken. Das kann oberirdisch liegen oder gut versteckt unter der Erde, mit attraktiver Abdeckung. Bedenken Sie, dass ein langer Bachlauf viel Wasser benötigt, sodass das Auffangbecken entsprechend groß dimensioniert werden muss. Jedes Abschalten würde das Becken sonst zum Überlaufen bringen. Ein Teich ist eine gute, häufig gewählte Lösung. Der Wasserstand des Bachlaufs sollte besonders in den Sommermonaten regelmäßig kontrolliert werden. Läuft der Bach bei Hitze über die heißen Steine, so heizt sich das Wasser stark auf und es geht viel über die Verdunstung verloren viel mehr als etwa in einem Gartenteich. Im Sammelbecken oder im Teich ist meist die Pumpe versteckt, die das Wasser zum Ursprung des Bachs hochbefördert. Sie kann aber auch in einem externen Schacht trocken untergebracht werden.

Variante Fertigmodule

Ein Bach aus vorgefertigten Kunststoff-Bachlaufschalen ist relativ schnell zu bauen, kann den natürlichen Charakter allerdings nur bedingt imitieren. Man bleibt, obwohl es einige Varianten gibt, in der Form, Dimension und Streckenführung sehr beschränkt. Daher werden Fertigelemente fast immer nur für kurze Bachläufe verwendet. Obwohl in Sachen Optik viel passiert ist, lässt sich das Auge nicht täuschen. Stein bleibt Stein. Das trifft auch auf die Beton-Bachlaufschalen zu, obgleich die heutzutage wesentlich besser aussehen als noch vor einiger Zeit. Es gibt aber auch schon Fertigschalen aus Granit am Markt, die mit einem Folienteich kombiniert werden können. Je nach System werden die Einzelteile ineinander gesteckt und in eine entsprechend tief gegrabene Rinne, geebnet mit ca. 5 cm Sand, eingepasst.

Variante Beton

Beton ist ein starres Material, das sich aber nach Wunsch formen lässt - bei der Anlage. Einmal ausgehärtet, lässt es keine Änderungen zu, und das ist auch einer seiner Nachteile. Wurden hier Fehler gemacht, so sind sie nicht mehr rückgängig zu machen. Solange i der Beton noch nicht ausgehartet ist, können Steine und Kiesel zur Ausgestaltung des Bachbetts ,,eingebaut" werden. Lange Bachlaufe von mehreren Metern werden daher in Abschnitten realisiert, um genug Zeit dafür zu haben. Das ist auch der Grund, warum der Beton fast immer vor Ort angemischt und nicht fertig bestellt wird. Verwendet werden Dichtbeton oder WU-Beton („wasserundurchlässiger Beton"), wie sie etwa auch bei Kellern etc. Anwendung finden. Um Spannungsrisse zu vermeiden, braucht es bei Längen ab ca. drei Metern eine Eisenarmierung aus Baustahl und einen Unterbau aus kantigem Bruchschotter. Dieser sollte eine Mächtigkeit von 20 cm haben und gut verdichtet werden - analog zum Wegebau. Die Betonschicht selbst wird mit 15-20cm für größere Vorhaben empfohlen, bei kurzen Fließstrecken von 1-3 Metern reichen auch 8-10 cm aus. Haarrisse sind meist kein Problem, da sie sehr oft von Schmutzpartikeln verschlämmt werden. Größere Risse hingegen sollten vermieden werden, denn eine Sanierung solcher Anlagen ist praktisch unmöglich.

Folie und Beton

Um 100-prozentige Wasserdichtheit zu erreichen, empfiehlt es sich, auf eine Folie zu betonieren. Auch bei mit Folien abgedichteten Bächen arbeitet man ja mit Steinmörtel, wobei hier nicht das ganze Bachbett abgedeckt wird, sondern nur punktuell, wo es zur Fixierung von Steinen oder Überläufen notwendig ist. Der Übergang ist also fließend. Der Einsatz von Beton will allerdings gut überlegt sein: Gegen ein betoniertes Bachbett spricht neben den höheren Kosten auch die Tatsache, dass es nur mit großem Aufwand wieder zu entfernen ist.

Variante Teichfolie

Am individuellsten und auch am preisgünstigsten gelingt ein Bachlauf mit einer Abdichtung aus Teichfolie. Nicht umsonst ist diese Variante die mit Abstand am häufigsten eingesetzte. Im Garten werden Projekte ab drei Metern fast immer mit Folien realisiert. Der Bau verlangt einiges an Können und Geschicklichkeit. Verlauf festlegen, Bachbett graben (immer von unten nach oben!), Folie schweißen, Betonieren und Ausgestalten des Bettes braucht seine Zeit.

Pflanzen setzen

Mindesten ein kleines Staubecken, wo sich das Wasser auch nach Abschalten der Pumpe hält, ist die Voraussetzung, dass Pflanzen überhaupt gesetzt werden können. Bei Folienbächen lassen sich durch Anschweißen einer zweiten Bahn in flacheren Passagen schöne Pflanzbereiche und flachere Randzonen schaffen. Nicht nur bei Teichen, sondern auch bei Bachläufen ist eine gute Einbindung durch außerhalb der Abdichtung gesetzte Pflanzen wichtig, denn sie verwischen die Übergänge. Werden sie vergessen, wirken diese
Anlagen seltsam isoliert und künstlich, denn an Bachufern in der Natur findet sich stets sehr üppige Vegetation.


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