- Artikel-Nr.: 39681
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aus über 3.000 Bewertungen »| Wasserwerte: | weich bis mittelhart |
| Ernährungsweise: | omnivor - Allesfresser |
| Temperatur: | 18-28 °C |
| Besonderheit: | interessante Brutpflege |
| Fischgruppe: | Kärpflinge |
| Aquariengröße: | 54 l (ca. 60cm) |
| Zucht: | einfach |
| mit Zwergkrebsen?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| mit Garnelen?: | mit Zwerggarnelen, Nachwuchs wird eventuell gefressen |
| Optische Wirkung: | Besonders farbenfroh |
| Herkunft: | Asien |
| Bepflanzung möglich?: | Ja |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Ja |
| Endgröße: | 4-8 cm |
| Schwierigkeitsgrad: | 1 - Einfach |
| Verhalten: | Normal |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| mit Fischen?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| Beckenregion: | Mitte |
| mit Krabben?: | Nein |
Oryzias latipes, der Medaka oder Japanische Reiskärpfling, wird in Japan seit Jahrhunderten mit Hingabe gezüchtet — und die Lame-Linie zählt dabei zu den faszinierendsten Züchtungsergebnissen überhaupt. Der Name „Lame" entstammt dem Japanischen und beschreibt den charakteristischen Glitzern-Effekt, der durch spezielle Iridophoren in den Schuppen entsteht — Zellen, die Licht reflektieren und so einen metallischen, fast textilartigen Schimmer erzeugen, der entfernt an eingewebte Metallfäden in Stoff erinnert. Die White Lame Variante ist aus einem Red & Black Lame Stamm entstanden und wurde konsequent in Richtung Weiß weiterentwickelt — das Ergebnis ist ein Fisch von außergewöhnlicher Zartheit: Der schlanke, bis ca. 4 cm große Körper zeigt eine cremig-weiße bis leicht rosa schimmernde Grundfärbung, entlang des Rückens verläuft eine blau irisierende Linie, und über den gesamten Körper verteilen sich individuell ausgeprägte silbrig-blaue Glanzschuppen — je nach Lichteinfall und Haltung mal dezenter, mal beeindruckend funkelnd. Kein Tier gleicht dabei exakt dem anderen. Männchen sind an der größeren, fächerförmig ausgebildeten Afterflosse erkennbar; Weibchen sind bei Laichbereitschaft etwas fülliger und rundlicher.
Die Haltung des White Lame Medaka ist denkbar unkompliziert. Ab 54 Litern mit dunklem Bodengrund — der die zarte weiß-silbrige Färbung besonders kontrastreich zur Geltung bringt — Schwimmpflanzendecke als natürliches Laichsubstrat und ausreichend freiem Schwimmraum fühlen sich die Tiere sehr wohl. Als echter Oberflächenbewohner sollte die Wasseroberfläche nicht vollständig bedeckt sein. Die Temperaturtoleranz ist beeindruckend: 6–36 °C werden kurzfristig überlebt, der Wohlfühlbereich liegt bei 16–28 °C — ein Heizer ist in den meisten deutschen Wohnzimmern nicht notwendig. Im Sommer können die Tiere problemlos im Miniteich, Balkonkübel oder einer Zinkwanne gehalten werden; im Winter holt man sie ins kühle Zimmeraquarium. Wasserwerte: pH 6,5–8,0, GH 5–20° dGH — deutsches Leitungswasser ist in den meisten Regionen problemlos geeignet. Wöchentliche Teilwasserwechsel von 20–30 % halten die Qualität stabil. Moospolster und feinfiedrige Wasserpflanzen werden von den Weibchen als Laichsubstrat genutzt und sind daher besonders empfehlenswert.
Als ausgeprägter Oberflächenfresser nimmt der White Lame Medaka sein Futter fast ausschließlich von der Wasseroberfläche auf — sinkendes Granulat wird in der Regel ignoriert. Hochwertiges Mini-Flockenfutter und Staubfutter, das an der Oberfläche treibt, ist daher ideal. Ergänzend werden Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Daphnien und Cyclops sowie Lebendfutter wie Drosophila-Fruchtfliegen begeistert angenommen. Wichtig ist stets die Futtergröße — das Maul des Medaka ist klein, daher nur maulgerechte, feine Futterpartikel anbieten. Gefüttert wird zwei- bis dreimal täglich in kleinsten Portionen, die in wenigen Minuten restlos aufgenommen werden — Futterreste belasten die Wasserqualität und sollten vermieden werden.
Der White Lame Medaka ist ein geselliges, friedliches Schwarmtier, das niemals einzeln gehalten werden sollte. In Gruppen ab 8–10 Tieren zeigen die Tiere ihr natürliches, quirliges Schwarmverhalten mit den charakteristischen Balzritualen der Männchen bei Tagesanbruch — ein faszinierendes Naturschauspiel direkt vor der Haustür. Die Zucht gelingt erfreulich einfach: Weibchen tragen die befruchteten Eier als kleines Päckchen an der Afterflosse und streifen dieses an Moosen oder feinfiedrigen Wasserpflanzen ab. Jungfische schlüpfen nach 1–2 Wochen und können bei dichter Bepflanzung im Elternbecken aufwachsen. Mit Neocaridina-Garnelen, Schnecken und anderen kleinen Friedfischen ist die Vergesellschaftung problemlos möglich — der White Lame Medaka ist vollständig garnelensicher.
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| Wissenschaftlicher Name: | Oryzias latipes var. "White Lame" |
| Deutscher Name: | Medaka White Lame / Japanischer Reiskärpfling |
| Herkunftsart: | DNZ – Deutsche Nachzucht; entstanden aus Red & Black Lame Stamm |
| Schwierigkeitsgrad: | 1 – Einfach (ideal für Einsteiger) |
| Herkunft/Verbreitung: | Zuchtform; Wildform aus Japan, China, Korea, Vietnam; Reisfelder, Tümpel, langsam fließende Gewässer |
| Färbung: | Cremig-weiße bis leicht rosafarbene Grundfärbung; blau irisierende Rückenlinie; individuell ausgeprägte silbrig-blaue Glanzschuppen (Lamé-Muster) über den gesamten Körper; kein Tier gleicht dem anderen |
| Endgröße: | bis ca. 4 cm; Männchen an größerer Afterflosse erkennbar |
| Alterserwartung: | ca. 2–3 Jahre (mit Winterruhephase bis zu 5 Jahre möglich) |
| Wasserparameter: | GH 5°–20° dGH, KH 2–15° dKH, pH 6,5–8,0, Temperatur 16°–28° C (kein Heizer notwendig) |
| Beckengröße: | ab 54 l; auch Miniteich, Balkonkübel und Zinkwanne geeignet |
| Futter: | Omnivor; Oberflächenfresser; feines Flockenfutter, Staubfutter, Artemia-Nauplien, Daphnien, Drosophila; nur maulgerechte Futtergrößen |
| Zucht: | Sehr einfach; Freilaicher; Eier an Moosen und Pflanzen abgestreift; Jungfische im Elternbecken möglich |
| Verhalten: | Friedlich, lebhaft, Oberflächenbewohner; Schwarmtier; Balzritual bei Tagesanbruch |
| Vergesellschaftung: | Alle friedlichen Kleinfische, Garnelen, Schnecken; komplett garnelensicher |
| Besonderheit: | Dunkler Bodengrund fördert den Kontrast der weißen Färbung; Winterruhephase verlängert Lebenserwartung; kein Heizer erforderlich; Glanzschuppen-Anteil individuell variierend |
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