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aus über 3.000 Bewertungen »Mit seiner markanten, an eine Kappe erinnernden Kopfhaube gehoert der Oranda zu den beliebtesten Schleierformen des Goldfisches. Die warzenartige Wucherung (Wen) entwickelt sich erst mit dem Alter und macht jedes Tier zu einem individuellen Charakterkopf.
Ein wichtiger Hinweis: Fancy-Goldfische wie der Oranda sind trotz ihrer Robustheit gegenueber Kaelte keine anspruchslosen Anfaengerfische. Sie brauchen viel Platz, sehr gutes Wasser und ruhige Gesellschaft, dann werden sie viele Jahre alt.
- Garnelio| Wasserwerte: | mittelhart bis hart |
| Bepflanzung möglich?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| Beckenregion: | Überall |
| Optische Wirkung: | interessante Körperform |
| Besonderheit: | Interessante Färbung |
| mit Fischen?: | Ja, mit friedlichen Fischen |
| Fischgruppe: | Sonstige |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Nein |
| Aquariengröße: | 250/300 l (ca. 120cm) |
| Temperatur: | <-15 °C (Kaltwasser) |
| Herkunft: | Asien |
| Endgröße: | > 12cm |
| Zucht: | mittel |
| Schwierigkeitsgrad: | 2 - Normal |
| Ernährungsweise: | omnivor - Allesfresser |
| Verhalten: | Normal |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| mit Zwergkrebsen?: | Nein |
| mit Garnelen?: | Vergesellschaftung nicht möglich |
| mit Krabben?: | Nein |
Der Oranda (Carassius auratus auratus) ist eine der beliebtesten Schleierformen des Goldfisches. Kennzeichnend sind der gedrungene, rundliche Koerper, die langen, weich fliessenden Flossen und vor allem die warzenartige Kopfhaube (Wen), die sich mit dem Alter zu einer markanten Kappe entwickelt. Die angebotenen Tiere messen 8 bis 10 Zentimeter, die Kopfhaube ist in diesem Alter noch in der Entwicklung. Die Faerbung reicht je nach Tier von leuchtendem Orange ueber Rot-Weiss bis zu gescheckten Varianten.
Der Oranda ist eine edle Schleierform des Goldfisches und ein Kaltwasserfisch, der viel Platz und sauberes, sauerstoffreiches Wasser braucht. Ein grosses Becken ab etwa 250 Litern oder ein temperierter Teich sind ideal, wobei die Einrichtung glatt und ohne scharfe Kanten sein sollte, da die typische Kopfhaube (Wen) und die langen Flossen empfindlich sind. Als Kaltwasserfisch bevorzugt er kuehle bis temperierte Bedingungen und vertraegt keine dauerhaft warmen Tropentemperaturen. Eine kraeftige Filterung ist wegen der hohen Ausscheidungslast unverzichtbar. Eine kraeftige, aber nicht zu starke Stroemung ist ideal, da die rundlichen Zuchtformen keine guten Dauerschwimmer sind. Ein Sandboden und glatte Dekoration runden die sichere Einrichtung ab.
Der Oranda ist ein Allesfresser, sollte aber vorrangig mit absinkendem Goldfischfutter ernaehrt werden, da das Schlucken von Luft bei schwimmendem Futter bei den rundlichen Zuchtformen leicht zu Problemen mit der Schwimmblase fuehrt. Pflanzliche Kost wie ueberbruehtes Gemuese und spezielle Sinktabletten ergaenzen den Speiseplan, waehrend proteinreiches Futter nur massvoll gereicht werden sollte. Mehrere kleine Portionen ueber den Tag sind besser vertraeglich als eine grosse Ration und beugen Verdauungsproblemen vor. Ein regelmaessiger Faposttag beugt der bei Fancy-Goldfischen haeufigen Verstopfung vor. Frisches, ueberbruehtes Gemuese wie Erbsen oder Spinat unterstuetzt die Verdauung zusaetzlich.
Der Oranda ist ein ruhiger, geselliger und eher langsam schwimmender Fisch, der in einer kleinen Gruppe gehalten werden sollte. Aufgrund seiner Koerperform und der eingeschraenkten Beweglichkeit sollte er ausschliesslich mit anderen Schleier- und Zuchtformen des Goldfisches vergesellschaftet werden, niemals mit schnellen oder flossenzupfenden Arten, die ihm das Futter wegschnappen oder die Flossen beschaedigen. Untereinander sind die Tiere vollkommen vertraeglich und zeigen ein friedliches, geruhsames Miteinander. Mit etwas Geduld werden Orandas erstaunlich zutraulich und erkennen ihren Pfleger beim Fuettern wieder.
Die Vermehrung des Oranda gelingt als Freilaicher im Fruehjahr bei steigenden Temperaturen und gilt als mittelschwer. Die Tiere verteilen ihre klebrigen Eier an feinfiedrigen Pflanzen oder Laichbuersten, woraufhin die Elterntiere entnommen werden sollten, da sie den Laich fressen. Die Aufzucht der Jungfische ist mit feinem Futter gut machbar, allerdings zeigen laengst nicht alle Nachkommen die typische Kopfhaube und die gewuenschte Koerperform, sodass eine sorgfaeltige Selektion noetig ist. Die kraeftig gefaerbten Elterntiere mit gut ausgebildeter Kopfhaube liefern die besten Aussichten auf typische Nachkommen.
| Wissenschaftlicher Name: | Carassius auratus auratus |
| Deutscher Name: | Oranda |
| Schwierigkeitsgrad: | fuer Fortgeschrittene |
| Herkunft/Verbreitung: | Zuchtform aus China |
| Faerbung: | rundlicher Koerper mit langen Schleierflossen und Kopfhaube (Wen), Faerbung von Orange bis gescheckt |
| Alterserwartung: | ca. 10 bis 15 Jahre |
| Wasserparameter: | pH 7 bis 8, GH 8 bis 25, kuehl bis temperiert |
| Beckengroesse: | grosses Kaltwasserbecken oder Teich, ab 250 Liter |
| Futter: | Allesfresser, absinkendes Goldfischfutter, pflanzliche Kost |
| Zucht: | mittel, Freilaicher |
| Verhalten: | ruhig, gesellig, langsam schwimmend |
| Gruppengroesse: | Gruppe ab 4 bis 5 Tieren |
| Weiterfuehrende Informationen: | Kaltwasserfisch mit Kopfhaube (Wen), empfindliche Zuchtform, nur mit anderen Schleierformen |
- Artikel-Nr.: 41217
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