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Die Wasserähre im Gartenteich

Aponogeton distachyos

Neben dem normalen Angebot an Wasserpflanzen werden im Frühjahr immer wieder einige Pflanzen angeboten, die als nicht winterhart gelten und deswegen jedes Jahr neu in den Teich eingebracht werden müssen. Dazu zählt auch die Wasserähre, Aponogeton distachyos Linne filius, 1781, auch als Zweireihige Wasserähre bezeichnet. Ursprünglich stammt die Wasserähre aus Südafrika. Inzwischen ist sie aber in Peru in der Umgebung von Lima sowie in Sudfrankreich verwildert und bildet dort Naturbestände. Eigentlich ist Wasserähre der Oberbegriff für alle Vertreter der Gattung Aponogeton innerhalb der Wasserährengewächse, Aponogetonaceae. Alle Wasserähren gehören zur Gattung Aponogeton und stammen aus dem zentralen und südlichen Afrika.

In der Aquaristik haben sie eine größere Bedeutung, für den Gartenteich wird nur A. distachyos angeboten. Wasserähren haben eine Knolle, in der sie für die jährliche Ruhepause, die die meisten von ihnen einlegen, Stärke und weitere Vorräte speichern. Diese Knolle kann bei der Zweireihigen Wasserähre bis zu 3 cm dick sein. Aus dieser Knolle kommen dann die lang gestielten Blätter, die bis zu 20, selten bis zu 25 cm lang sowie bis zu 5 cm breit sein können und auf dem Wasser liegen. Ihre Form ist elliptisch, abgerundet und sie sind lederartig fest. Die Farbe ist meist hellgrün, es können auch einige dunkle Flecken vorhanden sein. Wasserähren sind echte Wasserpflanzen und können von etwa 20-80 cm Wassertiefe angepflanzt werden, ausnahmsweise auch etwas flacher. Jede Pflanze entwickelt nur relativ wenige Blätter, es kommt so nicht zu einer sehr dichten Bedeckung der Wasseroberfläche, wenn die Pflanzen nicht zu dicht stehen. Der Name Zweireihige Wasserähre spielt auf die Form der Blüte an, die Ähre, die der Familie den Namen gab. Sie ist nämlich zweireihig und bis zu 6 cm lang. Sie trägt bis zu zehn kleine Blüten. Jede Blüte trägt ein weißes Kronblatt, bis zu 25 schwarze Staubgefäße sowie sechs Fruchtblätter. Die Staubblätter duften nach Vanille. Besonders am Abend kann dieser Duft deutlich wahrgenommen werden. Es gibt auch eine „roseus"-Variante, die rosafarbene Blütenblätter hat. Diese Wasserähre blüht relativ leicht, wenn sie einen möglichst sonnigen Standort hat. Dabei zeigen sich die ersten Blüten schon im Mai, in einem nicht zu kühlen Herbst kann die Blüte bis in den November hinein dauern. Die Vermehrung Kann durch Abtrennung von Tochterknollen erfolgen, gelingt aber auch recht leicht aus Samen. Wenn die Blüte verblüht ist, sie wird dann dunkler und sinkt auf den Wasserspiegel, während sie normalerweise einige Zentimeter über diesen hinaus ragt, dann treiben die relativ kleinen Samen heraus und sinken auf den Boden des Teichs. Schon nach sehr kurzer Zeit manchmal nur zwei Wochen - fängt die Pflanze an zu keimen und schiebt erst einmal zwei kleinere Schwimmblätter. Die optimale Tiefe für diese Wachstumsphase liegt bei 10-20 cm. In diesem Zustand ist die Wasserähre recht empfindlich und braucht viel Sonne. Ansonsten werden die Blätter braun und zerfallen. Die Zweireihige Wasserähre ist nicht wirklich winterfest. Sie darf keinesfalls durchfrieren. Bringt man sie an eine tiefere Teichstelle, kann sie meist dort gut überwintern, in milderen Gegenden sowieso. Sicherer ist es jedoch, die Knolle zu entnehmen und feucht und kühl zu überwintern. Sie kann dann zeitig im Frühjahr ausgebracht werden und schiebt schnell neue Blätter. Im Aquarium kann man sie nur überwintern, wenn sie ausreichend Licht bekommt. Dann blüht sie aber auch dort. Auch im frostfreien Wintergarten ist sie leicht zum Blühen zu bringen und kann so nahezu ganzjährig blühen. Geht sie allerdings für einige Zeit ganz zurück, ist dies kein Grund zur Besorgnis, denn einige Wasserähren legen Ruhepausen ein. Aus der Knolle wächst dann aber bald wieder das erste Blattpaar. Die Samen kann man auch gewinnen, indem man die Blüte nach 2-3 Tagen mit einem kleinen Plastikbeutel verschließt und die kleinen Samen dann trocken lagert, bis sie im Frühjahr ausgesät werden können. Frost überstehen auch die Samen nicht. Die Wasserähre ist nicht sonderlich durchsetzungsstark. Deswegen darf sie nicht in der Nachbarschaft von Pflanzen stehen, die sich sehr stark vermehren und dabei die Wasseroberfläche überwuchern oder das Sonnenlicht abschirmen. Auch ist sie eher für stehende Gewässer geeignet und verträgt keine stärkere Wasserbewegung, auch nicht durch Spritzwasser etwa von Fontänen. Sie kann in jeder Teichgröße verwendet werden, vom großen Teich bis hin zum Miniteich. Dann muss sie natürlich zwingend innen überwintert werden, denn Miniteiche frieren gewöhnlich durch. In größeren Teichen ist darauf zu achten, dass die Pflanze rechtzeitig aus dem Teich genommen werden kann, wenn sie nicht tief genug steht oder man sicher gehen will. Die Zweireihige Wasserähre ist jedenfalls eine leicht zu pflegende Pflanze, die durch ihre ungewöhnliche Blütenform, und den angenehmen Duft eine Bereicherung vor allem für kleinere Gartenteiche und Miniteiche darstellt. Gut sortierte Wasserpflanzengärtnereien haben sie etwa ab April im Angebot. Gelegentlich kann man sie auch in Aquariengeschäften bekommen.


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