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Ein Teich auf der Terrasse

Ganz nah dran am Geschehen

Zahlreiche gute Beispiele zeigen, wie man Wasser auf einer Terrasse wirkungsvoll inszenieren kann. Meist denkt man dabei an Wandbrunnen oder andere Mini-Varianten. Aber dabei muss es nicht bleiben. Steht etwas mehr Platz zur Verfügung, so ist ein Teich eine wunderbare Auflockerung und Belebung einer großen Pflasterfläche.

Wasser in Haus- und Sitzplatznähe hat viele Vorteile. Der tägliche Besuch zeigt immer neue Perspektiven, Aufmerksamkeit kann dem Teich also sicher sein. Selten wird vergessen, Wasser nachzufüllen oder Algen abzufischen. Notwendige Pflegemaßnahmen werden also nicht übersehen. Tiere die sich einstellen, Libellen die anfliegen, sie sind stets im Blickpunkt. Die schöne Blüte einer Seerose, Schmetterlinge am Blutweiderich, die ersten Frühlingsboten wie die schönen Sumpfdotterblumen - an ihnen erfreut man sich Tag für Tag.

Kleiner Garten, wenig Ebene?

Manchmal ist die Terrasse aber schon der halbe Garten, mehr Platz gibt es nicht. Da macht es natürlich Sinn, über einen kleinen Teich in Hausnähe nachzudenken. Geschickt geplant ist vieles möglich: Der Pflasterbelag der Terrasse kann gleich in die Randgestaltung des Teichs integriert werden. Bei formalen Becken ist das problemlos möglich, dafür ist hier umso mehr Perfektion gefragt. Bei frei gestalteten Uferverläufen kommen dafür nicht alle Materialien infrage.
Auch Hanggärten geizen mit waagerechten Flächen. Auf wirklich steilen Grundstücken bleibt kaum Platz für mehr als eine Ebene. Hier muss alles reinpassen, was nicht am Hang gebaut werden kann, allen voran Terrasse/ Sitzplatz und Teich. Hanglagen sind daher immer gut, um sich nach gelungenen Beispielen umzusehen. Hier muss gekonnt verzahnt, vereint, kombiniert werden. Was am Hang geht, geht in der Ebene erst recht. Überlegen Sie, auch wenn genug Platz zur Verfügung steht, ob eine Kombilösung nicht in Ihrem Fall der bessere, charmantere Weg wäre, anstatt die einzelnen Elemente isoliert voneinander anzugehen.

Formale Teiche

Klare geometrische Lösungen sind bei Teichen auf der Terrasse manchmal die bessere Wahl. Statt Folienteichen bieten sich da alle Arten von Becken, Bottichen und Gefäßen an, die niveaugleich eingebaut werden. Die Wasserfläche wird somit ein Teil der Terrasse, was sehr reizvoll sein kann. Sie kommt aber nur dann als spiegelnde Fläche zum Tragen, wenn sich die Bepflanzung sozusagen im Hintergrund hält.
Eine weitere Alternative sind erhöht gemauerte Becken. Sie bringen die Möglichkeit mit sich, den Rand etwas breiter zu gestalten und so unkonventionelle Sitzgelegenheiten zu schaffen. So lockern sie vor allem große Flächen angenehm auf. Pflastermaterial und Mauer können gut aufeinander abgestimmt werden. So gibt es von vielen Materialien wie Klinker oder Naturstein sowohl Formate zum Pflastern als auch zum Mauern oder zum Verkleiden von Beton - und die beiden Teile wirken wie aus einem Guss.
Denken Sie aber auch ans Auskleiden eines formalen Beckens oder an die Randgestaltung. Auch hier können dieselben Materialien zum Einsatz kommen. Interessant ist aber immer auch, zwei unterschiedliche Materialien zu verwenden, die in der Farbe sehr ähnlich sind, wie gelber Sandstein und ockerfarbener Klinker. Neuere Materialien wie Niro oder Cortenstahl ermöglichen kleine Becken mit ganz eigenem Charme.

Rund gegen eckig?

Bei organisch geformten Folienteichen oder eingebauten Fertigteichen fordert die Verzahnung mit dem Belag viel Gefühl und nicht jedes Material ist gleich gut verwendbar. Der Übergang vom Teich zum Pflasterbelag ist daher sehr oft die Schwachstelle. Flexible Formate wie Kleinpflastersteine machen jede Rundung mit. Sie sind gut dazu geeignet, runde oder ovale Becken und Teiche einzufassen. Große Platten in quadratischen oder rechteckigen Formaten taugen da kaum. Nicht nur, dass die Ausgestaltung des geschwungenen Pflaster- oder Uferrands selbst einiges an Können erfordert, auch das rechtwinkelige, grobmaschige Fugenmuster einer solchen Terrasse harmoniert kaum mit einem organisch geformten Teich. Viel geeigneter sind für diese Fälle Polygonalplatten aus Naturstein. Das unregelmäßige Netzwerk passt gut zum Teich und auch der Übergang zum Wasser gelingt meist.

Plätschern dazu?

Stille Wasser haben ihren Reiz, gewiss. Doch ein wenig Bewegung ist sehr oft das Geheimnis, das einen kleinen Teich auf der Terrasse erst so richtig perfekt macht. Quellsteine sind eine schlichte, ewig plätschernde Variante, deren Charme von der Art des gewählten Steins bestimmt wird. Wasserfälle bringen etwas mehr Dynamik ins Spiel. Um zu große Spritzwasserverluste zu vermeiden, müssen Fallhöhe und Beckengröße gut aufeinander abgestimmt sein. Ins Pflaster integrierte Wasserrinnen spielen mit der ganzen Oberfläche und können eine langweilige Terrasse unglaublich beleben. Witzige, bunte, schöne Wasserspiele aus Keramik, Metall, Stein oder anderen Materialien werden zum Mittelpunkt und geben einer Terrasse etwas Unverwechselbares.

Holz: Steg, Terrasse, Plattform

Holzstege werden vor allem bei Schwimmteichen gebaut und dienen als Liegefläche zum Sonnenbaden, als Einstiegsbereich und, wenn großzügig genug geplant, auch als Sitzplatz für die ganze Familie. Da tun sich vielleicht Synergieeffekte auf: Warum nicht den Schwimmteich so anlegen, dass sein Holzsteg zugleich die Terrasse bildet? In kleinen Gärten ist dies ohnehin ein naheliegender Schluss. Aber diese Verbindung macht auch in Gärten Sinn, wo es an und für sich genug Raum gibt. Wasser in Hausnähe macht einen Sprung ins erfrischende Wasser morgens, abends oder schnell mal zwischendurch einfacher. Doch Obacht: Niemals kleine Kinder unbeaufsichtigt in Teichnähe spielen lassen, das ist gefährlich.
Die ausgleichende Wirkung des Wassers macht sich durch ein angenehmes Kleinklima auf der Holzterrasse bemerkbar. Besonders raffiniert sind Aussparungen im Holzbelag der Terrasse, die ein Wasserbecken oder einen Quellten beherbergen. So wird das Element Wasser noch einmal außerhalb des Teichs “zitiert” und lockert in angenehmer Weise eine große Fläche auf. Andere solcher Inseln können auch den Kräutergarten, die Sandkiste oder ein Kiesbeet aufnehmen: Die Terrasse wird zum Mosaik.

Schirm, Segel und Pergola

Sonnenschutz ist bei einem Sitzplatz immer ein Thema. Sonnensegel, die wunderbar zum Wasser passen, oder Pergolen als Rankgerüste für Kletterpflanzen können von Anfang an eingeplant werden. Das macht nicht nur den Sitzplatz angenehmer und mittags im Sommer überhaupt erst nutzbar, sondern ist auch für den Erhalt einer guten Wasserqualität im Terrassenteich wichtig. Kleine Wasserkörper erwärmen sich schneller als große, Fassaden und die gepflasterte Terrasse erhöhen noch die Lufttemperatur. Häuser verhindern kühlenden Wind, die Hitze staut sich, nachts strahlt die Wärme länger zurück. Das kann kleineTeiche und Becken überfordern. Ihr Wasser erwärmt sich zu rasch und zu stark, Algen wachsen, ein natürliches Gleichgewicht kann sich nicht einstellen. Eine Beschattung während der heißesten Stunden ist da hilfreich. Eine hohe Hecke oder ein solitärer Baum, der seinen Schatten mittags genau auf die Terrasse wirft, unterstützen eine Beschattung von oben durch Segel oder Schirm.
Gerade die räumliche Enge ist oft ein Motor zur Kreativität. Viele Übergänge und Ränder, verschiedene Nutzungen, die es unter einen Hut zu bringen gilt, das bestmögliche Material dafür … Teiche auf der Terrasse zählen daher nicht umsonst zu den charmantesten Beispielen, wenn es um kleine Teiche geht.

 


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