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Einbau eines Fertigteiches

Ein neues Haus entsteht, die Bauarbeiten bringen so allerlei schwere Maschinen in die Umgebung, jetzt einen Teich zu bauen, wäre eigentlich ideal. Aber da sind ja noch die Kinder, die noch klein (oder in der baldigen Planung) sind. Wie kann man trotzdem einen Teich bauen, ohne die Kinder zu gefährden? Im Folgenden wird Ihnen eine Lösung gezeigt, die mit relativ wenig Aufwand verbunden ist.

Kleine Oase

Die zum Teichbau angebotenen Materialien sind vielfältig. Neben Lehm, Beton und Folie bieten sich Hartkunststoffe zum Teichbau an. Die vorgeformten Becken aus Polyethylen (PE) oder Polystyrol (GFK) haben den anderen Teichbaustoffen gegenüber Vor- und Nachteile. Sie sind recht stoß- und kratzfest, dauerhaft und lichtbeständig und völlig wasserdicht. Dazu müssen sie jedoch richtig eingebaut sein, denn Verkantungen oder Verzerrungen haben häufig Risse zur Folge. Selbstverständlich sind solche starre Becken nicht veränderbar, das heißt die Form ist vorgegeben. PE-Becken sind schon preiswert zu bekommen, eignen sich aber nur für kleinere Teiche. Sie sind schon für unter 100 € erhältlich. Besser in der Qualität sind die GFK-Becken, die auch noch viel größer angeboten werden. Erheblich ist aber ihr Preis. Unter 500 € ist ein mittelgroßes Becken kaum zu haben, und die kleinen Becken fangen preislich dort an, wo die großen PE-Becken aufhören.

PE oder GFK?

Während die PE-Becken in einem Arbeitsgang hergestellt werden, sind die GFK-Becken meist aus mehreren Schichten hergestellt. Sie werden in der Regel in einer Form gebaut, d.h. mit Kunststoffvliesen werden die Formen nachgebaut und dann mit Kunststoff bestrichen. Dies erfolgt mehrfach, sodass diese Becken mehrschichtig sind und damit natürlich stabiler. Schäden wie Risse oder Löcher kommen eigentlich nur bei unsachgemäßem Einbau vor. Selbst Wurzeln können einen solchen Teich nicht sonderlich gefährden. Trotzdem sollten auch wegen der herbstlichen Blätter, die sonst in den Teich fallen, keine Bäume in direkter Nähe zum Teich stehen. GFK-Teiche kann man im Gegensatz zu PE-Becken grundsätzlich auch selbst bauen. Weil es aber sehr viel Aufwand ist und die Kosten meist relativ hoch sind (der Quadratmeter kann durchaus bis zu 100 € kosten), bietet sich dieses Verfahren nur für Sonderformen an, die einem besonderen Zweck dienen. So wird der Selbstbau derzeit eigentlich nur im Koiteichbau eingesetzt. PE-Becken sind flexibler, leichter und besser zu transportieren. Aber die Flexibilität hat auch ihre Nachteile, denn sie sind wesentlich anfälliger für Beschädigungen und die Reparatur ist aufwändiger. Deshalb gibt es diese Becken auch nur bis zu einer bestimmten Größe (die maximale Größe liegt derzeit bei etwa 1000 Liter). Dagegen werden GFK-Teiche bis zu über 6000 Liter Größe hergestellt, die sogar miteinander zu einer Teichlandschaft kombiniert werden können. GFK-Becken haben auch den Vorteil, dass sie erheblich weniger anfällig für UV-Strahlung sind. Bei PE-Becken muss man darauf achten, dass möglichst wenige Teile dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind. Ansonsten wird PE nach Jahren brüchig, und das kann zu Rissen und Löchern führen.

Die Beckenform

Bei der Auswahl des Beckens sollte der spätere Einsatzzweck berücksichtigt werden. Sollen auch Fische gehalten werden, dann eignen sich PE-Becken nicht - nicht etwa wegen des Materials, sie sind schlichtweg zu klein. 1000 Liter wäre das absolute Minimum, und da hören die PE-Teiche ja schon auf. Für Fischfreunde kommen deswegen nur GFK- Fertigteiche (außer für Quarantänezwecke, hier verbleiben die Fische ja nur einige Wochen) in Frage. Wichtiger ist aber die Frage, welche Art von Pflanzen später gepflegt werden soll. Ein Besuch im Fachhandel kann da schon sehr helfen. Bei den meisten Pflanzen werden heute die optimalen Pflanz- und Wuchstiefen angegeben. Wenn Sie mehr Wert auf Seerosen legen, dann sind ein kleinerer Uferbereich sowie eine größere Tiefenzone notwendig. Sollen die Sumpf- und Uferpflanzen dagegen den Hauptteil bilden, dann ist ein breiter, flacher Rand notwendig. Außerdem sollten mehrere Tiefenzonen vorgesehen sein, die eine große Pflanzenvielfalt ermöglichen.

Technik im Fertigteich

Heute werden bereits Fertigbecken angeboten, die für bestimmte Filtertechniken vorbereitet sind. Ein Bodenablass ist sicher Luxus, aber erleichtert das Entschlammen. Dagegen sind Führungen für Schläuche an angeschlossene Filter (meist ist hier die Kante abgesenkt) sinnvoll. Gerade im Bereich des kleinen Teichs lassen sich oft noch Druckfilter verwenden, die sehr dezent eingegraben werden können und kaum auffallen. Sorgen Sie allerdings rechtzeitig für einen wasserfesten und mit Fl-Schalter abgesicherten Stromanschluss. Selbst in einem aus Kinderschutzgründen mit Kies gefüllten Teich lassen sich verschiedene Fontänen, Glocken oder Schaumquellen einbauen - ein zusätzlicher Reiz für spielende Kinder.

Einbau

Damit ein Kunststoffbecken lange Freude macht, ist ein sorgfältiger Einbau erforderlich. Das Becken muss ohne Verzerrung in den Boden eingesenkt werden. Es dürfen keine Hohlkammern bleiben. Die Wände müssen an allen Stellen fest anliegen. und Bodenkontakt haben. Je vielfältiger die Form und je größer der Korpus, umso schwieriger ist natürlich auch der Einbau. Das ausgewählte Becken wird gewöhnlich frei Haus geliefert, zumal der Transport eines großen Beckens kaum per PKW möglich ist.

Kleines Becken einsenken

Am Ort lässt sich ein kleines Becken leicht zur ausgewählten Stelle tragen. Wenn es richtig platziert ist, wird der Grundriss festgelegt. Das geschieht bei einer runden, rechteckigen oder quadratischen Form einfach, indem das Becken umgedreht und die Form mit Sand auf den Boden übertragen wird. Bei einer unsymmetrischen Form ist es nötig, den Grundriss mit Pflöcken zu markieren. Dementsprechend lässt sich nun das Teichbett auskoffern. Dazu wird das Becken einstweilen beseitigt und der Boden oder der Rasen auf der markierten Fläche zunächst ausgehoben, und zwar so tief wie das Flachwasserplateau. Das ist etwa Spatentiefe. Dann platziert man das Becken wieder auf der Grundfläche und macht einen Abdruck von der Tiefwasserzone. Das gelingt recht gut, wenn man vorsichtig einsteigt und mittels Eigengewicht nachhilft (was bei GFK-Becken problemlos geht und bei PE-Becken mit etwas Sorgfalt geschehen muss). Dann wird das Becken wieder entfernt, um den Boden an der markierten Fläche entsprechend tief auszugraben. Bei steinigem Boden ist etwas tiefer zu graben als nötig, damit noch eine dünne Schicht Sand zur Dämmung eingefüllt werden kann. Denn Steine, die erst noch kaum zu sehen sind, können durch das Gewicht des gefüllten Teichs in diesen gedrückt werden (vor allem bei PE-Becken). Damit das Teichbett genau passt und das Becken richtig sitzt, muss es eingepasst werden. Anhand der Abdrücke ist zu sehen, wo noch Grabarbeiten nötig sind. Schließlich wird das Becken endgültig eingesenkt und mit Sand eingeschlämmt, so dass es rundherum Bodenkontakt hat. Dazu wird Sand in die Spalten gefüllt und mit viel Wasser eingespült. Währenddessen wird geflutet, um das Aufschwimmen der Teichschale zu verhindern. Alles weitere, insbesondere die Bepflanzung und Ufergestaltung, macht keine Mühe mehr. Das tiefe Wasserbecken ist natürlich eine Gefahrenstelle für kleine Kinder. Zur Sicherung erhält das Becken eine Füllung mit Rollkies, der später, wenn die Kinder nicht mehr gefährdet sind, wieder ausgeräumt wird.

Erdarbeiten mit Maschine

Wenn ein Minibagger oder auch nach Hausbau ein großer Bagger zur Verfügung steht, ist es einfacher, eine großzügige Grube auszuheben. Sobald die nötige Tiefe erreicht und das Becken eingesetzt ist, kommt das Verfüllen mit der Aushuberde an die Reihe. Restliche Hohlräume werden dann noch mit Wasser eingeschlämmt.

Den Teich kindersicher machen

ln vielen Fällen ist es sinnvoll, einen Teich zu einem bestimmten Zeitpunkt (z. ß. bei einer größeren Gartenumgestaltung) einzubauen. Wenn dann aber noch Kinder unter etwa sechs Jahren vorhanden sind, so muss der Teich kindersicher gemacht werden. Ein Zaun oder eine Überdeckung (inzwischen werden ja auch TÜV-geprüfte Edelstahl-Kindersicherungen angeboten) sind die eine Sache. Günstiger - aus mehreren Gründen ist es aber, den Teich bis wenige Zentimeter unter der Oberfläche mit Rollkies 16/30 aufzufüllen. Das geht nur beim Fertigteich, am besten bei GFK-Teichen. Denn wenn der Kies später, wenn die Kinder alt genug sind, die Gefahren des Wassers einschätzen zu können (ab etwa sechs Jahren), wieder herausgenommen wird, kann ein PE-Teich beschädigt werden und muss entsprechend vorsichtig geleert werden. Aus einem Folienteich lässt sich der Kies wahrscheinlich ohne Folienschäden gar nicht entfernen. GFK ist da der unempfindlichste Baustoff. Wenn nun das Wasser in den mit Kies gefüllten Teich eingefüllt wird, dann können auch kleine Kinder an warmen Sommertagen im nur wenige Zentimeter tiefen Wasser spielen. Und je älter die Kinder werden, desto eher kann man einige Zentimeter mehr Wassertiefe hinzugeben. Mehr als 10-12 cm sollten es aber nicht sein. Achten Sie aber immer darauf, dass Kinder auch an diesen Teichen nicht unbeaufsichtigt spielen sollten.

Tipp

Vor der Entscheidung für ein Kunststoffbecken sollten Sie fertige Anlagen begutachten. Gelegentlich gibt es Musterteiche in den Schauanlagen der Gartenmärkte oder auch bei öffentlichen Gartenschauen. Hier sind auch Vergleiche zwischen Folienteichen und Hartkunststoffbecken möglich.

Kombinieren

Im Vergleich mit Teichfolie sind Hartkunststoffbecken wesentlich teurer. Wenn ein großer Wassergarten gewünscht wird, können Sie aber auch mit beiden Materialien gestalten. So dient das Kunststoffbecken beispielsweise als zentrale Wasserstelle mit Springbrunnen. Rundherum lässt sich dann mit Folie ein Biotop für Pflanzen schaffen. Und damit haben Sie auch die Lösung, was Sie mit dem Kies machen sollen, den Sie im Fertigteich irgendwann nicht mehr brauchen. Setzen Sie ihn beim Folienteichbau ein.


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