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Einen Bachlauf am Gartenteich bauen

Fließendes und sich bewegendes Wasser ruft eine besondere Faszination auf den Betrachter hervor. Eine einfache Methode, Wasserbewegung im Garten zu realisieren, ist die Installation eines Bachlaufs. Ein Bach macht sich normalerweise durch sein fließendes Wasser bemerkbar, das munter über Kieselsteine dahin plätschert. Im Garten ist die Anlage an einem natürlichen Hang oder einem aufgeschütteten Hügel möglich.

Die Wirkung eines Wasserlaufs hängt im Wesentlichen von der Leistung der Pumpe ab. Je stärker der Wasserschwall ist, der die Pumpe verlässt, umso besser sprudelt der Bach. Allerdings ist auch durch eine geschickte Gestaltung eine gute Wirkung zu erzielen, zumal der Kauf und Betrieb einer leistungsfähigeren Pumpe zusätzliche Kosten verursacht. Wenn das Wasser aus einer gewissen Höhe nach unten stürzt und dabei auf Steine oder auf eine Teichoberfläche auftrifft, kann selbst eine kleine Pumpe geräuschvolle Wasserspiele erzeugen. Dagegen läuft das Wasser unmerklich im Bachbett dahin, wenn es nur kleine oder gar keine Höhenunterschiede und Hindernisse zu überwinden hat. Die Länge des Bachlaufs ist weniger wichtig. Ein kurzer Wasserlauf, der günstig platziert ist, kann besser wirken, als ein langer Graben, der abseits durch das Gelände läuft. Es kommt aber immer darauf an, wofür der Bach geschaffen ist. Wer das Plätschern des Wassers gerne in der Nähe eines Sitzplatzes haben möchte, wird den Bach etwa neben der Terrasse oder einem Zweitsitzplatz bauen. Wenn fließendes Wasser etwa zur Belüftung und Filterung eines Feuchtbiotops dienen soll, lässt sich ein Bach auch in einer geschützten Gartenecke anlegen. Natürlich sind Kombinationen möglich. Ein langer Bachlauf kann an der Terrasse vorbei durch den Rasen in einen Teich für Pflanzen und Tiere fließen. Die Pumpe befördert das Wasser dann durch einen Schlauch wieder zurück zur Quelle.

Viele Gestaltungsmöglichkeiten

Ein Bach kann statt eines Teichs in Frage kommen, etwa wenn das Grundstück lang und schmal ist oder wenn Kleinkinder zur Familie gehören. Das seichte Gewässer stellt normalerweise keine Gefahr für Kinder dar. Ein kleiner Wasserlauf lässt sich auch im Zuge einer Teichanlage bewerkstelligen. So kann die Aushuberde, die in großen Mengen anfällt, zu einem Hügel für den Bach aufgeschüttet werden. Günstige Voraussetzungen bietet ein Garten am Hang. Hier lässt sich ein Bach ohne besonderen Aufwand in das Gelände einfügen.

Tüftelei mit nachhaltiger Wirkung

Der Bachbau macht weniger Mühe als der Bau eines Teichs, zumal ein flacher Graben genügt. Allerdings ist der Ausbau schwieriger. Insbesondere die Einrichtung eines Folienbachs ist eine langwierige Angelegenheit. Es genügt nicht anders als beim Teichbau, das Bett auszuheben, mit Folie auszulegen und mit Kies oder Sand auszukleiden. Vielmehr ist es nötig, ausgewählte Steine günstig zu platzieren, damit das Wasser geräuschvoll darüber plätschert und nicht unter oder neben den Steinen abläuft. Wer sich den aufwändigen Ausbau eines solchen Bachs ersparen möchte, ist mit Fertigteilen gut bedient, die sich einfach aufschichten lassen. Die Teichschalen gibt es in verschiedenen Größen, mit ihnen kann man sowohl kleine, schmale als auch längere und breitere Bachläufe gestalten. Solche künstlichen Bachbauelemente entsprechen aber nicht jedem Geschmack. Eine natürliche Alternative bieten flache oder kantige (frostsichere!) Natursteine, die vor dem Aufschichten mit einem Meißel zugerichtet werden, so dass Wasserrinnen entstehen. Weichere Steine können auch mit einer Maschine ausgeschliffen werden. Dünnere Schieferplatten kann man auch so zusammenkleben, dass im mittleren Bereich ein ausreichend breites Bachbett übrig bleibt. Die vorbereiteten Steine lassen sich dann treppenartig im Bach aufbauen. Vor dem Auskleiden mit Folie muss das Bachbett schon entsprechend stufenförmig ausgekoffert werden. Für solche Stufen oder Kaskaden im Bach eignen sich auch kantige Holzbalken, die zwar weniger haltbar sind als Steinblöcke, aber einfach austauschbar sind, wenn sie morsch werden. Bei Hanglage ist auf diese Art auch der Bau kleiner Wasserfälle machbar, indem Steilwände im Bachbett erstellt werden.

Bachbau mit Beton

Der Bachbau ist statt mit Kunststofffolie ebenso mit Beton möglich. Frischer Beton ist gut formbar und passt sich jedem vorgegebenen Bachbett an. Auf diese Weise lassen sich steile Stufen gestalten, die einen geräuschvollen Wasserlauf möglich machen. Zur Bewehrung dienen passend zugeschnittene Stücke eines stabilen, aber flexiblen Maschendrahtgewebes (z.B. Estrichgitter). Sie verhindern Risse im Beton. Zum Kaschieren des grauen Baustoffs können Kieselsteine nützlich sein, die nach dem Ausformen des Bachbetts in den noch frischen Beton gedrückt werden. Gelegentlich hört man über Beton, dass der Kalkgehalt für den Teich schädlich sein soll. Tatsächlich werden geringe Mengen Kalk gelöst, die den pH-Wert des Teichs, der ja zu großen Teilen weiches und leicht saures Regenwasser erhält, aber eher stabilisieren als in ungeeignete Bereiche gehen lassen. So muss man sich darüber eigentlich keine Gedanken machen.

Solarstrom praktisch nutzen

Im Garten gibt es eine Menge Einsatzgebiete für elektrisch betriebene Wasserpumpen. Entsprechend umfangreich ist das Sortiment. Einige davon lassen steh auch mit Solarenergie betreiben, das heißt sie sind speziell dafür gebaut, mit der niedrigen Spannung zurecht zu kommen. Für solche Pumpen ist ein ,,Kraftwerk“ aus Solarzellen nötig. Je nach Leistung werden mehr oder weniger Module gebraucht. Für eine kleine Wasserpumpe genügt beispielsweise ein Modul, das nur 10 Watt Leistung liefert. Eine große Solar-Teichpumpe läuft dagegen nur, wenn sie von einem 40-Watt-Modul versorgt wird. Selbstverständlich müssen die Pumpen und die Solarmodule aufeinander abgestimmt sein und zusammenpassen. Zu beachten ist auch, dass die Module nur bei direkt auftreffender Sonne ihre volle Leistung bringen. Trübes Wetter oder Wolken vermindern die Wirkung wesentlich. Sie müssen deshalb optimal platziert und ausgerichtet sein. Außerdem müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass eine mit Solarstrom betriebene Pumpe ohne größeren finanziellen Aufwand und die Anschaffung großer Module sowie Speicherbatterien nur eine begrenzte Leistung haben kann und sich nur ein kleiner, nicht zu langer Wasserlauf betreiben lässt. Wie der Sonnenstrom direkt vom Sonnenlicht abhängig ist, lässt sich deutlich an einem Wasserspiel zeigen, das mit einem Modul und einer Pumpe betrieben wird. Je stärker die Sonne das Modul beleuchtet, umso kräftiger ist der Wasserschwall. Sobald eine Wolke den Himmel verdunkelt, lässt der Wasserschwall sofort nach. Natürlich wirkt sich ein Wetterwechsel auch auf den Wasserlauf im Bachbett aus. Der wechselnde Wasserfluss kann aber durchaus attraktiv sein und für Abwechslung sorgen.

Leistung der Pumpe

Die Auswahl der Pumpe richtet sich nach der Höhe, auf die das Wasser befördert werden muss, und nach dem Schlauchdurchmesser Beispielsweise kann eine gewöhnliche Tauchpumpe, die sonst zur Brunnenwasserförderung oder zur Entwässerung von Gebäuden genutzt wird, ca. 8.000 Liter Wasser pro Stunde (130 l pro Minute) durch einen 3/4-Zoll-Schlauch auf eine Höhe von ca. 6 m transportieren. Dadurch ergibt sich schon ein recht üppiger Wasserschwall. Solche Pumpen sind schon für relativ wenig Geld zu bekommen. Leistungsfähigere Typen kosten entsprechend mehr. Der Stromverbrauch ist allerdings bei einer Leistung ab etwa 300 Watt beträchtlich. Es empfiehlt sich deshalb, einen derart gebauten Wasserlauf nur zu betreiben, wenn sich Personen im Garten aufhalten. Dagegen kann eine Solaranlage ständig aktiv sein - wenn das Wetter mitspielt. Soll der Bachlauf oder Wasserfall jedoch dauernd bzw. über längere Zeit betrieben werden, ist die Anschaffung einer speziellen Bachlaufpumpe, wie sie im Fachhandel in verschiedenen Ausführungen angeboten wird, unverzichtbar. Dabei kommt es wesentlich auf die Pumpenkennlinie an, soll der Bachlauf diesen Namen verdienen und nicht nur als müdes Rinnsal dahinplätschern. Diese Kennlinie zeigt uns an, in welche Höhe wie viel Wasser transportiert wird. Eine Bachlaufpumpe mit einer Leistung von 10.000 l/h zeigt diese Leistung auf Höhe des Wasserspiegels - es ist also eher eine theoretische Leistung, denn ohne Gefälle kein Bachlauf. An der Kennlinie können wir jetzt ablesen, ob in 2 m Höhe noch 7.000 oder nur noch 2.000 l Wasser fließen - ein Wert, der auch ganz entscheidend für die Bachlaufbreite ist. Viele Hersteller geben auch schon die erreichbare Bachlaufbreite bei einer bestimmten Höhe an. Die Leistung einer Pumpe kann man mit falscher Installation auch ungewollt - drastisch reduzieren. Der Querschnitt des Zuleitungsschlauchs muss so groß wie möglich sein, auch Anschlussstücke oder Schlauchverbinder, die sich verjüngen, müssen abgeschnitten und auf das Schlauchmaß zugemessen werden. Knicke und starke Windungen müssen so weit wie möglich reduziert werden. Der Schlauch sollte die kürzeste Verbindung nehmen, die möglich ist. Wichtig ist auch, die Pumpe nicht an der tiefsten Stelle des Teichs, sondern in Ufernähe - vielleicht auf einer kleinen Plattform unter Wasser - zu installieren, damit man sie leicht reinigen kann. Am Teichboden dagegen sammeln sich die Abfallstoffe, die kleineren verschmutzen den Bachlauf, die größeren die Pumpe und den Schlauch und können schlimmstenfalls zu einem völligen Verstopfen und damit einem Versiegen des Bachlaufs führen. Zum Reinigen des Teichs sind Bachlaufpumpen ungeeignet.

Tipp

Gut sortierte Garten- oder Baumärkte führen die Pumpen, die sie im Sortiment haben, in Schauanlagen oder m speziell vorbereiteten Wasserstellen vor. Hier ist deutlich zu sehen, welcher Pumpentyp für einen Bach geeignet ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft eine regelbare Pumpe, die eine etwas höhere Leistung hat, als man ausgerechnet hat.

Graben mit Sprudel

Die wohl einfachste Möglichkeit, einen Bach mit bewegtem Wasser zu bekommen, gelingt durch den Bau eines nahezu flachen Grabens, der von einem Quellbrunnen versorgt wird. Der Graben lässt sich wie ein Teich aus Folie bauen. Als Bett dient kein großes, rundes Becken, sondern ein schmaler, langer Graben, der auch eine geschwungene Form haben kann. Eine stellenweise frostsichere Tiefe von etwa 80 cm lässt die Pflanzung von Seerosen und den Einsatz von Fischen zu. Je größer der Graben gebaut wird beziehungsweise je mehr Wasservolumen er bietet, umso mehr Pflanzen kann er aufnehmen. Wie beim Teichbau gilt: Weniger ist mehr, das heißt es sollten nur wenige ausgewählte Wasserpflanzen eingesetzt werden. Die Uferbepflanzung darf sich dagegen üppiger entwickeln. Für die Wasserbewegung sorgt eine Pumpe, die auf dem Grund des Grabens sitzt oder in einem speziellen Schacht daneben. Sie befördert das Wasser durch eine Schlauchleitung zu einer Quelle. Das kann ein großer Kiesel sein, der durchbohrt und mit einem Metallrohr bestückt wird. Daraus entspringt ein Wasserstrahl, der geräuschvoll auf der Wasseroberfläche auftrifft. An dieser Stelle dürfen natürlich keine Wasserpflanzen wachsen. Ein solcher Graben kann beispielsweise am Rand einer Rasenfläche einen günstigen Platz bekommen oder neben einem Gartenweg. Die Anlage ist aber auch im Vorgarten machbar oder an anderen, schmalen Stellen. Natürlich darf ein tiefer Graben keine Gefahrenstelle für Kinder darstellen. Falls nötig, lässt er sich mit Kieseln seichter machen. Für den Bau eines schmalen Bachlaufs oder Grabens genügt ein schmaler Folienstreifen, der etwa vom Teichbau übrig ist. Für einen breiten, tiefen Graben ist ein entsprechend großes Folienstück nötig. Ein Bach lässt sich mit relativ geringem - finanziellem und personellem, denn eine Person reicht schon - Aufwand im Garten installieren. Je nach Gartengröße kann die Länge und Höhe angepasst werden. Das Resultat ist immer ein beruhigend dahinplätschernder mehr oder weniger geräuschvoller Wasserlauf. Aber denken Sie bitte daran: Was des einen Freud, ist des anderen Leid, stimmen sie sich vorher mit Ihren Nachbarn ab oder positionieren Sie den Bachlauf so, dass er den Nachbarn nicht zum Ärgernis wird.


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