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Klares Wasser im Gartenteich! Wassertrübungen, ihre Ursachen und Lösungsvorschläge

Bei einem Gartenteich denkt man eigentlich immer an Natur, Wasser und Fische. Spätestens dann aber, wenn sich das Wasser eintrübt oder grün färbt, sollte man sich Gedanken über seine Reinigung machen. Besonders, wenn es sich um einen kleinen Zierteich oder einen Teich mit Fischen handelt, ist baldiges Handeln angesagt. Ist ein naturnah gestalteter Teich großzügig dimensioniert, reguliert er sich mit der Zeit von selbst. Denn das biologische Gleichgewicht hat sich bereits nach wenigen Monaten weitgehend eingependelt. Viele Teichpflanzen reinigen das Wasser und reichern es mit Sauerstoff an. Wer einen Fischteich anlegen möchte, muss das Überleben der Pflanzen und Tiere im Teich sichern. Denn Fischfutter und Fischkot wandeln sich innerhalb kürzester Zeit in Nährstoffe für Algen, aber auch in Schadstoffe um, die besonders den Tieren im Teich schaden. Der Einsatz von Pumpen und Filtern ist eine geeignete Möglichkeit, das Teichwasser zu reinigen, damit der Blick auf die Fische ungetrübt bleibt.

Grünes Wasser durch Algen

Schwebealgen sind für das grünliche, trübe Teichwasser verantwortlich. Sie verschwinden wieder, sobald die erhöhte Nährstoffmenge im Wasser von den Sumpf- und Wasserpflanzen aufgebraucht ist. Fadenalgen breiten sich im Frühjahr stark aus. Sie wachsen häufig schneller als die Pflanzen im Teich. Sobald diese zu wachsen beginnen, stellt sich das biologische Gleichgewicht wieder ein und die Algen sterben ab. Dann müssen sie allerdings umgehend aus dem Teich gefischt werden. Algen im Gartenteich sind normal. Sie sind kern Zeichen von verschmutztem Wasser. Wenn sie nur vereinzelt auftreten, ist das ein Zeichen guter Wasserwerte. Allerdings sollte man sie begrenzen und gegen den ungehemmten Wuchs Vorbeugen durch
* eine abwechslungsreiche Teichvegetation,
* den Einsatz von Unterwasserpflanzen,
* eine optimale Wassertiefe (80-120 cm),
* das Nachfüllen von kühlem Wasser an heißen Tagen,
* eine kontinuierliche Sauerstoffzufuhr und
das regelmäßige Entfernen von Algen.

Viel Dünger im Teich

Viele Gartenteiche sind überdüngt, weil sich zu viele Fische darin aufhalten. Ein weiterer Grund kann eine zu stark gedüngte Teicherde sein. Verwenden Sie deshalb nur nährstoffarme Substrate. Wasserpflanzen sollten nur gedüngt werden, wenn sie gelbliche Blätter zeigen oder weniger blühen. Grenzt eine Rasenfläche unmittelbar an das Gewässer an, kann über das natürliche Gefälle Regenwasser in den Teich geschwemmt werden. Verzichten Sie daher auf die chemische Düngung Ihres Rasens und verabreichen Sie ihm und den blühwilligen Teichpflanzen nur organische Substanzen. Teichpflanzen werden weniger krank, wenn man ihnen optimale Voraussetzungen zum Wachsen und Gedeihen schafft. Sollten sie dennoch von Schädlingen befallen werden, verzichtet man bei deren Bekämpfung auf chemische Mittel aus Rücksicht auf die gesunden Pflanzen und Tiere im Wasser. Nur urnweltschonende und zugelassene Spritzmittel, die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit empfohlen werden, sollten hierfür zum Einsatz kommen.

Zu warm im Sommer

ln einem kleinen Teich erwärmt sich das Wasser besonders an heißen Tagen relativ schnell. Deshalb sollten Sie bereits bei der Planung Ihres Gartenteichs eine Mindestwassertiefe von 1,00 Meter berücksichtigen sowie einen Standort auswählen, an dem das Gewässer nur für maximal sieben Stunden Sonne bekommt. Um das Wasser zusätzlich zu kühlen, sind etwa Seerosen geeignet. Denn mit ihren großen Blättern bedecken sie die Wasseroberfläche und beschatten somit die unteren Wasserschichten, die dadurch kühl bleiben.

Wasser entweicht

Ist nicht genügend Wasser im Teich, kann es sich auch schneller eintrüben. Diese Tatsache fällt umso deutlicher auf, sobald einer kräftiger Regenschauer den Teich wieder bis an den Rand gefüllt hat. Dann ist auch das Wasser wieder klar. Sofern der Regen ausbleibt, füllen Sie einfach regelmäßig Wasser mit dem Schlauen nach. Aber nicht nur Verdunstung führt zu Wasserverlust im Teich. Wenn Bereiche des Ufers mit Sand gestaltet werden, wirkt das nicht nur sehr einladend für den Aufenthalt, sondern kann den Wasserspiegel allmählich absinken lassen Denn der Sand saugt sich voll, ähnlich wie ein Schwamm. Auch eine nicht fachgerecht ausgebildete Kapillarsperre oder eine beschädigte Folie können die Ursache dafür sein, dass regelmäßig Wasser unkontrolliert aus dem Teich entweicht. Verwenden Sie daher geeignete Geräte, um Laub und Algen abzufischen oder beim Teilen der Pflanzenballen, und vermeiden Sie Ausläufer bildende Pflanzen wie Rohrkolben und Schilf. Wollen Sie Bambus am Teichrand pflanzen, müssen Sie eine Rhizomsperre einbauen.

Technik zum Reinigen des Teichwassers

Herabfallende Blätter sowie abgestorbene Pflanzen verschmutzen den Teich und führen dazu, dass sich mit den Jahren eine dicke Schlammschicht bildet. Dadurch entstehen Faulgase, die zum Absinken des Sauerstoffgehalts im Wasser führen. Dieser Schlamm muss regelmäßig entsorgt werden, was häufig mühsam und arbeitsintensiv ist. Hilfreich bei dieser Arbeit kann ein Schlammsauger sein. Diese Teichreinigung bringt allerdings einige Nachteile mit sich, denn kleine Fische, Libellenlarven und Käfer können von der starken Saugwirkung des Geräts erfasst werden. Zum Reinigen des Teichwassers können Sie auch einen Skimmer einsetzen. Damit lassen sich Blätter, Staub und Pollen direkt von der Wasseroberfläche entfernen. Gegen grünes Wasser hilft vor allem eine UV-C-Lampe. Das Wasser wird damit zwar klar, aber die Ursache, Nährstoffüberschuss, müssen Sie zusätzlich beseitigen.

Biologisch reinigen

Mit Rücksicht auf die Fauna des Wassers stellt eine biologische Teichreinigung eine geeignete Alternative zur mechanischen Reinigung dar. Darüber hinaus braucht der Teichschlamm seltener beseitigt zu werden. Mit Bakterienkulturen wird der Schlamm reduziert. Durch die Aktivierung dieser Bakterien im Wasser kommt es zu einer erhöhten Produktion von Enzymen, die die Lösbarkeit der organischen Stoffe verbessern. Die Enzyme spalten die wasserunlöslichen Moleküle in kleinere wasserlösliche auf, von denen sich die Mikroorganismen ernähren. Dadurch reduziert sich der Faulschlamm. Die Bakterien sind über den Fachhandel erhältlich (s. Bezugsquellenverzeichnis).

Wasserqualität regelmäßig prüfen

Ein naturnaher Teich darf nur wenige Nährstoffe enthalten, sonst eutrophiert er. Deshalb sollten Sie regelmäßig die Wasserqualität überprüfen. Das Teichwasser verändert sich während des Tages und in Verlauf des Jahres vor allem dann, wenn der Teich klein ist. Der pH-Wert und die Temperatur des Wassers können sogar zwischen morgens und abends schwanken. Für die Fische müssen allerdings a Wasserwerte möglichst gleich bleiben, damit sie nicht krank werden. Die Wassertests können Sie ohne Vorkenntnisse leicht durchführen. Dazu gibt es im Fachhandel einfache und relativ genaue Analysesets. Hiermit lassen sich die wichtigsten Werte wie Karbonat- und Gesamthärte, pH-Wert, Stickstoffwerte sowie der Sauerstoffgehalt des Wassers ermitteln. Führen Sie den Test bei der Erstbefüllung durch und danach einmal pro Monat. Die optimalen Werte sowie Grenzwerte sind auf der Analysepackung angegeben.

Maßnahmen im Fischteich

Die meisten Fische wachsen, nachdem sie in den Teich gesetzt wurden, etwa um das Drei- bis Vierfache in der Länge, ihr Gewicht erhöht sich dabei um das Zwanzig bis Fünfzigfache. Das Futter, der Sauerstoffbedarf der Tiere sowie die Exkremente elasten das Teichwasser enorm, besonders wenn es sich um ein kleines Gewässer handelt. Wenn das Gleichgewicht eines Fischteichs in Schieflage gerät, kann er schnell viel Arbeit machen. Vorbeugen können Sie, indem Sie ihn mit einem technischen Filter ausstatten. Dieser übernimmt die kontinuierliche Reinigung des Wassers Zusätzlich sollten Sie regelmäßig die größeren Algen aus dem Wasser fischen, die Wasserqualität prüfen, vor dem Herbst ein Laubschutznetz über die Wasseroberfläche spannen sowie an heißen Tagen kühles Wasser nachfüllen. Außerdem sollte das Teichwasser kontinuierlich mit Sauerstoff angereichert werden.

Sauerstoff in den Teich

Ist der Teich klein oder sind Fische darin, ist oft das Gleichgewicht zwischen Zufuhr und Abbau der Nährstoffe nicht ausgewogen. Eine gewisse Menge Algen ist zwar normal, aber ihr Abbau verbraucht viel Sauerstoff. Dann kann der Teich faulig riechen und das Leben der Pflanzen und Tiere im Teich ist gefährdet. Um Abhilfe zu schaffen, muss dem Wasser Sauerstoff zugeführt werden. Der kann in unterschiedlichster Form in das Teichwasser gelangen, zum Beispiel durch Wasserspiele, Fontänen, Quellsprudler oder Membranpumpen. Sie sorgen für ausreichend Zirkulation im Gartenteich. Allerdings sollten sie auch während der Nacht in Betrieb sein, da der Teich rund um die Uhr Sauerstoff verbraucht.

Bachlauf

Auch mit einem Bachlauf können Sie dafür sorgen, dass das Wasser im Teich in Bewegung und sauerstoffreich bleibt. Dieser muss so angelegt sein, dass er sich über eine Strecke von mindestens drei Metern erstreckt oder sich in einer s-förmigen Windung zum Teich schlängelt. Der Bachlauf wird wie eine Mulde gestaltet und muss ebenso wie der Teich abgedichtet werden. Danach werden Kieselsteine gefüllt und der Rand mit niedrigen Stauden bepflanzt. Besonders wichtig ist ein ausreichendes Gefälle. Über eine Pumpe wird das Wasser zur Bachlaufquelle gepumpt und von dort aus plätschert es über die Steine hinab in den Teich.

Pflanzen

Eine natürliche Methode, um das Teichwasser mit Sauerstoff zu versorgen, ist die Verwendung von Unterwasserpflanzen. Ähnlich wie die Algen regeln sie ihren Nährstoffbedarf direkt aus dem Wasser. Dies geschieht über ihre sehr fein gegliederten Blätter. Unterwasserpflanzen wachsen in unterschiedlichen Wassertiefen, manche breiten sich teppichartig aus, andere scheinen förmlich durch das Wasser zu schweben. Pflanzen, wie zum Beispiel Sumpfwasserstern, Callitriche palustris, und Kanadische Wasserpest, Eleodea canadensis, zählen zu den wichtigsten Arten und sollten im Gartenteich nicht fehlen. Je mehr von ihnen im Wasser vorhanden sind, desto weniger Algen können sich ausbreiten. Allerdings müssen sie regelmäßig ausgedünnt werden, damit die Nährstoffe auch wirklich aus dem Teich herausgelangen.


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