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Lotosblumen im Gartenteich

Lotosblumen?
Na klar!

Die Kaiserinnen des Wasserpflanzenreichs mögen nur bedingt winterhart sein. Sie im eigenen Garten zu kultivieren, ist jedoch unkomplizierter, als man denkt. Träumen Sie noch oder pflanzen Sie schon?

Kennen Sie den Lotoseffekt der Teichbesitzer? Analog zur Selbstreinigung der Blätter durch abperlende Wassertropfen perlt bei ihnen der Gedanke an eine Lotospflanze im eigenen Garten ab. Schließlich müssen die Exoten frostfrei überwintert werden und eignen sich folglich in unseren Breiten eher für Botanische Gärten. Stimmt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Die amerikanische Art (Nelumbo lutea) stammt zwar aus dem gemäßigten Klima der östlichen US-Staaten, gedeiht aber auch in den Großen Seen. Ihr asiatischer Counterpart, der Indische Lotos (Nelumbo nucifera), kommt ursprünglich aus China, breitete sich über Südostasien aus und besiedelt mittlerweile Seen in Oberitalien ebenso wie in Sibirien. Dementsprechend lässt sich weder die Art aus der alten Welt noch die aus der neuen von Frösten nachhaltig beeindrucken.

Sicher durch den Winter

Klar, dass das Image der mangelnden Winterhärte nicht ganz von ungefähr kommt: Beim Durchfrieren sterben alle Pflanzenteile ab. Wird es im Herbst kühler, bildet das Gewächs jedoch Überwinterungsrhizome, die im Folgejahr wieder austreiben. Solange die keinen Frost abbekommen, bleibt der Spaß am Lotos erhalten. Insofern unterscheidet er sich eigentlich nicht von unseren Seerosen. Schließlich gehen deren Speicherorgane durch Einfrieren ebenfalls verloren. Erfahrene Teichgärtner wissen das zu verhindern, indem sie Seerosen in der Wassertiefe pflanzen, die nie zufriert - was sich auf Lotos übertragen lässt. Empfohlen werden Mindesttiefen von 50 bis 60 Zentimetern.

Anders als vermutet, ist die Krux (und die Ursache der schier lotosfreien Zone Deutschland) bei dieser Pflanze unser Sommer. Kommt der temperaturmäßig nicht in die Gänge und bleibt das Wasser somit zu kühl, verweigert Lotos die Blüte. Im Weinbauklima mag man daher eher mit einem im Teich ausgepflanzten Exemplar glücklich werden. Für weniger von der Sonne verwöhnte Regionen hat Werner Wallner, Lotosprofi aus Kirchheim in Schwaben, eine andere Lösung parat: In seiner Spezialgärtnerei Nymphaion kultiviert er Blütenschätze von anderthalb bis zwei Meter Höhe in runden 65 Liter Mörtelkübeln. Für die kleinen Sorten (bis ein Meter Höhe) reichen sogar Gefäße mit 20 Liter Volumen. Darin erwärmt sich das Wasser schneller und sicherer als im Teich. Den Sommer verbringen die mobilen Lotosblumen auf der Terrasse oder oder samt Kübeln in die Erde eingelassen am Teichrand, was den Eindruck erweckt, sie stünden wirklich im Gewässer. Im Spätherbst schneidet man die aus dem Wasser ragenden Pflanzenteile ab und bringt die Kübel in eine Garage. Laut Wallner hat es sich bewährt, sie auf Styropor zu stellen, in Luftpolsterfolie einzupacken und die Pflanzen bis zum Frühling dem “Winterschlaf” zu überlassen.

Im Frühling wird gepflanzt

Gepflanzt werden die (sehr zerbrechlichen) Rhizome im Frühling. Dazu füllen Sie die Wanne zu einem Drittel mit Gartenerde, die idealerweise lehmig ist. Mischen Sie gleich einen mineralischen Langzeitdünger darunter: Lotos ist ein Vielfraß! Die Erde gut anfeuchten, eine Rille formen und das Rhizom hineinlegen. Vorsichtig etwas Erde darüber decken, nur der frische Austrieb sollte freibleiben. Mit lauwarmem Wasser bis zehn Zentimeter über der Erde auffüllen. Bei etwa 20 bis 25 °C wächst das Rhizom gut an. Bis zum Herbst füllen Sie verdunstetes Wasser wieder auf, entfernen Verwelktes und Verblühtes, düngen aller vier Wochen nach - und freuen sich an Ihrem exklusiven botanischen Schatz!

 


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