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Moderne Formen am Gartenteich

Mit Wasserfallstelen kommt Wasser auf andere Wege

Bachläufe, Quellsteine, Fontänen, Springbrunnen, Wasserfälle, es gibt etliche Wege, Wasser im Garten in Bewegung zu bringen. Viele davon stehen in Kontakt mit einem Teich, andere sind aber auch als Einzellösung denkbar. Dieses gilt auch für eine der moderneren Möglichkeiten, Wasser in den Garten zu bringen: die Wasserfallstelen. Wasserfallstelen, so wie sie hier vorgestellt werden, sind eine ganz besondere Art, Wasser in den Garten zu bringen. Sie sind zwischen 40 und 100 Zentimeter hoch (zumindest im Normalfall, es gibt auch einige etwas größere) und relativ schlank. Sie können streng geometrisch gerade wie ein Pfeiler stehen, aber auch gebogen sein und sich nach vorne neigen. In aller Regel sind sie deutlich schmaler als hoch, in der Tiefe - und das ist das Besondere an diesen Stelen, was sie etwa deutlich von Wasserfällen und anderem differenziert - erreichen sie nur wenige Zentimeter. Deswegen braucht auch gar nicht so viel Wasser hochbefördert zu werden, um ein imposantes Bild und einen durchgehenden Wasserfilm am Auslauf zu erzeugen. Von einer Wasserwand unterscheiden sich Wasserfallstelen dadurch, dass das Wasser nicht entlang der Wand herunterfließt, sondern über einen kleinen Wasserfall oder bei schrägen Stelen direkt aus der Öffnung im freien Fall nach unten fällt.

Material

Die meisten Wasserfallstelen werden heute aus Edelstahl angefertigt. Absolut rostfrei, haben sie auch den Vorteil, einfach bearbeitet werden zu können. Während sich aus Stein fast nur gerade Stelen schaffen lassen, sind aus Edelstahl auch gebogene oder sich verjüngende Formen möglich. Wer handwerkliches Geschick hat, kann sich so eine Wasserfallstele übrigens selbst bauen. Es gibt von verschiedenen Anbietern Edelstahlschalen, teilweise mit LED, die in eine Stele aus Steinplatten eingebaut oder anders befestigt werden können. Achten Sie nur auf eine sichere Verklebung der Platten (die Deckplatte sollte zu Revisionszwecken allerdings abnehmbar sein).

Insellösung

Eine Wasserfallstele braucht keinen Teich. Sie kann auch alleine betrieben werden. Dazu benötigt man einen stabilen Kübel, der sich nicht von denen vieler ebenfalls als Insellösung angebotenen Waserspielen unterscheidet. Im Prinzip ist es ein Mörtelkübel, der aber einen besonders stabilen Deckel hat. Dieser kann aus Kunststoff sein ( Glasfaser verstärkter Kunststoff - GfK - hat sich hier besonders bewährt), aber ein Metallgitter ist ebenfalls gut verwendbar. Diese Gitter werden entweder im Teichhandel gekauft oder im Baustoffhandel. Denn dort werden sie als Abdeckungen für Abtritte oder Kellerfensteröffnungen angeboten. Wer einen besonders stabilen Aufbau wünscht, verwendet ein Gitter, das größer ist als der Kübel. Der Kübel wird komplett eingegraben. Um den Kübel wird aber ein größerer Graben angelegt; dieser wird mit Kieseln aufgefüllt. Das ist eine Dränage, wenn der Kübel einmal bei einem starken Regenfall überläuft. Die Abdeckung wird dann mit mittelgroßen Steinen so abgedeckt, dass von ihr selber nichts oder fast nichts mehr zu sehen ist. Die Pumpe wird im Kübel angebracht. Ihre Leistung hängt von der Höhe der Stele und der Breite des Auslaufs ab. Dabei muss die Pumpe eine etwas höhere Leistung haben als bei einem normalen Quellstein, sie ähnelt eher der für einen Bachlauf. So sollte man bei einer Auslaufbreite von 40 Zentimetern mit etwa 7.000 l/h rechnen. Dazu muss die Leistung etwas höher sein, wie hoch, ist auf der Kennlinie abzulesen (auf der Packung abgedruckt oder in der Bedienungsanleitung). Denn je höher die Stele ist, desto stärker muss die Pumpenleistung sein. Am einfachsten ist es, eine Pumpe mit elektronisch regelbarer Leistung zu kaufen. Diese ist etwas teurer, dafür ist man aber, wenn man sich etwa für eine Nennleistung von 10.000 Litern pro Stunde entscheidet, auf der sicheren Seite. Die Zuleitung zur Pumpe, also das Anschlusskabel, kann etwas eingegraben werden und wird dadurch fast unsichtbar. Wenn Sie sich für eine frostsichere Pumpe entscheiden, kann sie im Winter im Resevoir verbleiben. Ansonsten muss sie herausgenommen werden, um nicht einzufrieren und zu platzen.

Am Teichrand

Im Prinzip ist die Anlage am Teichrand identisch. Nur wird hier die Pumpe im Teich angebracht. Damit sie nicht verschlammt oder durch Blätter verstopft, sollte sie etwa 40 bis 50 Zentimeter unterhalb des Wasserspiegels installiert werden. Die Zuleitung sollte von unten in die Stele eingeführt werden. Voraussetzung dazu ist, dass die Stele auf einem stabilen Sockel befestigt wird. Diesen kann man selbst aus einer größeren Steinplatte anfertigen. Auf ebener Fläche kann er so verankert werden, dass die Stele sogar über dem Wasser zu stehen scheint. Aber das ist dem handwerklichen Geschick des Teichbesitzers - oder eines Galabauers - überlassen. Ist aber etwa schon ein Steg oder eine andere sehr stabile Teichumrandung vorhanden, kann die Stele hier sehr einfach installiert werden. Natürlich ist auch die Installation am flachen Teichrand möglich, sofern eine stabile Unterlage geschaffen werden kann. Um sie gerade aufzustellen, muss besonders sorgfältig gearbeitet werden. Der Schlauch von der Pumpe zur Wasserfallstele sollte 30 bis 50 Zentimeter länger als nötig sein. So kann diese im Herbst einfach an eine tiefere Teichstelle gestellt werden. Hier kann sie problemlos bis zum Frühjahr unter Wasser bleiben.

Wasserfall auf Zeit

Wegen der durchaus kräftigen Geräuschentwicklung kann man sich überlegen, die Stele nur zeitweise laufen zu lassen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist sicher die Installation einer Zeitschaltuhr an der Pumpenzuleitung. Nachteil ist aber, dass sie dann immer nur zu einer bestimmten Zeit läuft. Eleganter ist da die Steckdose mit Fernsteuerung , die einfach bei Bedarf an- und abgeschaltet wird. Soll die Stele nur dann aktiv sein, wenn man in der Nähe ist, kann auch ein Bewegungsmelder mit entsprechendem Relais (etwa auf dem Weg zur Stele) angebracht werden.

Als Belüftung am Fischteich

Eine noch wenig genutzte Lösung ist die als Belüftung am Fischteich. Im Sommer, wenn die Temperaturen sehr hoch sind, kommt es im Teich oft zur Sauerstoffknappheit, besonders dann, wenn auch noch reichlich gefüttert wird. Die Stele sorgt für eine Wasserumwälzung, die den Sauerstoffgehalt erhöht. Natürlich erfüllt eine Belüftung über eine Membranpumpe denselben Zweck, ist aber weniger attraktiv. Da die Pumpe für die Stele nur in geringer Tiefe steht, besteht auch nicht die Gefahr, dass die tieferen Schichten des Teichs, die meist etwas kühler sind, mit umgewälzt werden. So können sie weiterhin als Rückzugsgebiet für Fische an besonders warmen Tagen dienen. Neben der praktischen Funktion erfüllt die Stele hier ihren eigentlichen Zweck: Sie sieht schön aus.


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