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Taglilien am Gartenteich

Taglilien, botanisch zur Gattung Hemerocallis gehörend, sind Stauden, die im Garten vielfältig verwendet werden können. Sie passen besonders gut an den Teichrand oder in sein Umfeld, denn sie bevorzugen feuchten Boden, brauchen diesen aber nicht zwingend. Die Taglilie ist eine Gartenpflanze für ,,intelligente Faule", wie der deutsche Züchter K.H. Förster sie einmal treffend beschrieben hat. Diese Aussage betrifft insbesondere die alten und robusten Landschaftssorten. Im Gegensatz zu anderen Stauden ist eine Teilung nur selten notwendig. Darüber hinaus ist die Taglilie robust, langlebig und braucht wenig Aufmerksamkeit. Ihre Blüten haben was zu bieten!

Herkunft

Taglilien lieben die Sonne, geben sich aber auch zur Not mit Halbschatten zufrieden. Sie blühen dann aber nicht so reich. Ursprünglich kommt die Taglilie aus China und hat dort eine lange Tradition. Die Blüte der Taglilie ist nur einen Tag geöffnet und verwelkt dann. Sie will uns auf die Einmaligkeit des Tages („genieße diesen Tag"), aber auch auf seine Vergänglichkeit aufmerksam machen. Diese Symbolik spiegelt sich in der Namensgebung wieder. Die kurze Lebenszeit der Blüte schmälert aber nicht ihren Gartenwert. Taglilien sind ausgesprochen blütenreich und viele Sorten bilden bis zu 100 Knospen in einem Sommer. Eine gute Staude blüht daher mehrere Monate lang.

Wissenswertes

Taglilienknospen, Blüten und Blätter sind essbar. Den jungen Blatttrieben sagt man bei Verzehr eine aphrodisierende Wirkung nach. Probieren Sie es aus, garantieren kann ich es jedoch nicht. Aber es sollte Sie nicht davon abhalten, Taglilienblüten als Salatdekoration zu verwenden und beim Essen eine passende Geschichte dazu zu erzählen. Leider finden auch Nacktschnecken Taglilien lecker und bevorzugen diese Staude auf ihrer Nahrungssuche am Abend! Daher sind geeignete Abwehrmaßnahmen zu treffen, wenn viele Schnecken vorhanden sind (vor allem in feuchten Sommern).

Blühzeiten

Man unterscheidet früh blühende, mittel und spät blühende Sorten, und damit können Taglilienblüten den Teichrand von Mai bis Anfang September zieren. Eine mittel blühende Sorte zeigt ihre Farbe von Juni bis August, also über acht Wochen lang. Aber auch in der blütenlosen Zeit ist die Taglilie durch ihr schmales, überhängendes Laub als Blattpflanze attraktiv. Die Blüten der Naturformen sind gelb oder ziegelrot.


Zucht

Mit Taglilien wird intensiv gezüchtet. Die Taglilie ist eine Modepflanze und jährlich kommen alleine in den USA über 1000 neue Sorten auf den Markt. Das Sortiment umfasst inzwischen über 20000 registrierte Schönheiten. Fast alles ist züchterisch vorhanden: geäugte, gerüschte, gesäumte und gefüllte Blüten. Die Blütenform kann sternförmig, triangelförmig, flach, gewölbt, rund und trompetenförmig sein sowie die Form einer Spinne haben. An Farben gibt es nahezu alle denkbaren Töne, außer reinblau. Ebenso werden kleinwüchsige, mittel- und hochwüchsige Sorten angeboten. Damit variiert die Wuchshöhe des Laubes zwischen 30 und 80 cm, die Blütenhöhe zwischen 35 und 140 cm. Es ist also eine Staude für alle Platzierungen am Teichrand und im Blumenbeet. Eine weitere Unterscheidung erfolgt nach diploiden oder tetraploiden Sorten. Diploide Sorten sind meist laubeinziehend, d.h. ihre Blätter sterben im Winter ganz ab. Viele tetraploide Sorten (verdoppelter Chromosomensatz) bleiben im Winter teilweise grün. Sie wirken durch ihre kräftigere Blatt- und Blütensubstanz aber auch häufig steif und wachsen weniger kompakt. Sie sind für architektonische Wassergärten oder Topfpflanzungen gut geeignet, passen aber weniger in eine naturnahe Teichrandbepflanzung. Bei naturnahen Wasseranlagen würde ich eher diploide Wildformen und einfarbige Züchtungen empfehlen. Weitere Unterscheidungen sind eigentlich nur für Liebhaber interessant.

Warum ist die Taglilie so beliebt?

Es sind die beschriebenen Eigenschaften. Ich kenne keine andere Staude, die so fantastische und extravagante Blüten in einer solchen Farben- und Formenvielfalt bietet. Man findet ausgefallene und einmalige Farbtöne wie bei keiner anderen winterharten Gartenstaude. Und sie liebt die Nähe zum Wasser.

Was sind mögliche Nachteile?

Manche tetraploiden Sorten öffnen ihre Blüten nur bei günstiger, warmer Witterung ideal. Neue Züchtungen aus dem Süden der USA sollten daher kritisch geprüft werden. Denn unser europäisches Klima lässt viele der hoch gelobten neuen amerikanischen Sorten „alt" aussehen.
Mein Tipp Kaufen Sie deutsche/europäische Neuzüchtungen oder bewährte Sorten, die auch preiswerter sind (siehe Bezugsquellen). Die abgestorbenen Blüten sehen nicht bei allen Sorten toll aus und die meisten Taglilienfreunde entfernen sie regelmäßig. „Putzen" nennt man diese Tätigkeit, bei der man auch gleichzeitig die neuen Blüten des Tages bewundern kann. Die Blüten einer Taglilie zeigen meist in eine Richtung, nämlich dahin, von wo das meiste Licht einfällt. Dies sollte man bei der Pflanzung berücksichtigen. Die Extravaganz wundervoll geäugter Sorten bereitet aber auch Probleme im Kombinieren mit anderen Stauden. Einfarbige Taglilien sind generell einfacher in ein Staudenbeet am Teich zu integrieren.


Welche Pflege braucht die Taglilie?

Im Frühjahr zum neuen Blattaustrieb wird die Taglilie gedüngt und dankt dies mit einer guten Blütenbildung. Abgestorbene, verfaulte Blatttriebe und Blütenstile werden im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr abgeschnitten. Dies kann man auch bei den so genannten immergrünen Sorten praktizieren, denn die Triebe werden im Winter häufig matschig und wirken wenig dekorativ. Ansonsten ist die Taglilie eine robuste Gartenstaude, die jedes Jahr reicher blüht und selten geteilt werden muss.

Der Duft

Einige wenige gelbe Sorten (insbesondere ältere Züchtungen) duften nach Zitrone, die meisten aber nicht. Man kann eben nicht alles haben!

Der ökologische Wert

Die Pollen der Taglilien haben eine magische Anziehungskraft für Schwebfliegen. Diese sehen aus wie kleine Wespen (stechen aber nicht) und helfen uns, die Blattläuse im Garten zu reduzieren. Aber auch viele andere Insekten besuchen die Taglilienblüte.

Wann pflanzt man Taglilien?

Besonders günstig sind Herbst und Frühjahr für Wurzelware. Sommerpflanzung ist auch möglich, wenn die Pflanze im Container gekauft oder geliefert wird.

Krankheiten/Anfälligkeiten

Normalerweise sind Taglilien recht robust, aber bei der Anpflanzung vieler Sorten kann sich leicht ein Schädling einbürgern, die Hemerocallis-Gallmücke, deren Larven die ersten Blüten im Frühsommer schädigen. Bei einem Befall sieht es so aus, als hätten die Blütenknospen „Pocken" oder wollten frühzeitig aufbrechen. Ich verwende keine Gift-Spritzmittel am Gartenteich, sondern entferne die befallenen Knospen und entsorge sie über die Mülltonne. Da der Schädling nur die ersten Blüten befällt, nehmen die Pflanze und der weitere Blütenverlauf keinen Schaden. Eher stellen Schnecken ein Problem für Jungpflanzen dar, und nach milden Wintern und in feuchten Sommern sollten Sie Schneckenkorn einsetzen oder andere Schutzmaßnahmen treffen.

Welche Begleitpflanzen empfehlen sich?

Von der Blattform bieten sich alle großblättrigen, Feuchtigkeit liebenden Stauden als Begleitpflanzen an. Ich verwende gerne Bergenien, Funkien (Hosta) oder Astilben, die auch gut zum Teichrand passen. Aber auch Primeln und Narzissen bieten sich als Frühjahrsblüher an. Iris sibirica-Sorten bilden ebenfalls eine gute Nachbarschaft, sind aber nach meinem Geschmack in der Laubbildung zu ähnlich. Ich pflanze meine Iris-Sorten lieber im Abstand zu Taglilien. Gut geeignet ist Schnittlauch (Allium) als Nachbarpflanze, da er sich der Wuchshöhe der Taglilien unterordnet und auch im Laub anders wirkt. Als niedrige Begleitpflanzung am Teichrand sind auch Günsel (blaue Blüte) oder Pfennigkraut (gelbe Blüte) gut zu verwenden.

Sind Taglilien teuer?

Im Vergleich zu anderen Stauden leider ja, insbesondere dann, wenn man sich für eine aktuelle Spitzensorte interessiert. Hier findet man Sorten, die bis zu 150,- € und mehr kosten Ältere gute Sorten kosten 3,- bis 20,- €. Die Preise gelten für einen Ableger mit 1-2 Fächern. Auch dies macht die Taglilie zu einer ausgefallenen Pflanze. Aber glauben Sie mir, diese Staude hat ihren ganz besonderen Reiz und kann Leidenschaft erwecken. Sie sollte deswegen an keinem Teichrand fehlen. Und Sie werden feststellen, eine bleibt dann selten allein!


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