Nächster Versand in
:
:
¹
Blog
Facebook
Über Garnelio
Garnelio Team
Beitrag teilen:

Teichpflege im Herbst So wird der Gartenteich winterfest

Ob Sie einen letzten Wassercheck vor Saisonende durchführen, Algen abfischen oder mit dem Spannen der Drähte für das Laubnetz beginnen, im Herbst ist immer etwas zu tun. Bald neigt sich das Jahr dem Ende zu, da soll der Teich fit für den Winter gemacht werden. Wenn sich erst eine Eisdecke bildet, ist es meist zu spät, versäumte Arbeiten nachzuholen.

Blick in den Teich

Wenn sich die Unterwasserpflanzen in der wärmeren Jahreszeit (zu) prächtig entwickelt haben, ist ein starker Rückschnitt möglich. Die Pflanzen landen auf dem Kompost, dem Ökosystem Teich werden mit dem Entfernen der Biomasse Nährstoffe, vor allem Stickstoff und Phosphat, entzogen. Besonders bei im Teich bewurzelten Arten schwören manche Teichfreunde auf Unterwasserschneider mit langer Teleskopstange. Die abgetrennten Teile schwimmen auf und können leicht abgekeschert werden.

Kescher stets in Griffweite

Starke Herbstwinde bringen es mit sich, dass Dinge in den Teich gelangen, die hier nichts verloren haben. Blätter, Früchte oder Äste sind die häufigsten „Verunreinigungen", die abgekeschert werden müssen. Natürlich gibt es auch im Herbst Algen, doch sind sie bei Weitem nicht so schlimm wie im Sommer. Auch ein eventuell vorhandener Skimmer muss regelmäßig entleert und gesäubert werden.

Laubschutznetz

Ein Netz über einem Teich sieht zwar nicht unbedingt schön aus, aber es erspart viel Arbeit und dem Teich viele potenzielle Nährstoffe. Um unnötigen Nährstoffeintrag zu vermeiden, muss Herbstlaub vom Teich ferngehalten werden. Stehen keine Bäume und Sträucher in der Nähe, so reicht ein gelegentliches Abfischen der ins Wasser gewehten Blätter. In allen anderen Fällen verrichtet ein auf Holzpflöcken, Stangen, waagerechten Drähten oder Schnüren montiertes Laubschutznetz gute Dienste, das mit Heringen oder großen Steinen wie ein Zelt windfest gespannt und im Boden verankert wird. Dabei darf kein Spalt zwischen Netz und Boden bleiben, da sonst Laub unter das Netz geweht wird. Es gibt verschiedene Maschenweiten zwischen 5 und 10 mm im Handel, je nach der Größe des zu erwartenden Laubes. Das Netz darf keinesfalls auf dem Wasser aufliegen, da das nasse Laub schwer ist und das Netz ins Wasser zieht. So werden die Blätter erst recht zersetzt und bringen Nährstoffe in den Teich. Im November, bevor der erste Schnee es beschweren könnte, wird das Netz wieder abgebaut, getrocknet und fürs nächste Jahr verstaut.

Abdeckung

Bei formalen kleinen Wasserbecken, die auch über Winter abgelassen werden, zimmert man sich besser eine Holzabdeckung, die gleich den ganzen Winter über als Schneeschutz verwendet werden kann. Eine wasserdichte Plane über der Abdeckung bringt 100%igen Schutz.

Samenunkräuter im Wasser?

Nicht nur Ausläufer bringen eine Pflanze weiter. Einige Sumpf- und Wasserpflanzen produzieren solche Mengen an Samen, dass man staunt, wie und vor allem wo überall die anfangs so unscheinbare Pflanze im Teich und im Garten hingelangen konnte. Schneiden Sie die Samenstände noch vor der Vollreife ab, um eine massenhafte Selbstaussaat zu verhindern. Viele Wasserpflanzen wie Rohrkolben fruchten erst im Spätsommer oder Herbst. Ein konsequentes Abschneiden aller Samenstände erspart Ihnen im nächsten Frühjahr viel Arbeit. Froschbiss, Sumpf Vergissmeinnicht oder Blutweiderich sind bekannte Beispiele dafür.

Exotische Schönheiten

Gerade bei einem Miniaturwassergarten, der ohnehin im Winter eingemottet wird, hat man mit frostempfindlichen Pflanzen keine zusätzliche Mühe. Pflanzen aus den Tropen und Subtropen wie Wasserhyazinthe, Wassersalat, Feenmoos und Schwimmfarn wollen aber einen sehr hellen Platz im warmen Zimmer oder brauchen sogar Zusatzbeleuchtung. Es wird nicht immer gelingen, diese Pflanzen über den Winter zu bringen, oft ist es einfacher, nach den Eisheiligen neue Pflanzen zu kaufen und einzusetzen.

Überwinterung ohne Risiko

Haben Sie ein Gefäß aus Holz, Stein, Beton oder Keramik, so kann es durch die größere Ausdehnung des Eises gegenüber dem Wasser springen oder Risse bekommen. Dagegen hilft ein größerer, halb untergetauchter Styroporblock, der als Puffer dient. Um besonders wertvolle Stücke sicher über den Winter zu bringen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie tragen, schieben, rollen den Teich ins Haus an einen ungeheizten, aber frostfreien hellen Ort. Oder Sie müssen das Becken ganz entleeren, säubern, abdecken oder umdrehen und die Pflanzen in Kunststoffkübeln oder großen Kunststofftrögen lagern. Für pflanzliches und tierisches Leben ist das die denkbar schlechteste Variante. Winterharte Sumpfpflanzen können draußen durchfrieren, ohne Schaden zu nehmen. Lassen Sie möglichst viel Teichboden rund um die Wurzeln im Kübel, wenn sie nicht ohnehin in Körbe gepflanzt wurden.

Pumpen überwintern

Viele Teichpumpen sind nicht Winter fest. Sie müssen ausgebaut und frostsicher verwahrt werden. Ein geeigneter Ort dafür sind der Keller oder die Garage. Dabei können sie gleich gereinigt und gewartet werden. Bei Pumpen, die sich außerhalb des Teichs in einem Pumpenschacht befinden, muss lediglich das Wasser im Pumpenkreislauf abgelassen werden.

Überwintern im Teich

Amphibien können problemlos im Teich überwintern. Im kalten Wasser ist genug Sauerstoff gelöst, die Tiere gehen in einen Ruhezustand mit verringertem Stoffwechsel über und atmen durch die Haut. Je kleiner ein Gartenteich ist, desto schwieriger werden aber die Bedingungen In einem großen Teich gibt es genug „Belüftungsmöglichkeiten". Viele hohle Stängel in der Flachwasserzone durchbrechen das Eis, die Größe bedingt auch eine ausreichende Tiefe von mindestens 80, besser 100 Zentimetern. Auch neu angelegte Teiche sind in strengen Wintern mit langer Eisdecke problematisch, denn die Sauerstoff produzierenden Unterwasserpflanzen sind noch nicht genug entwickelt. Wird es richtig kalt, so kann die Eisdecke also bei kleineren Teichen mitunter zum Problem für manche Wassertiere werden. Auf keinen Fall soll man ein Loch in die Eisdecke schlagen. Es macht auch wenig Sinn, denn es friert rasch wieder zu. Eine sanfte Methode, ein Loch in ein Eis zu bekommen, ist bohren. Senkt man dann den Wasserspiegel durch Auspumpen etwas ab, so entsteht ein Luftpolster zwischen Wasser und Eisdecke. Durch das Absenken kann das Loch auch nicht zufrieren. Bei Schneefall sollte man daran denken, den Schnee abzufegen oder wegzuschaufeln. So ermöglicht man den immergrünen Unterwasserpflanzen auch im Winter eine Sauerstoffproduktion. Bleibt der Schnee auf dem Eis, ist es im Wasser dunkel. Solche Arbeiten dürfen natürlich nur gemacht werden, wenn die Eisdecke dick genug ist.

Gehölze schneiden

Befinden sich Sträucher oder Bäume in unmittelbarer Teichnähe, so bietet sich die Zeit im Spätwinter bestens dazu an, sie zu schneiden. Ob Auslichtungs-, Kronenform- oder Verjungungsschnitt, in der blätterlosen Zeit hat man den besten Überblick über den Kronenaufbau oder die Wuchsform der einzelnen Sträucher oder Bäume. Mit Leiter, Baumsäge und Gartenschere ausgerüstet, werden die allzu üppigen Wucherer in die Schranken gewiesen.

Um- und Neugestaltungen

Teiche können von März bis November gebaut oder umgestaltet werden. Günstig sind dennoch das Frühjahr bis zum Frühsommer, wenn es noch nicht zu heiß ist. Durch die wärmeren Temperaturen im Frühjahr lässt sich die Teichplane gut verlegen. Wasserpflanzen und Teichleben finden optimale Wachstumsbedingungen. Hat man vor, im Frühjahr seinen Teich umzugestalten oder zu sanieren, so ist es sinnvoll, sich schon im Winter intens damit auseinanderzusetzen.


Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Immer die besten Angebote per E-Mail

JETZT kostenlos anmelden und Sparen!
Shopware Agentur  six-media.de