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Zeolith Wunderwaffe gegen Algen im Gartenteich?

Nahezu alle Teichbauer bieten auch Zeolith an. Der eine nennt es Wunderwaffe gegen Algen, der andere schreibt ihm teichreinigende und klärende Wirkung zu, der dritte behauptet, ein ideales Pflanzsubstrat anzubieten. Von anderer Seite hört man aber auch, dass der Einsatz von Zeolith scheinbar wirkungslos ist. Was ist denn nun dran am Zeolith? Und - was ist eingentlich Zeolith?

Zeolith

Zeolith als solches gibt es eigentlich nicht. Dahinter verbirgt sich eine Sammelbezeichnung. Zeolithe sind grundsätzlich Naturstoffe. Es handelt sich um Mineralien mit unterschiedlicher Zusammensetzung, bei denen hauptsächlich Silizium, Aluminium und Sauerstoff das Molekulargerüst bilden. Ein besonders wichtiger Bestandteil sind die Natriumionen. Das Besondere der Zeolithe ist jedoch die mineralische Struktur. Denn neben dem Einbau zum Austausch gut geeigneter Ionen enthält das Gerüst Lücken. Je nach Zusammensetzung haben Zeolithe natürliche Eigenschaften, die aber nicht immer erwünscht bzw. genau genug kontrollierbar sind. Aus diesem Grund werden Zeolithe heute weitestgehend künstlich hergestellt. So kann für nahezu jeden Zweck ein passender Zeolith hergestellt werden. Ein wichtiger Einsatzzweck sind Waschmittel, wo sie als Ionenaustauscher dienen, aber auch viele andere Bereiche bis hin zur Kühlung von Fassbier auf natürliche Art - also ohne Eis und Strom. Allen Zeolithen gemeinsam ist die durch die Lücken verursachte große innere Oberfläche von bis zu mehr als einem halben Fußballfeld (4500-5000 m²) pro Gramm Zeolith Dort können sich die für den Stickstoffabbau notwendigen Bakterien besonders gut ansiedeln. So bewahrt Zeolith in einem nicht zu schnell durchflossenen Filter nach der Einfahrzeit von etwa drei Wochen (die durch entsprechende Starterkulturen auch noch etwas beschleunigt werden kann) vor zu hohen Nitritwerten. Der Nitritionengehalt im Filterauslauf, in dem sich Zeolith befindet, ist üblicherweise 0 mg/l. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Absorbieren bestimmter Schadstoffe. Zeolith besteht zu einem Drittel aus Hohlräumen. Dort lagern sich effektiv Schadstoffe wie Ammoniak aufgrund physikalischer Effekte ab und werden in der Folge abgebaut. So ist Zeolith in dicht mit Fischen besetzten Teichen ein Sicherheitsfaktor, der allerdings wirkungslos bleibt, wenn nicht ausreichend Sauerstoff zugefügt wird. Damit das Zeolith auf diese Weise wirkt, brauchen Sie nur dafür zu sorgen, dass sich das Substrat nicht zu stark zusetzt (etwa durch einen geeigneten Vorfilter). Eine Regeneration ist nicht nötig. Da durch Zeolithe keine Nährstoffe an das Wasser abgegeben werden, hat sich ein Zeolith-Sandgemisch auch besonders gut als Pflanzerde für Wasser- und Sumpfpflanzen erwiesen. Der Nitrationengehalt wird durch die Pflanzen reduziert, aus dem Substrat kommt nichts nach. Nitrationen sind ein wichtiger Faktor für die Algenbildung, und geringe Werte reduzieren Algenwuchs. Mindestens genauso wichtig ist aber der Ammonium- und Phosphationengehalt. Denn bereits 0,1 mg Phosphationen pro Liter Teichwasser sind ausreichend für die Pflanzenernährung, alles, was darüber geht, führt zur Eutrophierung und damit zu verstärktem Algenwuchs. Dabei werden die Phosphationen durch absterbendes Pflanzenmatenal ebenso wie Ausscheidungen von Teichtieren (die auch viele Ammiumionen enthalten) in relativ großen Mengen wieder eingebracht. Durch die eingelagerten Natriumionen kann Zeolith auch als Ionenaustauscher dienen. Die Empfehlungen allerdings. wie viel Zeolith für eine erfolgreiche Phosphatreduzierung notwendig ist, sind sehr unterschiedlich und reichen von 1 kg Zeolithpulver pro m² Wasseroberfläche bis hin zu einer Tonne pro 1000 Liter. Die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen. Bei einem mittelgroßen Teich kommt aber so schon eine erhebliche Menge zusammen. Bei diesen natürlichen Vorgängen werden die Natnumionen gegen andere Ionen ausgetauscht Viele Zeolithe aber tauschen auch Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen aus. Das führt zu weicherem Wasser, ein nicht immer erwünschter Effekt. Versuche haben ergeben, dass sich durch „normale" Zeolithe, wie sie im Handel üblicherweise angeboten werden, kaum eine phosphatreduzierende Wirkung erzielen lässt. Dagegen scheint die ammoniumreduzierende Wirkung etwas größer zu sein, wenn es auch nicht vollständig entfernt werden kann. Und natürlich verbraucht sich die lonenaustauschkapazität des Zeoliths mit der Zeit ganz erheblich und er muss regeneriert werden (etwa mit Kochsalz, wobei dies wegen einer möglichen Ammoniakfreisetzung immer im Freien geschehen sollte). Bei einer größeren Menge ist das sicher nicht ganz einfach. Deswegen sind einige Produzenten dazu übergegangen, spezielle Zeolithe anzubieten, die gezielter Phosphationen gegen die harmlosen Natriumionen aus- tauschen. Hier reichen schon deutlich kleinere Mengen, um einen messbaren Effekt zu erzielen. Diese speziellen Zeolithe, die mittlerweile von mehreren Firmen angeboten werden, aber durchaus unterschiedliche Effekte haben, die auch von der speziellen Situation vor Ort abhängen, sollten unbedingt im Filter eingesetzt werden. Dies ist deswegen notig, weil sie regelmäßig regeneriert werden müssen. Sie erkennen diese Zeolithe im Handel an der kleineren Packung mit höherem Preis und eindeutigen Regenerierungsvorschriften.


Fazit: Zeolithe sind aus der Teichtechnik nicht wegzudenken. Sie sind ein ideales Material für den Teichgrund (Pflanzsubstrat) sowie als Filterzusatz für die Verbesserung des Abbaus von Nitritionen und Ammoniak. Ein weiterer Nebeneffekt ist die Reduzierung schädlicher Schwermetalle. Eine algenbegrenzende Wirkung muss aber grundsätzlich als relativ gering angesehen werden. Nur spezielle Zeolithe, die auch schon in kleinen Mengen wirksam sind, können für diesen Zweck eingesetzt werden und haben dann den gewünschten Effekt, da sie die Phosphationen gezielt reduzieren.


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