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Zierteich - Spielteich - Naturteich?

In den letzten Jahrzehnten wandelte sich der private Nutzgarten immer mehr in einen Zier- und Erholungsgarten. Dieses hat viele unterschiedliche Gründe. Einer der wichtigsten aber ist das Verschwinden natürlicher Lebensräume und Landschaften aus dem unmittelbaren Umfeld des Menschen. Der Wunsch nach einer eigenen Naturoase, einer heilen Welt, ist so groß wie nie. Und weil Wasser entspannend, romantisch, verträumt und zugleich doch anregend, geheimnisvoll und wild sein kann, steht der Gartenteich bei vielen Gartenbesitzern auf der Wunschliste ganz oben. Wie aktuell das Thema Gartenteich ist, zeigt schon allein der Blick in das Regal eines Buchhändlers, aber auch die Existenz einer eigenen Zeitschrift wie dieser. Vom Schwimmteich über Koiteiche bis hin zum Teich auf dem Balkon ist alles zu bekommen. Taucht man jedoch tiefer in die Materie ein, muss man leider feststellen, dass vieles nicht mehr zeitgemäß ist. Literatur zur Anlage eines Amphibienteiches bzw. eines ganzen Amphibiengartens ist rar gesät. Mit diesem Beitrag möchte ich einige Themen und Probleme rund um den Teichbau ansprechen. Im Rahmen meiner Tätigkeit als Gärtnermeister habe ich in den letzten Jahren mehrere Amphibien- Gartenteiche geplant und ausgeführt. Auf wichtige Baufehler wird ebenso eingegangen wie auf Bepflanzung, Zuwanderungen von Amphibien und die Kindersicherung von Teichen.
Die drei im Folgenden beschriebenen und im Foto vorgestellten Gartenteiche- Zierteich, Spiel- und Entdeckerteich und Amphibienteich haben die unterschiedlichsten Ausprägungen und Anforderungen durch ihre Besitzer zu erfüllen. Nur ihr Grundaufbau, die ländliche Lage und die Fischfreiheit haben sie gemeinsam.

Der Zierteich

Der erste Ausschlag für einen Gartenteich ist oft, dass der Nachbar auch einen hat. Bei einem solchen Teich handelt es sich selten um den ersten Schritt in Richtung eines Naturgartens. Aber der Beginn einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Lebensraum Teich nimmt seinen Lauf. Das Element Wasser wird in einer Reihe von unterschiedlichenStauden und Gehölze eingeordnet. Der Zierwert der Pflanzen entscheidet hier meist über die Verwendung. Ökologischer Nutzen ist zweitrangig. Bleiben diese Teiche fischfrei, können sich auch an diesen Teichen unterschiedliche Amphibienarten ansiedeln. Die Besiedlung ist maßgeblich von der unmittelbaren Umgebung des Teiches (Bepflanzung, Wildwiese, Trockenmauer...), aber auch von der umgebenen Landschaft (Dorfrand- oder Stadtlage, Zersiedelung, strukturreiche Wildflächen) und natürlich den vorhandenen Amphibienpopulationen in einem Radius von 1-3 km des betreffenden Gartenteichs abhängig. Als erste Amphibienart am Teich ist oft der Wasserfrosch zu nennen, dessen wanderfreudige Jungtiere so manchen Gartenteich erreichen.

Der Spiel- und Entdeckerteich

Ein Gegensatz zum Zierteich sind die Anforderungen an einen Spiel- und Entdeckerteich ganz andere. Sein Zierwert ist begrenzt, sein Aussehen ist ständig, oft ungewollten bzw. geplanten Veränderungen unterworfen. Denn Kinder geben sich nicht nur mit dem Bestaunen zufrieden! Es muss angefasst, gekeschert und experimentiert werden. Hier kommt denn kinderbetreuenden Personal und der Sicherung der Teichdichtung (Folie) eine besondere Bedeutung zu. Vandalismus, oft aus Unverständnis der Kinder und Jugendlichen, führt bei geringer oder gar fehlender Betreuung und falscher Bauausführung zum Verlust einer einzigartigen Möglichkeit, das Naturverständnis zu fördern. Die Gefahr einer Verletzung der PVC- Folie kann bei der Verwendung von hoch verdichteten (genadelten) Spezialvliesen von mindestens 5 mm auf nahezu Null minimiert werden. Bohlen mit Nägeln, Steinwurf, Messer, Glas, Pfeil und Bogen u.s.w. können die Folie nicht mehr erreichen und zerschneiden. Trotz intensiver Nutzung stellt sich in solchen Teichen oft eine artenreiche Fauna und Flora ein. Der in der Abbildung oben gezeigte Tümpel wurde im Februar 2001 angelegt und schon einen Monat später von Teich- und Bergmolchen besiedelt. Ein Jahr später fanden sich über 40 Bergmolche und 15 Teichmolche! Die schnelle Besiedlung ist vor allem auf die reich strukturierte naturnahe Umgebung zurückzuführen. Die ständigen Unruhen am Teich (teilweise Zerstörung des Uferbereichs, Auffüllung mit Backsteinen, „Brückenbau" mit Verschalungselementen u.s.w.) hielten die Molche nicht von einer Besiedlung ab.

Eigener Teich

1996 konnte ich mir die ersten konkreten Hoffnungen auf einen eigenen Gartenteich machen, da wir beabsichtigten, in einem 1000-Seelen-Dorf der Gemeinde Nordstemmen ein Doppelhaus zu bauen. In der Umgebung befanden sich zu meiner Kindheit noch zahlreiche Amphibienhabitate, von denen heute nur noch ein Bruchteil existiert. Die nächste Kammmolchpopulation z.B. befindet sich 1000 m, die Wasserfrösche in den Kieskuhlen 500 m entfernt. 10 km südlich beginnt das Leinebergland und der Ort ist umgeben von zahlreichen Kiesgruben in unterschiedlichen Sukzessionsstadien. Westlich grenzt der Ort an die Reste der Leineauen. Eine ideale Umgebung zur natürlichen Besiedelung des Teiches durch Amphibien. Geplant war insgesamt nicht nur ein Teich, sondern vielmehr ein Garten speziell für die Bedürfnisse von Amphibien. Dass dieses möglich ist, ohne den Rahmen einer „normalen" Gartengestaltung zu sprengen, sollte sich in den nächsten Jahren zeigen. Kaum waren wir eingezogen, wurden mit Kalkbruch die ersten Amphibienquartiere geschaffen. Zwei Jahre später, im Frühjahr 1999, wurde die Teichgrube ausgehoben, die knapp 50% des Gartens einnehmen sollte. Wo Wasser ist, entfällt das stupide Rasen mähen (da sollte man nicht lange überlegen). Aufgrund der länglichen Grundstücksform wurde eine gestufte, 1,2 m tiefe und 10 m lange Grundform modelliert. Zusätzlich führt ein 2 m langer Graben das Regenwasser der Dachflächen zum Teich. Am Ende des Teiches, ca. 15 m vom Haus entfernt, wurde ein Überlauf zu einem 1,5 x 1,5 m großen und 1 m tiefen Sickerbecken gebaut. In regenreichen Zeiten entsteht hier aus der anschließenden Rasenfläche eine Feuchtwiese. Ein wichtiger Punkt ist die Sicherung der Teichfolie vor Wühlmäusen (Cricetidae) wie z.B den Schermäusen (Arvicola spec.) oder der Bisamratte (Ondatra zibethicus). So wurde die Teichgrube mit einem verzinkten Gitter ausgelegt und mit einem 5-mm-Vlies abgedeckt. Früher wurde die Folie zum Schutz vor Verletzungen auf ein Sandbett verlegt, das aber nicht die oben genannten Wühler abhielt. Die Verwendung von Sand ist heute größtenteils überholt und es werden fast nur noch Vliese verwendet. Diese stark vernadelten (verdichteten) Vliese haben, abgesehen vom Preis, nur Vorteile gegenüber dem Sandbett. Je nachdem, wie die Kalkulation angesetzt wird, kann die Verwendung von Vlies auch preiswerter sein. Immerhin werden bei größeren Teichen viele Tonnen Sand benötigt, die transportiert und eingearbeitet werden müssen. Eine 1 mm starke PVC-Folie gilt als Standard, auf Kautschukfolie oder Teichwannen soll hier nicht weiter eingegangen werden. Die Farbe der Folie ist unerheblich, da sie zum Schutz gegen mechanische Beschädigungen (siehe Spiel- und Entdeckerteich) auch wieder mit einen Vlies abgedeckt wird. Die so ausgekleidete Teichgrube wird nun in den vorgesehenen Pflanzflächen mit entsprechenden Mengen nährstoffarmem, mineralhaltigem Substrat und nicht mit der käuflichen Teicherde befüllt. Diese Teicherde ist oft aus organischem Material (Torf, Kompost) hergestellt und aufgedüngt. Hier verwendete ich den Erdaushub aus dem unteren Bereich der Teichgrube und unterschiedliche Starken von Kies/Sand aus örtlichen Kiesgruben. Eine Strukturierung des Teichs kann weiterhin auch mit Steinen und Wurzeln (Eiche) erfolgen. Während dieser Arbeiten ist der Teich mit Wasser zu befüllen. Eine Randgestaltung erfolgt erst nach Einlassen des Wassers, so dass die Folie sich setzen kann. Hierfür sollte man mehrere Tage einplanen. Spätestens bei diesen Arbeiten stellt sich heraus, ob noch genug Folie übersteht. Die Gestaltung des Uferrandes ist die schwierigste Arbeit und oft genauso zeitintensiv wie das Erstellen der Teichgrube, Vlies- und Folienverlegung. Bei der Randgestaltung muss darauf geachtet werden, dass die Folie senkrecht zur Wasseroberfläche steht. Dieses wird am besten erreicht, indem die Folie zwischen zwei Steinen oder Kies hoch gezogen wird. Selbstverständlich muss der Folienrand höher liegen als der Wasserspiegel, um ein Überfließen an ungewünschten Stellen zu vermeiden. Die Folie kann auch innerhalb einer Teichbegrenzenden Natursteinmauer hochgezogen werden. Durch die unterschiedlichen Hohlräume bietet eine Natursteinmauer ideale Versteckmöglichkeiten für Amphibien. Da der Folienrand bei dieser Bauart sehr weit über den Wasserspiegel kommt, ist ein Wasserverlust durch Kapillarbildung fast ausgeschlossen. Einen Teich verbindet man immer mit einer üppig wachsenden Vegetation. Schwertlilien, Rohrkolben, Hechtkräuter usw. benötigen aber einen nährstoffreichen, tiefgründigen Boden, um sich optimal zu entwickeln. Optimales Wachstum bedeutet auch, dass diese Nährstoffe auf irgendeine Weise in den Teich eingebracht werden müssen und so auch die natürliche Sukzession beschleunigt wird. Bei der Düngung von Teichpflanzen profitieren aber oft nur die Algen, trübes Wasser ist die Regel. Schaut man sich natürliche Gewässer einmal näher an, wird man feststellen, dass unsere so beliebten Teichpflanzen in den seltensten Fällen in den kristallklaren und damit meist nährstoffarmen Gewässern wachsen. Die vom Teichliebhaber so geschätzte Klarheit des Wassers ist nur bei wenigen natürlichen Gewässern zu finden und oft auf Nährstoffarmut des Wassers zurückzuführen, z.B. in Quellgewässern, Grundwasseransammlungen in Steinbrüchen, Moortümpeln u.ä. Auch gewisse Amphibien wie z.B. die Erdkröte bevorzugen zum Laichen nährstoffreiche Gewässer, da ihre Kaulquappen einen hohen Nahrungsbedarf - Algen - haben. Die Grundlage für klares Wasser ist aber grundsätzlich ein ausgeglichener Nährstoffhaushalt. Nährstoffe erhält ein Teich aus den unterschiedlichsten Quellen: Regenwasser (Stickoxide), Pflanzerd, Einspülungen vom Ufer, Fischbesatz, Laubeintrag u.s.w. Um beides zu erreichen, üppiges Pfianzenwachstum und klares Wasser, sollten die Nährstoffkreisläufe getrem werden. Dieses erreicht man praktisch mit einem über die Wasseroberfläche gezogenen Uferwall, der den Freiwasserbereich (nährstoffarm) vom Sumpf- und Feuchtbereich (nährstoffreich) des Teichs trennt. Wichtig ist, dass der Uferwall über die Wasserlinie herausragt und so einen Austausch der Nährstoffe wirksam verhindert. Ich selbst habe auf solch einen Ufergraben verzichtet, nehme aber die o.g. geringeren Wachstumsraten der Pflanzen in Kauf, zumal über die Dachentwässerung sehr viele Nährstoffe in den Teich gespült werden. Hier muss die Qualität des Teichwassers immer im Auge behalten werden, um notfalls schnell einschreiten zu können. Bei der Bepflanzung sind dem Liebhaber keine Grenzen gesetzt. Beachtet werden sollte aber, dass viele Sumpfpflanzen einen enormen Ausbreitungsdrang haben. Im eigentlichen Teich (Freiwasserzone) sind vor allem ausreichend Unterwasserpflanzen wichtig (50 %). Sie können bis zu einem gewissen Grad Nährstoffeinträge ausgleichen und so Algenwachstum unterdrücken. Zum Beispiel sind die Tausendblattarten ausgezeichnete Unterwasserpflanzen, die zudem auch noch interessant blühen. Auch bilden diese Pflanzen mit ihren Unterwasserwäldern für unsere einheimischen Amphibien und deren Larven sichere Versteckmöglichkeiten. Zum Ablaichen benötigen die Molche aber Wasserpflanzenblätter, in die sie ihre Eier einfalten können: Wasserminzen (Mentha aquatica), Wasserpest (Elodea canadensis), Wasserstern (Callitriche spec.) u.s.w. Kaulquappen benötigen oft flache, maximal 5 cm tiefe Flachwasserzonen, die sich schnell durch die Sonne erwärmen. Weiterhin ist ein Schilf- oder Röhrichtbestand besonders hervorzuheben. Doch nur selten lässt sich solch eine Pflanzung optimal in Gartenteichen verwirklichen. Schon für Gartenteiche von unter 30 m2 sind die regelmäßig tm Handel angebotenen Pflanzen ungeeignet. Die Lieblingspflanzen der Baumärkte und Gartencenter sind das Gemeine Schilf (Phragmites australis) und die zwei Rohrkolbenarten Typha latifolia und Thypa angustifolia. Sie wachsen zu wahren Gartenteich-Monstern von teilweise über 2 m Höhe heran. Durch ihre starke Wuchsleistung sind kleinere Teiche innerhalb weniger Jahre zugewuchert. Da diese großen Pflanzen einen tiefgründigen Boden benötigen, der in Gartenteichen kaum gegeben ist, fallen die Pflanzen mit ihren mächtigen Blüten- und Fruchtständen oft um und geben dem Teich dadurch ein chaotisches Aussehen. Dabei gibt es Rohrkolbenarten, die kleiner bleiben und ideal für die Gestaltung von Gartenteich- Röhrichten geeignet sind. Aus mir unverständlichen Gründen werden diese Arten aber nur selten im Handel angeboten. Dazu zählen Typha laxmannii (1,2-1,4 m) und Typha shuttleworthii (1,5 m) oder für sehr kleine Teiche Typha minima, die auch regelmäßig im Standardsortiment zu finden sind, aber nicht den erwünschten üppigen Röhrichtbestand bilden. Typha laxmanii, auch Lockerer oder Mausförmiger Rohrkolben genannt, bildete an meinem Teich innerhalb von fünf Jahren einen schönen Bestand von ca. 2,5 m2 ,der sehr gerne von Wasserfröschen und Erdkröten als Schutz aufgesucht wird. Laubfrösche, die auch gerne Röhrichte nutzen, konnte ich in meinem Teich noch nicht beobachten, obwohl sich in den benachbarten Leineauen noch Restpopulationen befinden. Noch einige Bemerkungen zur Wasserqualitat von Gartenteichen: Obwoh mein Teich mit unzähligen Kalksteinen ausgestattet ist, liegt der pH-Wert konstant bei 7,5. Die Kalksteine bzw. die aus ihnen freigesetzten Karbonate gleichen den oftmals ,,sauren" Regen, den ich ja über die Dachfläche des Hauses in den Teich leite, aus. Ein pH-Wert über 7,
ist für einen Gartenteich besonders wichtig, vor allem für die Amphibien und ihre Larven. Nur wenige Arten vertragen oder suchen saure Gewässer wie z.B. Moortümpel auf. Unsere einheimischen Molche meiden solche Gewässer grundsätzlich. Deshalb vorsichtig, wenn Ihnen geraten wird, den pH-Wert Ihres Teiches künstlich zu senken, um Algen zu bekämpfen! Sie könnten Ihre Amphibienfauna gefährden. Im Zuge des Teichbaus und den weiteren Gartengestaltung wurde versucht, so viele n Unterschlupfmöglichkeiten wie möglich zu schaffen. Natursteine bieten hier viele gestalterische Möglichkeiten. Die Trockenmauern wurden mit Tonziegeln und gebrochenem Kalksandsteinbauschutt hinterfüttert, um ein möglichst großes Spalten- und Lückensystem zu schaffen. Diese Anlagen wurden mit Vliesen oder verzinkten Gittermatten hinterlegt, um ein Eindringen von Mäusen zu verhindern. Vor allem Wühlmäuse nutzen das Kluftsystem und können mit ihren Grabungsaktivitäten so manche Trockenmauer verunstalten. Der größte so gestaltete Komplex in meinem Garten ist eine erhöhte Sitzecke oberhalb des Sickerbeckens/der Feuchtwiese, die von meinen Nachbarn gern als Molchtempel bezeichnet wird. Der Untergrund besteht aus unzähligen Tonziegeln und Mauersteinen. Die Natursteine sind sozusagen nur die Verblendung.

Kindersicherung von Teichen

Wasser hat eine ungeheure Anziehungskraft auf Kinder. Nirgendwo können Kinder intensiver die Natur erleben als am Gartenteich. Aufsichtlund Hilfestellung der Kinder durch Erwachsene von klein auf sind in den ersten Jahren unumgänglich. Um einen Teich kindersicher zu machen, gibt es nicht viele wirklich gute Alternativen: Den Teich erst gar nicht bauen ist die einfachste, aber auch die entbehrungsreichste Entscheidung. Oft wird gesagt: ,,Wir bauen den Teich später, wenn die Kinder größer sind." Doch wann sind Kinder alt genug für einen Teich? Ausschlaggebend ist immer die Aufsicht und frühzeitige Gewöhnung an den Teich. Denn auch, wenn im eigenen Garten kein Tenih ist, so hat der Nachbar bestimmt einen oder das Kind entdeckt den Feuerlöschteich oder den Dorfbach. Wann ist ein Kind also alt genug für einen Teich? Und welche Maßnahmen können ergriffen werden? Den Teich kann man mit einer Baustahlmatte abdecken. Abgesehen von der chemischen Veränderung des Wassers können Baustahlmatten nur für sehr kleine Teiche verwendet werden. Neben der optischen Beeinträchtigung ist ein Ertrinken von Kleinkindern aber weiterhin möglich, solange sich die Matte auch nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche befindet. Kleinkinder können aufgrund einer eintretenden Schreckstarre schon in Zentimeter tiefen Pfützen ertrinken. Nur ein Fabrikant bietet derzeit TÜV-geprüfte und wirklich sichere Abdeckungen aus Edelstahlgeflecht für Teiche an. Eine der besten Möglichkeiten für Kinder ist der Kiesteich. Dabei wird der Teich mit Kies und/oder Sand bis auf 2-5 cm zugekippt. So bietet er Kindern ideale Spielmöglichkeiten, eine Biotopentwicklung ist allerdings kaum möglich. Aber auch hier hat die Natur Amphibien geschaffen, die solche Gewässer nutzen: Befinden sich Populationen von Kreuz- oder Wechselkröten in der Nähe, ist eine Besiedelung durch sie nicht auszuschließen. Die letzte mir bekannte Möglichkeit ist das Einzäunen des Gewässers. Hier gibt es individuelle Möglichkeiten, die sich gut in den Garten einfügen. Ich habe mich letztlich für einen 0,90 m hohen Holz- und Maschendrahtzaun entschieden. Doch gleichzeitig haben wir schon früh damit begonnen, unserem Sohn das Leben am Teich zu zeigen. Heute, nach über vier Jahren ist, unser Lurchi-Teich zur Kinderattraktion des Dorfes geworden. Mit einer gewissen Kontrolle und Aufsicht ist es nicht zum Schaden des Teiches oder der Tiere. Auch nutzt mein Sohn im Sommer den Teich zum Baden oder stellt mit Boot und Kescher den Wasserfröschen nach. Bilanz: Sechs Jahre nach der Anlage des Teiches nutzen ihn fünf Amphibienarten: Wasserfrosch (Teichfrosch) und Erdkröte sowie Teich-, Kamm- und Bergmolch. Mein Ziel, eine Heimat für unseren größten Wasserdrachen, den Kammmolch, zu schaffen, habe ich noch nicht ganz erreicht, aber im Frühjahr 2004 entdeckte ich zwei adulte Männchen.


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