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Die richtige Teichfischfütterung

Inhaltsverzeichnis


Auch wenn es Futtersorten quasi wie Sand am Meer gibt, solltest du auf ein paar Dinge achten, damit deine Lieblinge rundherum gut versorgt sind und es weder zu Nährstoffmängeln, noch zu einem Überangebot kommt. Ob Pellets, Sticks, Granulat oder Flocken, wer bekommt eigentlich wann was? Neben deiner Futterdosensammlung ist aber vor allem auch dein Thermometer eines deiner wichtigsten Werkzeuge dabei. Beim Futter für Teichfische unterscheiden wir zwischen verschiedenen Arten.

Ganzjahresfutter

Darunter fallen alle sogenannten Saisonfuttersorten, die sich vor allem an der Wassertemperatur orientieren, denn diese ist mit ausschlaggebend für die Stoffwechselaktivität deiner Tiere. Deswegen hat jedes Saisonfutter seine ganz eigenen Eigenschaften und Zusammensetzungen damit deine Fische bestmöglich versorgt sind.

Koi und Goldfische kannst du mit einem Pelletfutter am besten verwöhnen. Manchmal wird es auch in Stickform oder als gröberes Granulat angeboten aber auch als Mischung. Achte bei der Auswahl deines Futters auch auf die Pellet- oder Stickgröße passend zur Fischgröße. Meist eignen sich die etwas kleineren Teichfuttersticks besser für Goldfische. Mit den gepressten Pellets fütterst du ein fett- und proteinlastiges Hauptfutter, das deinen Lieblingen die nötige Power verleiht, die sie brauchen. Allerdings hat es auch einen entsprechenden Durchsatz, weswegen du auf einen ausreichend dimensionierten Teichfilter setzen solltest, damit dein Teichwasser optimal aufbereitet wird.



Besonderheit Stör

Mit absinkendem Störfutter kannst du vor allem deine Bodenbewohner gut füttern, denn schwimmendes Futter eignet sich für sie eher nicht, da sie bei der Aufnahme an der Wasseroberfläche zu viel Luft schlucken würden, wodurch sie unter Umständen erkranken könnten. Weil Störe keine Winterruhe einlegen (und daher eher nicht im Koiteich schwimmen), fütterst du sie ganzjährig.


Jungfische und kleine Teichfisch
e kannst du hingegen besser mit einem Flockenfutter verwöhnen, das noch etwas auf der Wasseroberfläche schwimmt. Weil es sich auch gut zwischen den Fingern zerbröseln lässt, kannst du es auf diese Weise zusätzlich etwas zerkleinern. Achte aber darauf, dass es recht zügig Vitamine verliert und ungefressen schnell absinkt und dein Teichwasser in Mitleidenschaft ziehen kann.

Jahreszeitenfutter für Teichfische

Je nach Saison haben deine Fische andere Bedürfnisse und sollten entsprechend gefüttert werden, damit sie keine Nährstoffdefizite erleiden oder aber schlicht verfetten. Dabei spielt die Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß eine große Rolle und orientiert sich an dem jeweiligen Bedarf, der sich aus der entsprechenden Jahreszeit ergibt. Je nach Jahreszeit und Teichgröße kannst du deine Futtersorten aber auch anteilig gemischt verfüttern, damit dir dieses nicht bis zur nächsten Saison verkommt und dabei Vitamine verliert. Alternativ orderst du entsprechend kleinere Einheiten oder frierst deine Futterreste ein. Achte in jedem Fall darauf, dass dein Futter immer möglichst frisch ist und entsorge es lieber, wenn du dir unschlüssig bist, damit deine Fische kerngesund bleiben und sich pudelwohl fühlen.

Frühlingsfutter: langsam wieder anfüttern

Wenn deine Lieblinge langsam wieder aus ihrer Winterruhe erwachen und sich wieder etwas mehr bewegen, solltest du sie langsam und schonend anfüttern. Mit einem Frühlingsfutter, das eher kohlenhydratlastig ist, bist du auf der sicheren Seite, damit deine Fische schnell wieder auf Zack sind. Achte darauf, dass der Eiweißgehalt dabei 30-32 % nicht übersteigt. Weil sie nach der langen Winterruhe stellenweise alle körpereigenen Vorräte aufgebraucht haben, solltest du ihnen daher Vitamine anbieten, dazu kannst du wöchentlich Multivitamintropfen für Fische zusätzlich füttern. Denke auch daran, deine Wassertemperatur kontinuierlich zu messen, denn ab 15 Grad kannst du damit anfangen, dein Frühlingsfutter mit dem Sommerfutter zu mischen und dieses mit steigenden Temperaturen ganz umzustellen.


Sommerfutter: aufs Eiweiß kommt’s an

Auch bei deinem Sommerfutter solltest du auf ein hochqualitatives Futter setzen und außerdem den Bedarf deine Tiere ermitteln. Vor allem bei jungen Fischen, die sich noch im Wachstum befinden, kannst du daher ein proteinreicheres Futter anbieten, dessen Anteil sich bei 40-45 % bewegen sollte. Wenn du darauf achtest, dass es außerdem über Mikronährstoffe verfügt, unterstützt es sowohl das Wachstum und ist ebenfalls besser verwertbar. Achte darauf, dass der Fettgehalt 6-8 % nicht übersteigt. Dreijährige und ältere Fische benötigen nicht ganz so viel Eiweiß, du kannst sie mit einem Futter, das über einen Proteingehalt von rund 38-42 % verfügt, ernähren.

Herbstfutter: eine gute Mischung

Sobald die Außentemperaturen absinken und unter die 20° C Marke rutschen, solltest du das Teichfischfutter langsam aber sicher umstellen. Dazu kannst du dem Sommerfutter etappenweise immer mehr Winterfutter hinzufügen, 2/3 zu 1/3 ist eine empfehlenswerte Mischung im Herbst. Damit deine Fische gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet sind, achte daher auf den Fettgehalt, denn der darf rund 10% betragen. Sinken die Temperaturen bis auf 12 Grad ab, kannst du komplett aufs Winterfutter umsteigen.

Winterfutter: Weizenkeimfutter

Wachstum und Stoffwechselvorgänge sind im Winter bei deinen Tieren eher eingeschränkt weswegen du ein Auge auf die Zusammensetzung des Futters werfen sollest, damit deine Fische optimal versorgt sind. Winterfutter enthält für gewöhnlich weniger Fett und ist besser verdaulich, was außerdem auch die Ausscheidungen reduziert und somit die gute Wasserqualität aufrechterhält. Sogenanntes Weizenkeimfutter ist hier das Futter der Wahl, manchmal ist es auch als „Wheat germ“ im Handel.

Temperaturabhängiges Füttern

Die Auswahl des Futters, aber auch die Menge stehen auch in Zusammenhang mit der Qualität des Teichwassers, denn je geringer dieses ist, desto sparsamer solltest du füttern, damit der Teich nicht womöglich kippt. Beachte dabei außerdem, wieviel natürliches Futter zudem schon vorhanden ist und passe die Futtermenge entsprechend an. Zwischen 20-25 °C kannst du eine Futtermenge pro Tag einplanen, die in etwa 1% des Gesamtgewichtes deines Fisches beträgt.

Bedenke, dass mit zunehmenden Temperaturen auch der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt, weswegen du dich mit der Fütterung etwas zurückhalten solltest. Sobald die Wassertemperatur die 30-Grad-Marke knackt, solltest du versuchen diese wieder herunter zu bekommen. Dazu kannst du bereits den Teich abschatten, aber auch mithilfe von kleineren Wasserwechseln dazu beitragen.

Die Futterportionen reduzierst du mit fallenden Temperaturen, wenn diese unter 20 °C sinken. Dann eignet sich ein Herbstfutter oder aber du fütterst gemischt. Ab 10 °C und darunter solltet du noch sparsamer sein und deine Fische nur noch alle paar Tage einmal füttern. Da sie jetzt ohnehin ihren Stoffwechsel herunterfahren und sich eher weniger bewege besteht zudem die Gefahr, dass zu viel Futter nicht gefressen wird und ggf. im Teichschlamm versickert.


Gar nicht mal so kompliziert

Wie du siehst ist es gar nicht so schwierig, auf die Bedürfnisse deiner Tiere zu reagieren und Teichfische füttern ist auch keine Wissenschaft, wenn du auf die Temperatur achtest. Bedenke aber, dass du mit dem füttern aufhören solltest, wenn du im Winter auf den Teichfilter verzichtest.

 


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